Auto

Mit Chic gegen Mini und Cinquecento

Citroën ist in der Offensive: Mit dem DS3, dem noblen Abkömmling des neuen C3, wollen auch die Franzosen das Automobil zum modischen Lifestyle-Accessoire machen.

1/4 Französischer Chic: Citroën will mit dem DS3 bei den Kunden von Mini und Fiat Cinquecento wildern.
Bild: Citroën

   

Erstaunlich gut ist Citroën bisher durch die Krise gefahren. Auf den beiden wichtigsten Märkten, Frankreich und China, konnten 2009 neue Rekordabsätze vermeldet werden, auch in der Schweiz legten die Franzosen entgegen dem allgemeinen Trend 15,9 Prozent zu. Und das, obwohl das wichtigste Modell, der C3, erst in diesem Jahr rundum erneuert auf den Markt kommt. Ab März hat die Marke zudem einen weiteren Pfeil im Köcher, der das Image der Marke nachhaltig verbessern soll: den DS3.

Der DS3 ist das erste Modell einer komplett neuen Linie, die vorerst drei Fahrzeuge umfassen wird ? neben dem Dreier ab Herbst auch noch den DS4, und 2011 folgt ein DS5. Diese Fahrzeuge basieren technisch auf den jeweiligen C-Modellen (C3, C4, C5), erhalten aber ein komplett anderes Design, sind teurer ? und zielen auf eine Kundschaft, für die das Automobil mehr ist als bloss ein Transportmittel. Lifestyle heisst das Zauberwort, und die Franzosen gehen ihren Weg mit einer erstaunlichen Konsequenz. Was BMW mit dem Mini geschafft und Fiat mit dem 500 perfektioniert hat, will Citroën nun auch zu einem Höhenflug nutzen.

Kraftvoll und farbenfroh

Der DS3 ist im Prinzip die dreitürige Variante des C3, doch bis auf die vorderen Kotflügel ist aussen kein einziges Bauteil gleich. Aussergewöhnlich ist die Haifischflosse an der B-Säule, die den DS3 optisch unverwechselbar macht – aber die Sicht für die hinteren Passagiere einschränkt. Im Gegensatz zum kugeligen, schnuckligen C3 wirkt der DS3 viel gedrungener, sportlicher, aggressiver. Das Design darf als durchaus gelungen bezeichnet werden, vor allem helle Farben stehen dem Franzosen ausgesprochen gut.

Und genau dort, bei den Kombinationen von verschiedenen Farben für Dach und Unterbau, beginnt das DS-Programm. Eine Unzahl von verschiedenen Möglichkeiten ist denkbar, dazu kommen vorerst vier Muster, mit denen das Dach noch individueller gestaltet werden kann. Diese Muster werden auch im Innenraum aufgenommen. Ein hübsches Detail sind so die Bodenteppiche, die das Muster auf dem Dach weiterführen. Die Aussenfarbe wird im Innenraum am Armaturenbrett fortgesetzt. Angenehm ist, dass das alles nicht gekünstelt wirkt ? auch wenn beispiels-weise ein gelbes Armaturenbrett sowie Bodenteppiche mit Zebramuster auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig sind.

Konfiguriert wird das Auto an einem 3-D-Bildschirm, den sich die Händler, die die DS-Linie verkaufen wollen, für teures Geld anschaffen müssen. Doch die Zusammenstellung des ganz persönlichen Fahrzeugs macht Spass, ist kinderleicht: Gewisse Kombinationen schliesst der Computer allerdings aus, da haben die Stilberater von Citroën ein Veto eingebaut. Potenzielle Kunden können auf dem Internet schon mal üben: www.ds3.citroen.com.

Das Fahrerlebnis ist dann noch einmal eine Überraschung. Vor allem die stärkste Version, mit dem aus dem Mini Cooper bekannten 1,6-Liter-Benziner, der im DS3 150 PS entwickelt, macht richtig Laune. Da ist nichts mehr zu spüren von französischer Gemütlichkeit, der Wagen ist bissig, sportlich hart gefedert, liegt ausgezeichnet auf der Strasse. Fast schon übertrieben haben die Franzosen bei der Lenkung, die sich bei höherer Geschwindigkeit verhärtet, da kommt so etwas wie Sportwagen-Feeling auf. Ganz auf der Höhe des Mini ist der DS3 nicht, aber ziemlich in der Nähe, und das ist für einen Citroën auf jeden Fall Neuland. Und bei aller Sportlichkeit bleibt der DS3 auch angenehm leise und bequem.

Französisches Kampfangebot

Lobenswert sind die Sitze, die guten Seitenhalt bieten. Nichts zu tadeln gibt es auch bei der Bedienung, da haben die Franzosen gut abgeschaut in Deutschland, und die Verarbeitung ist auf einem Niveau, das man sich von Citroën in früheren Jahren nicht gewohnt war. Wie die ganze Geschichte beim DS3, der mit seinen unendlich vielen Kombinationsmöglichkeiten eine logistische Herausforderung darstellt, funktionieren wird, muss sich noch weisen: Die Dachmuster werden von Hand aufgeklebt, da sind Fehler quasi programmiert.

Zum Schluss eine besonders gute Nachricht: Citroën positioniert den DS3 im Vergleich zu Mini und Fiat 500 als Kampfangebot. Das Basismodell mit 95 PS (Effizienzkategorie A) ist ab 21?700 Franken zu haben. Da kommen zwar noch ein paar Kleinigkeiten dazu, doch zum Beispiel die Leichtmetallfelgen sind inbegriffen.

Die sportliche 150-PS-Version 1.6 THP Sport Chic geht in der Effizienzkategorie C an den Start und ist mit 29?700 Franken angeschrieben. Doch da ist die Ausrüstung dann schon ziemlich komplett ? also inklusive fast aller Personalisierungsmöglichkeiten.

Citroën DS3 1.6 THP
3-türige Limousine mit 5 Plätzen. 1,6-Liter- 4-Zylinder mit Turboaufladung und 150 PS. 0–100 km/h in 8,4 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 214 km/h. Verbrauch 6,7 Liter, CO2 155 g/100 km. Ab Fr. 29?700.– (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.01.2010, 08:07 Uhr

[Alt-Text]
Aktuelle Autos auf car4you

Auto

Populär auf Facebook Privatsphäre


Emil Frey AG Autocenter Bern

Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie ein Wochenende am Blausee für 2 Personen...

Jobsuche

Jobs, in die man sofort wechseln will!