Aula der Uni Bern besetzt
Von Tanja Kammermann. Aktualisiert am 18.11.2009 43 Kommentare
Artikel zum Thema
Stichworte
Grünliberale gegen Aulabesetzung
Die Grünliberalen der Uni Bern haben in einer Pressemitteilung das Vorgehen der Besetzer der Aula verurteilt. Zwar teilen sie die Meinung der Besetzer in einigen Punkten wie etwa die Kritik gegenüber dem Bologna-Prozess, die ganze Protestaktion sei aber «übertrieben und kontraproduktiv». Die Protestierenden würden nur eine kleine Teil aller Studierenden ausmachen: die Meisten seien mit der Uni im allgemeinen zufrieden und würden auch weiter die Vorlesungen besuchen, sofern das wegen der Proteste überhaupt noch möglich sei.
«Ja, die Studierenden haben aktuell die Aula des Hauptgebäudes besetzt», sagte Markus Moser, Mediensprecher der Universität Bern auf Anfrage von DerBund.ch/Newsnet. «Die Besetzer haben eine alternative Flagge vor dem Hauptgebäude aufgestellt und Transparente aufgehängt.»
Etwa 200 Studierende haben sich in der Aula eingerichtet und unter anderem eine Hängematte aufgehängt. Sie diskutieren das weitere Vorgehen und wollen um 10 Uhr eine Versammlung durchführen. Anschliessend sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die konkrete Forderungen formulieren, wie ein DerBund.ch/Newsnet-Reporter berichtet.
Keine Sachbeschädigungen
Bisher sei die Besetzung friedlich verlaufen, Markus Moser von der Leitung der Universität Bern weiss von keinen grösseren Sachbeschädigungen. Auch sei die Leitung der Universität mit den Studierenden im Gespräch. Wie die Universität gegen die Besetzer vorgehen wird, wollte Markus Moser nicht sagen: «Wir haben ein Programm zum Ablauf der Besetzung erhalten und mehr kann ich zurzeit nicht sagen.»
Bereits gestern Dienstag haben um die 300 Studierende mit einem Protestmarsch gegen die Ökonomisierung der Universität Bern demonstriert. Die Proteste richteten sich beispielsweise gegen die Studien- und Prüfungsgebühren, die Verschulung des Studiums, die Präsenzpflicht und die Umsetzung der Bologna-Reform. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.11.2009, 12:02 Uhr
Kommentar schreiben
43 Kommentare
Ich glaube nicht, dass es hier um eine inhaltliche Uni-Kritik geht. Es ist vielmehr ein Happening. Es läuft entlich was. Toll, eine Bewegung. Wir machen es wie in Österreich. Demo der Demo willen. Dass Forderungen "erst noch erarbeitet werden müssen" sagt alles. Unigebühren von ca. 100Fr. pro Monat sind tragbar - da reicht 1h Arbeit pro Woche! Dafür braucht man keine "reichen Eltern"! Antworten



































