Auto

Neuer Schwung mit Eco-Boost

Bevor der neue VW Sharan in Genf seine Weltpremiere feiert, hat Ford
den S-Max und den Galaxy von A bis Z aufgefrischt.

1/9 Die Kölner frischen ihre Vans auf: Mit überarbeitetem Design, LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten, neuen Extras und vor allem mit sparsameren Motoren gehen die beiden im Frühjahr in die zweite Halbzeit.
Bild: Ford

   

Die Grossraumlimousinen zählen zu den grossen Verlieren am Automarkt. Waren Raumkreuzer wie Chrysler Voyager, Peugeot 807 oder VW Sharan lange Zeit der Traum der Schweizer Familienväter, haben sie in den vergangenen Jahren einen Absturz erlebt, weil die Kunden zu kleineren Vans oder Geländewagen abgewandert sind.

Nur Renault mit dem Espace und Ford mit seinem ungleichen Zwillingen S-Max und Galaxy haben sich mit Erfolg gegen den Trend gestemmt. Bevor nun auch die Konkurrenz wieder aufwacht und Neuheiten wie der Mazda?5 oder der nächste VW Sharan an den Start gehen, frischen die Kölner ihre Vans auf: Mit überarbeitetem Design, LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten, neuen Extras und vor allem mit sparsameren Motoren gehen die beiden im Frühjahr in die zweite Halbzeit. Wie so oft, steigen auch die Preise und beginnen künftig bei 41?500 Franken für den S-Max und 44?500 Franken für den Galaxy.

Mehr Kraft, weniger Durst

Am meisten profitieren von der Modellpflege die Benziner. Neben dem bekannten 2-Liter mit 145 PS hält unter der Haube erstmals in Europa ein Motor der neuen Eco-Boost-Familie Einzug. Mit Direkteinspritzung und Turbolader auf zwei Liter Hubraum geschrumpft, folgt der 4-Zylinder dem Trend zum Downsizing und bietet mehr Leistung bei spürbar weniger Verbrauch.

In Zahlen: Im Vergleich zum bisherigen 2,3-Liter macht der Eco-Boost-Motor einen Leistungssprung von 25 Prozent und kommt auf 203 PS und maximal 300 Nm Drehmoment. Kombiniert mit dem Doppelkupplungsgetriebe «Ford Powershift» mit sechs Stufen spurtet der sportliche S-Max in 8,5 Sekunden auf Tempo 100. Trotzdem lastet der Genuss nicht auf dem Gewissen, denn der Verbrauch geht gleichzeitig um 20 Prozent zurück. So braucht der S-Max nur noch 8,1 Liter und kommt auf einen CO2 von 189 g/km.

Aber Ford hat nicht nur die Benziner optimiert. Auch der 2-Liter-Diesel verbrennt sparsamer und sauberer. Auf EU5-Norm umgestellt und mit einer 6-Gang-Schaltung oder dem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert, gibt es ihn nun in drei Leistungsstufen mit 115, 140 und erstmals auch mit 163 PS. Der Verbrauch liegt im besten Fall bei 5,7 Litern und der CO2 bei 152 g/km. Mit dem Doppelkupplungsgetriebe verbrennt er 7,4 Liter und stösst 159 g CO2/km aus. Weil der Motor zudem besser gedämmt ist und Ford dickere Scheiben montiert hat, geht es an Bord jetzt deutlich leiser zu. Selbst wer mit dem 163-PS-Diesel mit Doppelkupplung Vollgas gibt und im S-Max in 10,2 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt, kann sich deshalb gepflegt unterhalten oder den feinen Klang des neuen Soundsystems geniessen.

Viel neue Elektronik

Neben dem motorischen Feinschliff aktualisieren die Kölner vor allem die Komfort- und Sicherheitselektronik an Bord der beiden Vans. Ganz neu ist das «Blind Spot Information System», das beim Überholen den toten Winkel überwacht. Auf dem Navigationsmonitor läuft jetzt auch das Bild einer Rückfahrkamera, und wer sich vor Bussen schützen will, kann nun manuell sein Tempo limitieren. Ausserdem gibt es den bewährten Fehlbetankungsschutz Ford Easy-Fuel – bekannt aus Fiesta, Focus, Mondeo und Kuga – sowie ein schlüsselloses Zugangssystem.

Auch wenn S-Max und Galaxy nicht zuletzt wegen der schwächelnden Konkurrenz auf Erfolg abonniert sind, wollen sich die Kölner nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. Sondern im Windschatten der beiden Raumkreuzer laufen sich bereits die nächsten Vans warm. Schon nach den Sommerferien kommt der neue C-Max und bekommt analog zum S-Max nun auch einen grossen Bruder namens Grand C-Max mit einer dritten Sitzbank.

Erstellt: 23.02.2010, 09:00 Uhr

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