Auto
Saab startet die «grösste Produktoffensive
Von Dieter Liechti. Aktualisiert am 27.01.2011
«Die Vorstellung des seit langem mit Spannung erwarteten Saab (SAAB B 16.328 -1.08%) 9-5 SportCombi auf dem Genfer Automobilsalon ist ein weiterer Schritt im Rahmen der grössten Neuproduktoffensive in der Geschichte von Saab Automobile», freut man sich bei der Pressestelle von Saab Schweiz. Mit gutem Grund: Saab hat nicht nur in der Schweiz dringend ein Erfolgserlebnis nötig. Denn auch unter den neuen Besitzern von Spyker Cars dümpelt die einstige Avantgarde-Marke vor sich hin. 2010 wurden in der Schweiz gerade Male 628 Saab verkauft – das entspricht einem Minus von 12 Prozent, während der Gesamtmarkt bei uns um 10,6 Prozent zugelegt hat.
Scharfes Design, weniger Platz
Diesen stetigen Abwärtstrend soll nun der 9-5 SportCombi beenden. Dafür setzen die Schweden auf eine ungewöhnlich schräg stehende B-Säule, ein leicht abfallendes Dach und vor allem auf eine weit um die Seiten greifende Heckscheibe, die an das Visier eines Pilotenhelms erinnert und die Karosseriesäulen elegant kaschiert. Allerdings fordert der sportliche Schnitt seinen Tribut an der Laderampe: Mit 527 Litern bei aufrechter und bis zu 1600 Litern bei umgelegter Rückbank ist der unter dem Blech eng mit dem Opel Insignia verwandte 9-5 deutlich knapper geschnitten als die deutsche Konkurrenz von Audi, BMW und Mercedes.
Dafür will Saab mit ein paar cleveren Details punkten: Eine elektrische Heckklappe haben in dieser Klasse zwar alle. Aber ein wasserdichtes Staufach, einen zum Raumteiler umfunktionierbaren Ladeboden und ein variables Befestigungssystem muss man bei der Konkurrenz zumindest extra bezahlen. Im neuen Saab 9-5 dagegen sieht es so aus, als wäre das alles serienmässig an Bord.
Zwei weitere Neuheiten am Start
Während das Design des Kombis durchaus von einem gewissen Eigensinn zeugt, sucht Saab bei der Technik die Nähe zur Limousine. Deshalb gibt es auch den SportCombi auf Wunsch mit Allradantrieb und adaptivem Fahrwerk. Auf der Optionsliste findet man Extras wie die aktiven Xenon-Scheinwerfer oder das Head-up-Display. Und natürlich ist auch das Motorenprogramm identisch. Es umfasst drei Benziner, einen Vierzylinder für Bioethanol sowie zwei Diesel und deckt eine Leistungsspanne von 160 bis 300 PS ab.
Damit ist in diesem Jahr noch nicht genug: Im Sommer kommt der vom Cadillac SRX abstammende 9-4X und im Herbst steht der Nachfolger des 9-3 – dann mit sparsamen Motoren von BMW. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 27.01.2011, 08:07 Uhr
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