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Ducati-Legenden unter dem Hammer

Von Peter Ruch (Radical-Mag). Aktualisiert am 27.04.2012 3 Kommentare

Erst kürzlich wurde der legendäre italienische Motorrad-Hersteller Ducati von Audi übernommen. Mitte Mai kommen in Monte Carlo rund 100 Ducati aus der Vor-Audi-Zeit unter den Hammer.

1/17 Ducati Desmosedici GP11 VR2 von 2011, das Renngerät von Valentino Rossi in der Saison 2011. Auch hier sind mindestens 300'000 Euro fällig.
Bild: Courtesy of RM Auctions

   

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Gegründet worden war Ducati 1926 von den Brüdern Adriano und Marcello Ducati in Bologna. Doch das Unternehmen begann nicht etwa gleich mit der Produktion von Motorrädern, sondern stellte zuerst - erfolgreich - Bauteil für Radios her. Erst ab 1946 begann der langsame Aufstieg zum Motorrad-Produzenten, mit dem Cucciolo (italienisch für: Hundewelpe), der eigentlich ein Fahrrad war, dem ein Einzylinder-Hilfsmotor mit 48 Kubik eingebaut wurde. Im ersten Jahr wurden gerade ein 15 Stück gebaut, doch schon 1947 konnten 25'000 Exemplare des Cucciolo abgesetzt werden.

Immer knapp am Konkurs vorbeigeschrammt

Ducati hat über die Jahrzehnte eine sehr wechselvolle Geschichte erlebt. Immer wieder schrammte das Unternehmen am Konkurs vorbei, erlebte häufige Wechsel in den Besitzverhältnissen. Ab 1985 gehörte das italienische Traditionsunternehmen zu Cagiva, 1998 wurde es von der amerikanischen Texas Pacific Gruppe übernommen, ab 2005 war die italienische Investindustrial Hauptaktionär. Vergangene Woche nun übernahm die VW-Tochter Audi Ducati zu einem nicht genannten Preis, aber es dürfte sich um etwa 1 Milliarde Franken handeln.

Am 11./12. Mai wird in Monaco von RM Auctions nun die grossartigste Ducati-Sammlung der Welt versteigert. Carlo Saltarelli, ein ehemaliger Werks-Rennfahrer und Ducati-Händler, hat in den vergangenen 30 Jahren so ziemlich alles zusammengetragen, was Ducati über die Jahre berühmt machte, von einem frühen Cucciolo (für etwa 3000 Euro zu haben) über so berühmte Maschinen wie die 450 Desmo, eine Werks-Rennmaschine von 1970 (auf mindestens 30'000 Euro geschätzt), die 750 SS von 1973, die einst Franco Uncini fuhr (auf mindestens 40'000 Euro geschätzt), die 750 SS Corsa, mit der Saltarelli 1975 selber fuhr (auch mindestens 40'000 Euro teuer).

Auch für weniger Geld zu haben

Doch es gibt unter den beinahe 100 Lots auch das eine oder andere Stück, das auch für viel weniger Geld zu haben ist, aber trotzdem viel Geschichte ausstrahlt. Eine Art Roller, die Ducati 98 von 1954, ist für ein paar wenige Tausender zu haben, genau wie etwa die 48SL Cacciatore von 1962, ein kleines «Jagd»-Gerät. Sehr hübsch auch der Brio von 1965, der als Konkurrenz zur Vespa gedacht war, aber keinerlei Erfolg hatte. Und wer kennt nicht die Condor 350 des Schweizer Militärs, ursprünglich eine Ducati-Konstruktion mit Königswellen-Motor.

Dazu kommen noch zwei moderne Renn-Geräte, welche Ducati Corse, die Rennabteilung von Ducati, beisteuert, unter den Hammer. Da ist einerseits die Ducati Desmosedici GP10 CS1, mit der Casey Stoner die Saison 2010 bestritt und im Oktober den Grand Prix von Australien gewann. Andererseits ist es die Desmosedici GP11 VR2, mit der Valentino Rossi 2011 erstmals für Ducati antrat und mit der er in Le Mans den 3. Rang erreichte. Für beide Maschinen werden mindestens 300'000 Euro erwartet.

Weitere Berichte und Bilder zu Klassikern auf Radical-Classics.com. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.04.2012, 13:02 Uhr

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3 Kommentare

thomas meier

28.04.2012, 19:03 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Einfach cool, das ist noch eine Marke mit Kultur, nicht so wie diese Reiskocher aus Fernost. Antworten


Ueli Hofer

30.04.2012, 11:15 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Wenn die jetzt der zu VW gehören, werde ich sicher nie mehr eine Ducati kaufen! Antworten



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