Besetzer fordern demokratische Uni

Aktualisiert am 20.11.2009

Noch 10 bis 20 Protestierende haben in der Nacht auf Donnerstag die Aula im Hauptgebäude der Universität Bern besetzt gehalten. Zuvor hatten rund 100 Studierende über die Forderungen an die Universitätsleitung und die Politik gesprochen.

Die Aula ist weiterhin besetzt. (Adrian Moser)

Die Aula ist weiterhin besetzt. (Adrian Moser)

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«Dieses Plenum dauerte von 19 Uhr bis 2 Uhr nachts», sagte Geschichts- und Philosophiestudent Urs, der am Donnerstagmorgen in der besetzten Aula Medienanfragen entgegennahm. Zu den Forderungen der Protestierenden zählen demnach beispielsweise die Erarbeitung von Teilzeitstudienplänen.

Weiter verlangen sie eine Revision der Stipendenpolitik, den Verzicht auf Zulassungsbeschränkungen zum Studium und die Senkung der Anzahl an Pflichtveranstaltungen. Auch wehren sie sich gegen Studienzeitbeschränkungen und die neue Präsenzpflicht an den Vorlesungen.

Lage «ähnlich wie am Mittwoch»

Für Donnerstag waren weitere Plenumsdiskussionen und Workshops im besetzten Hörsaal vorgesehen. Am Vortag mussten wegen der Besetzung mehrere Vorlesungen abgesagt oder in neue Räume verlegt werden. Rund 1200 Studierende waren davon betroffen.

«Die Situation präsentiert sich ähnlich wie am Mittwoch», sagte Christoph Pappa, Generalsekretär der Universität Bern, am Donnerstag. Inzwischen seien Mails von Studierenden eingegangen, die sich darüber ärgerten, dass ihre Vorlesungen wegen der Besetzung der Aula abgesagt werden mussten.

«Wir haben den Protestierenden angeboten, mit einer Delegation über ihre Forderungen zu sprechen», führte Pappa aus. Ob es zu einem solchen Gespräch demnächst kommt, konnte er aber noch nicht sagen. Die Protestierenden verlangten bisher eine Aussprache im Plenum und lehnten die Bildung einer Delegation ab.

Die Nacht auf Mittwoch hatten rund 100 Protestierende in der Aula verbracht. Der Entscheid, die Aula im Hauptgebäude der Universität zu besetzen, fiel nach einer Demonstration von über 300 Studierenden im Länggassquartier gegen «elitäre Bildungsstrukturen» und die Umsetzung der Bologna-Reform. (mau/pd)

Erstellt: 20.11.2009, 09:50 Uhr

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