Bern

Der Protest an der Uni Bern dauert an

Unzufriedene Studierende der Universität Bern halten die Aula im Haupt­gebäude weiterhin besetzt. In einer Mitteilung, die sie in der Nacht auf Donnerstag an die Medien verschickten, formulierten sie konkretere Forderungen.

Die Aula im Hauptgebäude der Uni Bern. (Adrian Moser)

Die Aula im Hauptgebäude der Uni Bern. (Adrian Moser)

Zuvor wurde im Plenum über den Inhalt der Forderungen diskutiert. Diese Diskussion habe bis 2.30 Uhr in der Früh gedauert, sagte Geschichtsstudent Ursin Della Morte, der gestern für Medienanfragen zuständig war. Nach dem Plenum hätten etwa 20 Personen in der Aula übernachtet. Hier wurden inzwischen ein Dutzend Hängematten montiert, wie ein Augenschein gestern Mittag zeigte. Für musikalische Unterhaltung ist dank einem DJ-Pult gesorgt.

Im Communiqué fordern die Protestierenden unter anderem folgende Punkte: die Erarbeitung von Teilzeitstudienplänen, eine Stipendienrevision, keine Studienzeit- und Zulassungsbeschränkung, weniger Pflichtveranstaltungen, keine Präsenzpflicht und mehr öffentliche Mittel für die Bildung. Die verschickte Liste sei jedoch nicht abschliessend, da im Plenum noch nicht alle Punkte diskutiert werden konnten, präzisierte Della Morte.

Uni-Leitung suchte Gespräch

Am späteren Abend trafen sich gestern Unileitung und Protestierende zu einem Gespräch, wie einer Mitteilung der Universität zu entnehmen ist. Rektor Urs Würgler liess dabei durchblicken, dass man bereit sei, konkrete Forderungen, für welche die Universität zuständig sei, zu prüfen. Der Rektor wies auch darauf hin, dass bei dieser Prüfung die Anliegen und die Interessen aller Studierenden im Auge zu behalten seien. Mit der erklärten Bereitschaft, die Forderungen im Rahmen eines Podiums mit Vertreterinnen und Vertretern der Studentenschaft und der Fachschaften öffentlich zu diskutieren, kommt Würgler zudem einem Vorschlag der Protestierenden nach. Wie lange der Protest weitergehen soll, ist laut Della Morte weiterhin völlig offen. Es hänge von der Stimmung im Plenum ab, die im Moment «sehr gut» sei.

In einer Mitteilung hat sich gestern auch die Gewerkschaft Unia mit den Protestierenden solidarisiert. Auf dem Online-Netzwerk Facebook sind hingegen Gruppen entstanden, die den Protest verurteilen. (bro) (Der Bund)

Erstellt: 20.11.2009, 10:37 Uhr

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1 Kommentar

Dominik Fitze

20.11.2009, 14:07 Uhr
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Na da wurde doch schon etwas konkretes erreicht: Die Unileitung sucht das Gespräch, und so weltfremd scheinen die Forderungen auch nicht zu sein. Weiter so! Antworten



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