Porsche bringt den Hybrid-Sportler
918 Spyder in Serie
Diese Nachricht wird die Sportwagenwelt im wahrsten Sinne des Wortes elektrisieren: Nachdem Audi den batteriebetriebenen E-Tron versprochen hat und die potente Mercedes-Tochter AMG umweltbewusste Schnellfahrer mit der Aussicht auf den SLS E-Cell lockt, hat jetzt auch Porsche
(
47.79
1.39%)
einen Supersportler mit Strom im Tank angekündigt: «Der Aufsichtsrat gibt grünes Licht für eine Serienentwicklung auf Basis der Studie 918 Spyder», meldete das Unternehmen kurz vor der Sommerpause.
Sauberer als ein Smart
Zwar ist der teilelektrische Betrieb eines Autos spätestens seit dem Cayenne Hybrid für die Schwaben nichts wirklich Neues mehr. Zudem waren sie beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit einem Hybrid-Elfer mit Schwungmassenspeicher 23 Stunden lang ausgesprochen erfolgreich unterwegs. Und für einen Flottenversuch in Baden-Württemberg haben sie gerade drei elektrische Boxster versprochen. Doch mit dem 918 Spyder fährt Porsche in eine völlig neue Dimension: Ein CO2 von nur 70 Gramm pro Kilometer wäre weniger als bei einem Smart Diesel, und mit einer Rundenzeit unter 7 Minuten und 30 Sekunden wäre der Spyder mindestens so schnell wie der Carrera GT, der letzte Supersportwagen von Porsche. So wird der offene Zweisitzer zum lustvollen Beweis dafür, dass Sportwagenfans auch in einer saubereren Zukunft keineswegs auf die Freude am Fahren verzichten müssen.
Dafür sorgt primär der vielleicht leistungsstärkste Plug-in-Hybrid aller Zeiten. Denn zum 3,4 Liter grossen und mindestens 500 PS starken V8 aus dem Le-Mans-Rennwagen RS Spyder, der direkt hinter den Sitzen montiert ist, gibt es vorn und hinten Elektromotoren mit 218 zusätzlichen PS. So kommt der Porsche auf über 700 PS, die nur wenig Last zu schleppen haben. Denn während der Cayenne Hybrid auf über zwei Tonnen kommt, wiegt der 918 Spyder trotz der grösseren Batterie nur 1,5 Tonnen — der Kohlefaserstruktur und dem grosszügigen Einsatz von Aluminium und Magnesium sei Dank.
In 3,2 Sekunden auf Tempo 100
Das Zusammenspiel von Gegenwart und Zukunft regelt der Fahrer mit einem kleinen Schalter am Lenkrad: Im «E-Drive»-Modus fährt der Sportler bis zu 25 Kilometer nur mit dem Strom aus der Lithium-Ionen-Batterie, die wahlweise beim Bremsen oder beim Parken an der Steckdose geladen werden kann. Im «Hybrid-Modus» kombiniert er beide Antriebsarten für einen minimalen Verbrauch, im «Sport-Hybrid-Modus» werden Leistungsfähigkeit und Spurtvermögen optimiert, und im «Race-Hybrid» geht es allein um die schnellsten Rundenzeiten. Und die können sich sehen lassen. Schliesslich jagt der Spyder in 3,2 Sekunden auf Tempo 100 und schafft 325 km/h Spitze.
Ähnlich wie Audi und Mercedes will auch Porsche den 918 Spyder nur in einer Kleinserie bauen. Und ähnlich wie bei der Konkurrenz sind die Angaben zu den Stückzahlen dürftig. Immerhin verrät Porsche, dass sie auf den Messen in Genf und Peking auf die Frage nach der konkreten Kaufabsicht «eine vierstellige Zahl» von Ja-Sagern registrieren konnten. (tg) (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.08.2010, 08:20 Uhr
Auto
- 06:00Elfer der Emotionen
- 11.02.2012Aston Martin Zagato – der Renner rollt auf den Boulevard
- 11.02.2012Gedränge im Gelände
- 09.02.2012Ewiges Vorbild
- 08.02.2012Klassik trifft Moderne – 59er Corvette von Pogea Racing
- 07.02.2012Formel vier
Emil Frey AG Autocenter Bern
Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.




