Tuning – hart am Limit

Von Dieter Liechti. Aktualisiert am 08.06.2010

Die Schweizer Filiale des deutschen Tuners Mansory reizt beim Porsche Panamera die geschmacklichen Grenzen aus. Mindestens.

1/4 Das neuste Werk, ein Porsche Panamera Turbo mit «Mansory Power Packet» wurde eben fertiggestellt. «Stilvoll aufeinander abgestimmte Komponenten machen den Mansory-Umbau zum dynamischen Blickfang», verspricht der Pressetext.
Bild: Mansory

Tuning – hart am Limit

   

Seit Jahren sorgen die schrägen Werke des deutschen Tuners Kourosh Mansory an den Automessen dieser Welt für Aufsehen. Für die einen ist Mansory «ein Spinner», für die andern «ein Künstler». Für die einen sind seine Autos «ein Graus», für die anderen «ein Traum». Unabhängig davon ist der gebürtige Iraner aber vor allem eines: ein erfolgreicher Geschäftsmann.

Dank – oder trotz – den teils skurrilen Fahrzeugen, die die Mansory-Crew auf die immer riesigen Räder stellt, sind die Auftragsbücher bei dem Edeltuner voll: Wer einen «Mansory» pilotieren will, der braucht nicht nur viel Geld, sondern auch viel Geduld. «Die Wirtschaftskrise haben wir nicht gespürt», bestätigte Kourosh Mansory vor einem Jahr gegenüber dem «Tages-Anzeiger». «Auf den Kontoauszügen mögen zwar die Namen gewechselt haben, aber das Geld ist ja nicht weg.»

Schrille Optik

Kein Wunder, denn der Grossteil der Kunden kommt aus dem Mittleren Osten. Und diese Klientel ist immer noch gewillt und in der Lage, für einen neuen Mansory 300'000 bis 500'000 Euro zu bezahlen. «Natürlich ohne Basisfahrzeug», wie der Iraner berichtigt.

Doch während bei Mansory bis vor ein paar Monaten nur Aston Martin, Bentley, Bugatti, Ferrari, Rolls-Royce oder der Mercedes SLR bearbeitet wurden, hat sich die Mansory-Crew in Zumikon – vormals die Porsche-Tuningabteilung von Rinspeed – auf die Sportwagen aus Zuffenhausen spezialisiert. Das neuste Werk, ein Porsche Panamera Turbo mit «Mansory Power Packet» wurde eben fertiggestellt. «Stilvoll aufeinander abgestimmte Komponenten machen den Mansory-Umbau zum dynamischen Blickfang», verspricht der Pressetext. Das ist, vor allem in Bezug auf die Farbgebung des Gran Turismo, im allerbesten Fall Geschmackssache. Denn auch das Interieur verlangt nach Nehmerqualitäten: Wo der Pressetext vom «Verfeinern» spricht, schockt der Mansory-Panamera mit einem Interieur in Blau und Gelb. Damit lösen die Zumiker ein Versprechen locker ein: «Mansory verhilft dem Panamera zu einem eigenständigen Auftritt.»

328 Stundenkilometer

Wer ein so auffälliges Auto fährt, der will wohl auch nicht von einem normalen Porsche Panamera überholt werden. Darum haben die Techniker das 4,8-Liter-V8-Turbotriebwerk ebenfalls sehr gründlich überarbeitet: Statt mit 500 steht der getunte Panamera so mit 690 PS am Start, und das maximale Drehmoment klettert auf 800 Newtonmeter. So rennt der blau-gelbe Porsche laut Mansory in 4 Sekunden auf Tempo 100 und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 328 km/h – 25 Stundenkilometer mehr, als die Version ab Stange. Das mag zwar nur ein theoretischer Wert sein, doch wer sich mit diesem Showcar befasst, der will ganz bestimmt auch beim Auto-Quartett punkten und siegen. Und zumindest bei den Leistungsdaten ist der Mansory ein Trumpf. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.06.2010, 15:47 Uhr

[Alt-Text]
Aktuelle Autos auf car4you

Auto

Populär auf Facebook Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Auto

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

Gratis ePaper für «Bund»-Abonnenten

Telefonbuch

Marktplatz