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Expo.02 «light» in Hinterkappelen

Von Marc Schiess. Aktualisiert am 22.06.2011

Eine futuristische Licht- Kathedrale aus Plastik steht für kurze Zeit in Hinterkappelen. Bei einigen löst sie Schweissausbrüche aus.

1/6 Das Luminarium in Hinterkappelen.
Bild: Adrian Moser

   

Luminarium

Das Luminarium ist diesen Samstag von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr für das Publikum geöffnet. Weitere Infos: www.gfeller.ch

Während im Innern von normalen Gotteshäusern meist kühlere Temperaturen als draussen vorherrschen, kann dies in einem österreichischen Pressetext als «glänzende Moschee» und «futuristische Kathedrale» bezeichneten Luminarium schon mal umgekehrt sein. Das in Hinterkappelen stehende unförmige Plastikgebilde wird bei direkter Sonneneinstrahlung üppig warm, sodass bald auch einmal die Stirne glänzt. Dafür wird mit mannigfaltigen Sinneseindrücken belohnt, wer die Schuhe auszieht und nach dem Passieren der Luftschleuse das Innere des Luminariums betritt.

Lichtspiel ganz ohne Strom

Begleitet von sphärischen Klängen eröffnen sich beim Rundgang – ähnlich einer Höhle – verwundene Gänge und Katakomben. Herunterhängende Stalaktiten fehlen, alles ist weich, auch der Boden. Beleuchtet sind die Räume nur durch natürliches Tageslicht. Durch die unterschiedliche Beschaffenheit der Aussenhaut werden unterschiedliche Lichtstimmungen geschaffen. Teilweise fühlt man sich an gewisse Pavillons der Expo.02 erinnert. Entworfen und in Handarbeit zusammengenäht wurde das Kunstwerk jedoch nicht in der Schweiz, sondern von der britischen Künstlergruppe Architects on Air. Organisiert hat die Lichtinstallation die Firma Gfeller AG anlässlich ihres 100-Jahre-Jubiläums. Sie lud gestern 56 Schulklassen aus Wohlen ein, das Luminarium zu besuchen. Diese schien das riesige ästhetische Hüpfluftschloss anzusprechen, wie ein Augenschein vor Ort zeigte. Wer nun für seine Kleinen das Luminarium für eine Geburtstagsparty mieten möchte, muss jedoch nebst einem Jahr Wartezeit bereit sein, tief in die Tasche zu greifen: Die Miete kostet gemäss Geschäftsführer Andreas Jost 17'000 Pfund.

Das Luminarium ist diesen Samstag von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr für das Publikum geöffnet. Weitere Infos: www.gfeller.ch (Der Bund)

Erstellt: 22.06.2011, 09:35 Uhr

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