Was tun, wenn das Auto durchbrennt?
Von Walter Jäggi. Aktualisiert am 17.02.2010 1 Kommentar
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Wenn die Bremsen den Geist aufgeben
Wenn das Auto auf das Loslassen des Gaspedals nicht reagiert, muss die Verbindung zwischen dem Motor und den Antriebsrädern unterbrochen werden. Bei einem Auto mit Handschaltung drückt man die Kupplung und stellt den Gangschalthebel in die Neutralstellung, bei einem Auto mit automatischem Getriebe gibt es kein Kupplungspedal, aber der Wählhebel kann ebenfalls in die neutrale Position gestellt werden. Vom nun aufheulenden Motor sollte man sich nicht irritieren lassen. Mit einem normalen Bremsmanöver kann das Auto nun an einem sicheren Platz angehalten werden. Erst nach dem Stillstand darf der Motor abgestellt werden, sonst verliert man die Servounterstützung der Lenkung oder blockiert diese sogar.
Ein Versagen der Bremsen ist ein ganz anderer Fall. Wirkt der Druck aufs Bremspedal nicht, kann durch Herunterschalten des Motors und Wegnehmen des Gases die Fahrt verlangsamt werden, was zwar die Mechanik stressen wird, aber einen Unfall verhindern kann. Bremsen mit der Handbremse ist möglich, die Wirkung ist aber wesentlich geringer als mit der Fussbremse.
Es ist der Albtraum jedes Automobilisten: Das Auto fährt und lässt sich nicht mehr anhalten. Der Autohersteller Toyota ( 76.8 -0.52%) muss wegen Problemen an den Gaspedalen, die unter Umständen genau diesen Effekt haben, ab dem 24. Februar vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses der USA antraben.
Die Politiker verlangen Auskunft darüber, warum das Unternehmen nicht früher die möglicherweise mit einer Fehlkonstruktion ausgerüsteten Fahrzeuge zur Nachbesserung zurückgerufen hat.
Das Verkehrsministerium zeigte sich schockiert darüber, dass bei Unfällen wegen blockierter Gaspedale seit 2005 möglicherweise 34 Menschen in den USA ums Leben gekommen sind.
Kein nationaler Notstand
Bei aller Tragik dieser Fälle muss allerdings auch berücksichtigt werden, dass in den USA Jahr für Jahr mehr als 40'000 Menschen im Strassenverkehr ums Leben kommen. Von einem eigentlichen nationalen Notstand wegen der klemmenden Gaspedale kann also nicht die Rede sein.
Technische Mängel am Fahrzeug spielen in den Unfallstatistiken überhaupt so gut wie keine Rolle. Die Kantonspolizei Zürich beispielsweise registrierte im Jahr 2008 insgesamt 8202 Verkehrsunfälle (ausserhalb der Städte Zürich und Winterthur), davon 1614 mit Verletzten oder Toten.
Unaufmerksamkeit als Hauptursache
Insgesamt spielten bei den Ursachen in 31 Fällen technische Defekte eine Rolle, wobei es immer bei Sachschaden blieb. In 49 Fällen war allerdings mangelhafter Unterhalt des Fahrzeugs eine der Unfallursachen.
Zum Vergleich: Hauptursache aller Verkehrsunfälle in der Schweiz war laut Statistik 2007 mit Abstand der Sachverhalt Unaufmerksamkeit und Ablenkung (21 Prozent der Unfälle), gefolgt vom Missachten der Vortrittsrechte (18 Prozent) und der unangepassten Geschwindigkeit (14 Prozent), an vierter Stelle dann bereits der «Zustand der Person (Alkohol, Medikamente, Drogen usw.)», der bei jedem zehnten Unfall mitspielte. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 17.02.2010, 20:46 Uhr
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1 Kommentar
Genau, es ist die Ablenkung, da noch am Navi drehen, dort noch mit dem Handy herumfuchteln und wenn es dann einen Unfall gibt, so ist die Fussmatte schuld! Man stehe einmal für ein paar Minuten an eine belebte Kreuzung und beobachte die Autofahrer! Es ist haarsträubend, Handy am Ohr, Zigarette in der anderen Hand, man fragt sich machmal; wer fährt eigentlich das Auto?? Hauptsache cool.... Antworten
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