Beben bei YB: Niedermaier geht, Kaenzig kommt
Aktualisiert am 09.08.2010 12 Kommentare
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Kaenzig tritt die Nachfolge von Stefan Niedermaier an. Dieser war seit 2005 der «starke Mann von YB». Über die Hintergründe seines sofortigen Abgangs wurde zunächst nichts bekannt. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erklärte Niedermaier am Montag lediglich, er könne im Moment leider keinen Kommentar abgeben.
Die Stadionbetreiber würdigten seine Verdienste als Geschäftsführer. Niedermaier habe 2005 die Aufbauphase eingeläutet und nun «positiv abgeschlossen», hiess es.
Niedermaiers Nachfolger, der 37-jährige Ilja Kaenzig, hatte erst im Januar dieses Jahres das Sportressort von «Blick», «SonntagsBlick», «Blick.ch» und «Blick am Abend» übernommen. Mit seiner Wahl unterstreiche die «Blick-Gruppe» ihren Anspruch, die führenden Sportzeitungen der Schweiz herauszugeben, teilte Ringier damals mit.
YB weiter entwickeln
Vor seinem kurzen Gastspiel in Zürich war Kaenzig zehn Jahre in der Bundesliga tätig - zuerst als Manager von Bayer 04 Leverkusen, dann als Geschäftsführer und Sportdirektor von Hannover 96. Seine Fussball-Managementkarriere begonnen hatte er als Assistent des Sportdirektors und als Transfer-Koordinator beim Grasshopper Club Zürich.
Wie Kaenzig gegenüber DerBund.ch/Newsnet sagte, will er beim Management vor allem auf die strategische Ausrichtung der Sport & Event Holding AG achten. Dabei gehe es nicht nur um den Sport, sondern auch um die Anlässe im Stadion. «Es heisst Stade de Suisse und nicht Stade de Berne», sagte Kaenzig. «Mit anderen Worten: Wir müssen auch mehr nationale Events nach Bern bringen.»
Auf die Ziele für YB angesprochen, sagte Kaenzig: «YB soll in Zukunft regelmässig und nicht zufällig um den Titel spielen und auch beim Cup eine Mannschaft werden, mit der zu rechnen ist.»
Dass die Berner emotional auf seine Berufung reagierten, weil er Innenschweizer sei, könne er verstehen, erklärte Kaenzig weiter. «Ich verspreche, dass ich mein Bestes geben werde. Nur wenn ich erfolgreich bin kann ich die Berner überzeugen, dass der Verwaltungsrat den richtigen Entscheid gefällt hat.»
«Dritte Wachstumsphase»
Das Wort bei YB haben vier Investoren, die Geschäftsleute Benno Oertig, Fritz Bösch sowie die Gebrüder Andy und Hansueli Rihs. Sie bilden den Verwaltungsrat der «Sport & Event Holding AG». Im Communiqué beteuern die Investoren, dass sie den Klub «sportlich und wirtschaftlich gezielt weiter entwickeln» wollen.
Die Young Boys gehören seit Jahren zur nationalen Spitze, konnten aber schon lange keinen Titel mehr gewinnen. International sorgten sie zuletzt mit dem Sieg bei Fenerbahçe Istanbul in der Ausscheidung zur Champions League für Aufsehen.
Der neue YB-Chef Ilja Kaenzig sprach in dem Communiqué von einer «Top-Adresse mit profesionellen Strukturen und einem gewaltigen Potenzial». Mit seinen «Berner Wurzeln» wolle er mithelfen, die «zukünftigen Ziele zu erreichen».
Kaenzig wird in Bern den neu geschaffenen Titel eines «Delegierten des Verwaltungsrats» der Sport & Event Holding AG tragen. Diese AG ist Besitzerin des Stadions und des Fussballklubs. (bs/sda/)
Erstellt: 09.08.2010, 11:54 Uhr
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12 Kommentare
Grundsätzlich hat der Vorstand/Verwaltungsrat die Kompetenz einen CEO zu ersetzen. Herr Niedermaier hat bestimmt gute Aufbauarbeit geleistet. Aber jede "Pionierphase" geht einmal zu Ende. Deshalb ist dieser Wechsel auch eine Chance. Die Verantwortung, ob YB sportlich und finanziell auf dem Erfolgspfad bleibt, liegt bei den Investoren. Ich bin mal gespannt, wie sich der Verein entwickelt. Antworten
das ganze riecht doch sehr nach der stillosen abservierung des duos bickel/schällibaum! und das haben wir berner halt noch immer nicht vergessen! wie wir auch den gestrigen tag nicht vergessen werden. herr niedermaier hat nämlich in bern gute arbeit geleistet und trägt sicherlich nicht die verantwortung für die ungenügenden leistungen der 1. manschaft. Antworten
@ T. Hubschmied: Mit einem grossen Unterschied, der FC Bayern lässt, im Gegensatz zu YB, seinen Worten stets Taten folgen, GEWINNT regelmässig das Double, ab und zu sogar noch die CL. Von Grössenwahn also keine Rede. Das Magazin "Kicker" hat soeben die besten vier Spieler der Bundesliga gekürte und die Reihenfolge lautet: 1) Robben 2) Schweinsteiger 3) Müller und 4) Lahm, alles Spieler von Bayern Antworten
Gemäss Benno Oertig soll YB ein Reise à la Bayern München antreten. Ausgerechnet wie der deutsche FC Hollywood, wo es nur so von Grossspurigkeit trieft. Bereits so haben sich gestern die YB-Verantwortlichen verkauft: grössenwahnsinnig und höchst unsympathisch. Guet Nacht am Sächsi... Antworten
A. Rhis gab schon mit Phonak ein äusserst schlechtes Bild ab: Ein Chef, der, so man es glaubt, nicht die geringste Ahnung davon hatte, dass seine Fahrer reihenweise dopten. Ohne Stil hat Rhis auch da reagiet, gab den Ahnungslosen. Hier nun wird in einer Manier ein Mensch abserviert, die unter aller Würde ist. Der Selbstherrlichkeit reicher Menschen wird zu oft die Menschlichkeit geopfert, schade. Antworten
"Der Verwaltungsrat hat am Erfolg gerochen und will nun, so scheint es, mehr." Und was ist daran verkehrt oder wollen wir in Bern gar nie Meister werden? Wollen wir immer hinter Basel die Nummer 2 im Lande sein? Klar ist es ein Risiko, aber wer nichts riskiert hat schon verloren... Antworten
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yves von büren
ich kann das nicht mehr hören ! schande.An niedermeier, danke ich für alles was er gemacht hat, danke , danke.Du hast ein super job gemacht!!!!YB wird dich nie vergessen! Der NEUE, wird daran gemessen, und........scheitern! Antworten