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Erfolgreiche Tests: Ohne Umsteigen nach Montreux

Aktualisiert am 19.05.2010

Die Montreux-Oberland-Bahn (MOB) ist zufrieden mit dem Prototypen eines weltweit neuen Fahrgestells, das künftig zwischen dem Berner Oberland und dem Genfersee das Umsteigen überflüssig machen soll.

Der Zug wird seitlich auf den gelben Trägern aufgestützt, damit bei den Räder die Spurbreite geändert werden kann. (zvg)

Der Zug wird seitlich auf den gelben Trägern aufgestützt, damit bei den Räder die Spurbreite geändert werden kann. (zvg)

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So funktionierts

Das Fahrgestell besteht aus zwei Halbrahmen die aufeinander aufliegen. Eine Traverse verfügt auf jeder Seite über zwei Stützpunkte, deren Höhen- und Breitenlage den beiden Spursystemen entspricht. Diese Traverse verbindet und verriegelt die beiden Halbrahmen des Fahrgestells.

Zwei ausschwenkbare Arme stützen sich rollend auf die Rampen der Umspurstation und stellen so die vertikale Bewegung der Traverse und des Wagenkastens sicher. In dieser Phase des Umspurvorganges ist das Fahrgestell vom Gewicht des Wagenkastens entlastet. Die notwendige seitliche Verschiebung der beiden Halbrahmen wird durch eine anhebbare Wippe sichergestellt. Sie verfügt über Führungsrillen, in welche die Führungszapfen der Halbrahmen eingreifen. (pd/mob)

Stichworte

Die ersten Tests sind laut MOB ermutigend ausgefallen. Das Unternehmen will nun ab 2015 Direktverbindungen zwischen Montreux und Interlaken anbieten, wie es am Dienstag mitteilte. Derzeit müssen die Reisenden der Golden-Pass-Linie jeweils in Zweisimmen BE umsteigen, weil dort auf die MOB-Schmalspurlinie die SBB-Normalspur folgt.

Das neue Fahrgestell, das die MOB selber entwickelte, wurde am Dienstag in Montreux Behördenvertretern aus den Kantonen Waadt und Bern vorgestellt. Die MOB will in den nächsten Jahren 20 bestehende Panorama- und Normalwagen damit ausrüsten und zudem 24 neue Wagen mit diesem Fahrgestell beschaffen. Dafür sind Ausgaben von 80 Millionen Franken geplant.

Seit Jahren setzt sich eine Interkantonale Interessengemeinschaft dafür ein, dass bei Zugsreisen zwischen Genfersee und Luzern das Umsteigen entfällt. Lange zirkulierte die Idee eines zusätzlichen Gleises; seit 2008 ist bekannt, dass MOB-Ingenieure an einem neuartigen Fahrwerk arbeiten. (el/sda)

Erstellt: 19.05.2010, 14:46 Uhr

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