Bern

Bald ein ganzes Wolfsrudel in der Region?

Aktualisiert am 06.10.2009

Im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Bern und Freiburg könnte schon bald die erste Wolfsfamilie der Schweiz leben. In der Region streifen ein Männchen und ein Weibchen umher. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie sich finden.

Nachwuchs bei den Wölfen: In Bern und Freiburg könnte es schon bald Junge geben.

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Nach mehreren Angriffen auf Schafherden im vergangenen Sommer war klar, dass eine Wölfin in der Region Gantrisch und in der nahegelegenen Region Kaiseregg lebt. Beide Gebiete grenzen ans Berner Oberland an. Insgesammt riss die Wölfin 34 Schafe, wie die Freiburger Staatskanzlei am Montag mitteilte.

Zur gleichen Zeit wurde im selben Grossraum auf Berner Seite ein männlicher Wolf nachgewiesen. Die räumliche Distanz kann ein Wolf problemlos überwinden.

Möglich also, dass die beiden aufeinandertreffen und in der Grenzregion zwischen dem Kanton Freiburg und dem Kanton Bern bald eine Wolfsfamilie lebt.

Aus Erfahrungen anderer Länder wisse man, das sich Wolfsfamilien beim Jagen auf grössere Wildarten wie Hirsche konzentrierten. Die Übergriffe auf Schafherden würden dann eher abnehmen, heisst es in der Mitteilung der Freiburger Staatskanzlei weiter.

Unabhängig davon müssen sich die Alpbesitzer und Hirten dennoch schon im kommenden Winter über mögliche Herdenschutzmassnahmen absprechen, so etwa über eine dauernde Behirtung oder den Einsatz von Herdenschutzhunden.

Walliser Wolf in Sicherheit

Der zum Abschuss freigegebene Wolf im Wallis kommt voraussichtlich noch mal mit dem Leben davon. Das Tier, nach neusten Erkenntnissen ein Weibchen, hat das Val des Dix verlassen und wird bis zum Ablauf der Abschussbewilligung am Dienstag 6. Oktober nicht mehr erlegt werden.

Der Kanton Wallis will auch kein Gesuch um Fristverlängerung stellen, wie Staatsrat Jacques Melly am Montag der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die meisten Schafherden seien wieder im Tal.

Nach mehreren Wolfsattacken auf Nutztiere hatte der Kanton Wallis die Erlaubnis erhalten, zwei Wölfe abzuschiessen. Eines der Tiere wurde am 20. August unter Protest der Naturschutzverbände WWF und Pro Natura erlegt. (rue/rue)

Erstellt: 06.10.2009, 07:58 Uhr

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