Lexus eine Nummer kleiner
Von Dieter Liechti. Aktualisiert am 29.03.2010
Nach all den negativen Schlagzeilen rund um das Mutterhaus Toyota ist auch dessen Luxusableger Lexus auf ein paar positive Headlines angewiesen. Dazu präsentieren die Japaner ab kommendem Donnerstag am 80. Internationalen Automobil-Salon in Genf den CT 200h – den ersten kompakten Fünftürer der Marke.
Kompakt passt. Mit einer Länge von nur 4,32 Metern und einem Radstand von 2,6 Metern liegt er ziemlich genau auf dem Niveau von Audi A3 und BMW 1er. Und dort wollen die Japaner auch hin. «Mit dem CT 200h präsentieren wir den ersten Vollhybriden im Segment der kompakten Premium-Modelle», freut man sich bei Lexus auf den Neuling, und hofft, damit auch viele Neulinge von Lexus zu überzeugen: «Der CT 200h ist das neue Einstiegsmodell in die Lexus-Welt. Er wird der Marke neue, jüngere Zielgruppen erschliessen.»
Nicht ganz so spektakulär
Um dieses Ziel zu erreichen haben die Designer den Neuling ziemlich sportlich geformt. Das Design des CT 200h orientiert sich zwar an der 2009 präsentierten Konzeptstudie LF?Ch und soll ihn «mit scharfen Kanten und einem markanten, entschlossenen Auftritt auf den ersten Blick von den Mitbewerbern unterscheiden». Ganz so spektakulär wie die Studie ist der CT 200h zwar nicht geworden, aber das passiert auch bei anderen Marken. Denn während Studien primär da sind um Aufmerksamkeit zu erheischen, muss man mit den Serienautos die Aufgaben des Alltags bewältigen.
Das macht der CT 200h ohne grossen Lärm. Ganz im Gegenteil, denn der kleine Lexus rollt mit einem Vollhybridantrieb mit einem 1,8-Liter-Benzinmotor und einer Nickel-Metallhydrid-Batterie an den Start. Wie viel der Benziner und der Elektromotor leisten, will man noch nicht verraten. Die Japaner begnügen sich mit dem Versprechen, «dass der Benziner und der Elektromotor dem CT 200h zu einer Fahrdynamik auf dem Niveau gängiger kompakter Premiummodelle mit 4-Zylinder-Verbrennungsmotor verhelfen». Und: Der neue Lexus schafft immerhin 2 Kilometer mit maximal Tempo 45 rein elektrisch – immer mit elektronischer Automatik.
Der LFA sorgt für Furore
Apropos positive Schlagzeilen: Bei den Supersportwagen sorgt der Lexus LFA schon seit ein paar Monaten für Furore – auf der Rennstrecke und in den Showrooms. Und das Interesse an dem 560 PS starken Renner ist riesig. «Das Kaufinteresse der Kunden übersteigt bereits das Produktionsziel» liess Lexus verlauten. Erst am Ende des Genfer Auto-Salons soll entschieden werden, wie die Renner auf die (zu) vielen Interessenten verteilt werden. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 29.03.2010, 09:39 Uhr
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