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Mini Countryman - «da legst di nieda»

Mit der vierten Baureihe will die britische BMW-Tochter Mini erneut die jungen Autofahrer begeistern. Ob sich die beim Betrachten des Countryman wegen des Designs oder des zu erwartenden Preises niederlegen?

1/9 Maximaler Mini: Der Countryman wächst auf 4,1 Meter Länge und nähert sich der Golf-Klasse an.
Bild: MINI

   

Mit den Dialekten ist es ja so eine Sache. Die einen mögen sie, die andern hassen sie. Das ist in Deutschland nicht anders als in der Schweiz. Während bei uns das Berndeutsch besonders beliebt ist, hört man in Deutschland am liebsten den Bayern zu. «Da legst di nieda», wurde dieses Resultat einer Meinungsstudie 2008 von der «Welt Online» betitelt. Und von diesem Spruch liess sich nun offensichtlich auch die PR-Abteilung der BMW-Tochter Mini in München beeinflussen – wie das Pressebild oben beweist.

Warum sich die Leute beim Anblick des neuen Mini Countryman niederlegen, lassen die Münchner offen. Weil das Design im Vergleich zu den schrägen Studien der vergangenen Monate zwar hübsch, aber eher mutlos ausgefallen ist, muss es einen anderen Grund geben. Möglicherweise den Preis? Mehr als ein halbes Jahr vor der Einführung des Neulings steht der zwar noch nicht offiziell fest, doch dürfte der günstigste Countryman locker über 30?000 Franken kosten und der teuerste über 40?000 Franken.

Der Mini wird langsam Maxi

Das passt, denn der alles bestimmende Faktor für die Entwicklung des Countryman war die Zahl vier. Zum einen ist der Neuling nicht nur die vierte Baureihe, sondern auch das erste Modell mit vier Türen, mit mehr als vier Meter Länge – und mit der Option auf vier angetriebene Räder.

Dazu hat BMW die Produktion zu Magna nach Graz verlagert und die Plattform gestreckt: So wächst der Radstand gegenüber dem Clubman um 5 Zentimeter auf 2,60 Meter, und mit 4,10 Meter Länge springt der Countryman in die nächste Klasse. War der Dreitürer mit 3,70 Metern deutlich unterhalb von Polo & Co. positioniert, kratzt der vierte Mini an der Golf-Klasse. Das gilt auch für die Platzverhältnisse: Weil die Rücksitze um bis zu 13 Zentimeter verschoben werden können, ist der Fond keine Strafbank mehr, und mit 350 bis 1170 Liter Kofferraum ist dieser Mini fast schon Maxi.

«Centre Rail» und Allradantrieb

Für seinen Einsatz zwischen Grossstadt und Offroad haben die Designer den Maxi-Mini neu eingekleidet. Stark verbreiterte und farblich abgesetzte Schutzleisten um die Radkästen, eine dunkle Bauchbinde, bullige Stossfänger und der neu gezeichnete Kühlergrill betonen den robusten Charakter. Und innen? Zwar bleibt es beim Cockpit mit Zentraltacho und Kippschaltern, doch auf dem Mitteltunnel gibts ein «Centre Rail», in dem man die Ablagen weitgehend frei konfigurieren kann.

Starten wird der Countryman mit drei Benzinern und zwei Dieseln. Alle Motoren sind Vierzylinder mit 1,6 Liter Hubraum und leisten zwischen 98 und 184 PS. Auf Wunsch und gegen Aufpreis wird die Kraft über das Allradsystem ALL4 auf die Strasse gebracht – im Normalfall bis zu 50 Prozent auf die Hinterräder. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.01.2010, 15:25 Uhr

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