BLS mit mehr Fahrgästen und weniger Gewinn
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Gründung der BLS Netz AG
Verwaltungsratspräsident Hans Lauri vermeldete noch einmal die Auslagerung der Infrastruktur der BLS an eine vom Bund beherrschte Gesellschaft. Dieser Entschluss steht im Zusammenhang mit dem Betrieb der Lötschbergachse, die von der BLS bis 2020 im Auftrag des Bundes betrieben wird. Beteiligt an der Gesellschaft sind der Bund (50,1 %), der Kanton Bern (16,5%) und die BLS AG (33,4 %).
Die Geschäft der BLS Netz AG werden vollumfänglich von der BLS AG ausgeführt, wie Verwaltungsratspräsident Hans Lauri ausführte.
Die BLS steigerte die Einnahmen von 770,8 auf 797,1 Millionen Franken. Während beim Personenverkehr eine Erhöhung um 5,5 Prozent möglich war, stieg der Ertrag beim Güterverkehr um 4,6 Prozent.
Die BLS beförderte 2008 10 Prozent mehr Fahrgäste als 2007. Weil viele Passagiere mit vergünstigten Abonnementen fuhren, wirkte sich diese Steigerung nicht 1:1 auf die Einnahmen aus, wie CEO Bernard Guillelmon vor den Medien ausführte.
Finanziell sieht es weniger rosig aus: Während der Gewinn beim regionalen Personenverkehr um mehr als zwei Drittel auf 3'012'000 Franken abnahm, sind sowohl Autoverlad (- 1'689'000 Franken) wie auch Schifffahrt (-2'053'000 Franken) deutlich defizitär.
Schifffahrt negativ
Im Bereich Schifffahrt setzt die BLS auf «innovative Produkte» im Event-Bereich. Trotz Rekordumsatz von 11,6 Millionen erzielte aber dieser Bereich einen Verlust von 2 Millionen. Jetzt sucht die BLS Partnerschaften mit den Tourismus-Regionen.
Lötschbergstrecke zu 77 Prozent ausgelastet
Die neue Lötschberg Basisstrecke war 2008 zu 77 Prozent ausgelastet. An Spitzentagen erreichte die Auslastung sogar 99 Prozent. Die Züge konnten zu 98,54 Prozent fahrplanmässig verkehren. Die Strecke war nur sechs Mal unterbrochen.
73 Prozent macht der Güterverkehr aus, 27 Prozent der Personenverkehr.
Gebeutelte Pensionskasse
Sorge bereitet der BLS das Vorsorgewerk Acoop, das Ende 2008 nur 77 Prozent Deckung aufwies. Das Unternehmen hat bereits 100 Millionen an die Sanierung bezahlt. Jetzt fordert es gleich lange Spiesse wie andere Verkehrsunternehmen. Bei der SBB hat der Bundesrat eine Botschaft zur Sanierung in Aussicht gestellt. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.05.2009, 13:25 Uhr
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