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Der Schöpfer des Porsche 911 ist tot

Aktualisiert am 06.04.2012

Ferdinand Alexander Porsche drückte der Automarke mit seinem Design einen Stempel auf: Noch heute lehnen sich alle Porsche-Modelle an seinen legendären «Elfer» an.

Begründer einer neuen Designkultur: Ferdinand Alexander Porsche mit einem 911 Carrera Coupé aus dem Jahr 1992. (Archivbild)

Begründer einer neuen Designkultur: Ferdinand Alexander Porsche mit einem 911 Carrera Coupé aus dem Jahr 1992. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Der Vater des legendären Sportwagens Porsche (PAH3 62.81 0.29%) 911 ist tot: Der Autodesigner Ferdinand Alexander Porsche verstarb am Donnerstag im Alter von 76 Jahren in Salzburg, wie der Autohersteller mitteilte.

Der Enkel von Firmengründer Ferdinand Porsche entwarf Anfang der 60er-Jahre das Modell 911, das zu einem der erfolgreichsten Sportwagen der Automobilgeschichte wurde. «Als Schöpfer des Porsche 911 hat er in unserem Unternehmen eine Designkultur begründet, die unsere Sportwagen bis heute prägt», sagte Porsche-Konzernchef Matthias Müller.

Das legendärste Porsche-Modell

F.A. Porsche, wie er genannt wurde, verbrachte schon als Kind viel Zeit in den Konstruktionsräumen und Entwicklungswerkstätten des Grossvaters Ferdinand Porsche, wie es in einer Pressemitteilung hiess. Nach dem Studium an der Hochschule für Gestaltung in Ulm begann er 1958 im Porsche-Konstruktionsbüro.

1962 übernahm er die Leitung des Porsche-Designstudios und lieferte ein Jahr später den 911 ab. Der «Elfer», wie Porsche-Mitarbeiter das Auto nennen, wird in der Grundform - Heckmotor, langer Vorderwagen, gewölbte Kotflügel - bis heute in der siebten Generation so gebaut, wie F.A. Porsche ihn gezeichnet hat.

Alle Porsche-Modelle bis hin zum Geländewagen Cayenne lehnen sich inzwischen an dieses legendäre Design an. Neben dem Personenwagen schuf F.A. Porsche auch Rennwagen der 1960er Jahre, etwa den der Formel 1-Renner vom Typ 804 oder den Porsche 904 Carrera GTS.

Eigene Design-Firma gegründet

Im Zuge der Umwandlung von Porsche schied Ferdinand Alexander Porsche 1971/72 mit allen anderen anderen Familienmitgliedern aus dem operativen Geschäft aus und gründete das Porsche Design Studio.

In den folgenden Jahrzehnten entwarf er Uhren, Brillen und Schreibgeräte, die unter der Marke Porsche Design bekannt wurden. Parallel dazu gestaltete er mit seinem Team unter der Marke «Design by F. A. Porsche» eine Vielzahl an Industrieprodukten, Haushaltsgeräten und Gebrauchsgütern für internationale Auftraggeber. Sein Name steht für klare Produktgestaltung ohne Schnörkel.

F.A. Porsche blieb auch nach der beruflichen Trennung Mitbesitzer des Sportwagenbauers. Von 1990 bis 1993 war er Verwaltungsratspräsident des Unternehmens, danach bis 2005 weiter Mitglied des Gremiums. (fko/sda)

Erstellt: 06.04.2012, 10:40 Uhr

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