Bern

20 Jahre Gegenwart

Von . Aktualisiert am 22.06.2010

Viele Projekte und Pläne existierten für die Gegenwartskunst in Bern. Eine Chronik.

Stichworte

1987: Gründung der Stiftung Kunsthalle. Aufbau einer Sammlung, die dereinst einem Museum für Gegenwartskunst zur Verfügung gestellt werden soll.

1990er-Jahre: Als mögliche Standorte sind das Gaswerkareal, der Brückenkopf bei der Lorrainebrücke und das alte Progymnasium am Waisenhausplatz (heute Progr) im Gespräch. Ursprüngliche Idee: Die Gegenwartskunst soll mit einem Klee-Museum unter einem Dach vereint werden.

Sommer 1998: Maurice E. Müller lanciert die Idee für das Zentrum Paul Klee (ZPK) im Schöngrün.

März 2000: Pläne für ein Museum für Kunst der Gegenwart (MKG) im alten Progymnasium. Die Stiftung Kunsthalle verpflichtet sich, private Gelder in Höhe von 10 Millionen Franken zur Verfügung zu stellen.

1. November 2002: Das Kunstmuseum Bern (KMB) unter Direktor Matthias Frehner übernimmt die Projektleitung.

Januar 2004: Der Mäzen Hansjörg Wyss bietet der Stadt Bern 17 Millionen für die Umnutzung des Progr. Die Stiftung Kunsthalle will ihrerseits 4 Millionen beitragen.

August 2004: Eine Machbarkeitsstudie für den Umbau des Progr rechnet mit Kosten von 21 Millionen Franken. Mäzen Hansjörg Wyss stellt 18 Millionen zur Verfügung.

9. Dezember 2004: Das Progr-Projekt wird aufgegeben, Wyss erachtet die Finanzierung als zu problematisch. Er favorisiert einen Anbau beim KMB.
April 2005: Machbarkeitsstudie für die aareseitige Erweiterung des KMB.

Juni 2005: Wyss unterzeichnet eine Leistungsvereinbarung. Die Stiftung Gegenwart erhält 20 Millionen Franken – 10 Millionen für den Bau, 10 Millionen für Ausstellungen.

Dezember 2006: Juryentscheid für das Projekt an_gebaut. Die Denkmalpflege legt ihr Veto ein.

April 2007: Der Stiftungsrat KMB entscheidet sich für das zweitplatzierte Projekt Scala. Wyss droht das Geld zurückzuziehen.

Mai 2007: Wyss und das KMB einigen sich. Wyss will neu 12 statt 10 Millionen für den Anbau zur Verfügung stellen.

Juni 2008: Der Stiftungsrat des KMB gibt grünes Licht für das Projekt. Geschätzte Kosten: 16 bis 17,5 Millionen.

August 2009: Das Projekt wird aus Kostengründen gestoppt.


2009/10: Der Stiftungsrat des KMB evaluiert drei Projekte: Erweiterung im KMB, Auslagerung in den Progr oder ins ZPK.

Juni 2010: Der Stiftungsrat KMB entscheidet sich für die Inhouse-Lösung. (all) (Der Bund)

Erstellt: 22.06.2010, 07:43 Uhr

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