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Obwohl der Schweizer Markt 2011 brummt und nach 10 Monaten ein Plus von 7,9 Prozent bei den Verkäufen verzeichnet, tun sich die Japaner derzeit schwer. Von neun Marken weisen Ende Oktober nur vier ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf – Lexus, Mitsubishi, Nissan und Suzuki. Dabei freut man sich bei der Suzuki Automobile Schweiz AG darüber, dass man mit diesem Zwischenresultat «auf dem Weg zum besten Jahr aller Zeiten» ist.
Das hat zum einen mit den vielen Sonderangeboten im Jubiläumsjahr «30 Jahre Suzuki Schweiz» zu tun, zum andern damit, dass man schon immer auf kompakte Autos setzt und damit dem aktuellen Bedürfnis der Käuferschaft entspricht.
Emotionen schüren
Doch auch bei Suzuki sollen Emotionen nicht vor dem Garagentor abgelegt werden. Im Gegenteil: Immerhin unterhalten die Japaner mit dem Suzuki Grand Prix einen der attraktivsten Markenpokale in der Schweiz. Genau darum freut man sich beim Importeur ganz besonders auf den neuen Swift Sport.
Was den Swift zum «Sport» macht: von aussen natürlich die dynamischere Optik mit der aggressiveren Front, dem fast schon übertrieben sportlichen Heck und den schönen Sportfelgen. Technisch sorgt der überarbeitete 1,6-Liter-4-Zylinder mit nun 136 statt 125 PS für die Musik, zudem wurde das Fahrwerk deutlich sportlicher abgestimmt als im zivilen Swift. Und im Interieur spendieren die Japaner dem internen Topmodell des Bestsellers bessere Sitze und eine modernere Optik. Und das alles zum gewohnt günstigen Suzuki-Preis von 23 990 Franken – eine Metallic-Lackierung inklusive.
Das tönt doch alles sehr verheissungsvoll. Und trotzdem will man beim Importeur keine übertrieben sportliche Erwartungen in den Swift Sport schüren. «Der Sport ist die sportliche Speerspitze der Swift-Baureihe», mailte Suzuki nach den Probefahrten in Spanien. «Jedoch darf man ihn nicht automatisch mit den Topmodellen der Mitbewerber vergleichen. Dazu fehlen ihm 50 PS, dafür kostet er auch bedeutend weniger.»
Ein stimmiger Kompromiss
Das mag zwar stimmen, aber Suzuki-Chefingenieur Naoyuki Takeuchi verspricht: «Der Swift Sport bietet ein kompromissloses Fahrerlebnis, das sportliche Naturen auf der ganzen Welt begeistern wird.»
Wie so oft liegt die «Wahrheit» irgendwo dazwischen. Sprich: Die 136 PS haben mit dem Swift Sport zwar leichtes Spiel, aber auf allfällige Adrenalinstösse wartet man am Lenkrad des Japaners vergebens, denn unterhalb von 4000 Touren läufts bei dem 4-Zylinder eher zäh. Wer das 6-Gang-Getriebe aber fleissig benutzt, ist trotzdem flott unterwegs.
Ohnehin punktet der Swift genau mit dem, was der Chefingenieur negiert: einem stimmigen Kompromiss zwischen jugendlicher Sportlichkeit und erwachsener Alltagstauglichkeit. Und natürlich mit dem Preis. Da kann man auch darüber hinwegsehen, dass es beim agilen Japaner auch gegen Geld weder Aufladung noch Direkteinspritzung gibt. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 07.11.2011, 20:16 Uhr
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