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Bern

Drei Punkte - mehr nicht

Von Emil Bischofberger. Aktualisiert am 15.02.2010

YB gewann den Spitzenkampf gegen Luzern, ist aber noch weit entfernt von der Form im Herbst.

Bereits nach 47 Sekunden ebnete Doumbia mit dem 1:0 den Weg zum ersten YB-Sieg im neuen Jahr. Foto: M. Buholzer (Reuters)

Bereits nach 47 Sekunden ebnete Doumbia mit dem 1:0 den Weg zum ersten YB-Sieg im neuen Jahr. Foto: M. Buholzer (Reuters)

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«Immer dieser Marco Wölfli», entfuhr es Hakan Yakin, als er sich nach dem 1:2 den Medien stellte. So richtig böse konnte der Luzerner Regisseur dem YB-Goalie aber nicht sein. Erstens gehört der seit Yakins Berner Zeit zum engsten Freundeskreis («Wen ich aus Bern am meisten vermisse? - Wölfli! Die Beziehung zu ihm ist etwas Spezielles.»), zweitens war es ja auch ein bisschen Vorwand, die Schuld für die Luzerner Niederlage bei Wölfli zu suchen. Zwar hatte der mehrmals mirakulös für seine unstete Abwehr gerettet. Aber noch viel mehr waren die Innerschweizer an sich selbst respektive ihrer Abschlussschwäche gescheitert - Yakin inklusive.

In der Schlussphase zauberte ein Team schönste Kombinationen auf den Kunstrasen, während das andere mit einem zusätzlichen Innenverteidiger die drei Punkte verteidigte. Nur waren es die Luzerner, denen YB-mässige Kombinationen gelangen, und die offensiv schon oft gerühmten Berner, die mauerten. Es war offensichtlich: Nach dem 0:4-Fehlstart in Basel waren die drei Punkte oberstes Ziel für den Leader, da waren für einmal Mittel und Form egal. «Es ist gut, ein Resultat zu holen, auch wenn es nicht läuft», sagte Wölfli ohne Ausflüchte. «Aber ich will jetzt nicht in jedem Spiel so eine zweite Halbzeit erleben!»

Doumbias frühe Doublette

Die Young Boys waren ziemlich unnötig unter Druck geraten, hatten sie doch schon nach 47 Sekunden 1:0 und nach 17 Minuten 2:0 geführt, beide Male hatte Doumbia getroffen. Doch auch gegen in der ersten Halbzeit erschreckend harmlose Luzerner vermochten die Young Boys nicht komplett zu überzeugen. Zwar erhielten sie enorm viel Raum zugestanden, trotzdem blieb ihr Spiel seltsam fahrig. Im Mittelfeld durfte sich erneut Doubaï anstelle Yapis versuchen, obwohl der von seiner Knöchelverletzung genesen war. Aber der unsichere Eindruck konnte nicht an einer Person allein festgemacht werden. Vielmehr fehlte praktisch auf jeder Position die klare Linie. Dem war sich auch Trainer Petkovic bewusst. «Ich bin zufrieden mit den drei Punkten», eröffnete er sein Resümee, womit er treffend den aus YB Sicht positivsten Aspekt des Spiels herausstrich. «Nun können wir uns auf andere Sachen konzentrieren: die Qualität in unserem Spiel und die mentale Stärke.» (Der Bund)

Erstellt: 15.02.2010, 07:29 Uhr

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