Die beliebtesten Autos in der Schweiz
Von Dieter Liechti. Aktualisiert am 11.08.2009 4 Kommentare
Nationenwertung 1. Halbjahr 2009
1. Deutschland: Audi, BMW, Ford, Mercedes-Benz, Opel, Porsche, Smart und Volkswagen.
Verkauft 2009: 53 139, Marktanteil: 39,74%
Verkauft 2008: 58 823, Marktanteil: 38,76%
2. Japan: Daihatsu, Honda, Lexus, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Subaru, Suzuki und Toyota.
Verkauft 2009: 30 988, Marktanteil: 23,17%
Verkauft 2008: 33 971, Marktanteil: 22,38%
3. Frankreich: Citroën, Peugeot und Renault.
Verkauft 2009: 18 011, Marktanteil: 13,47%
Verkauft 2008: 20 811, Marktanteil: 13,71%
4. Italien: Alfa Romeo, Fiat, Lancia und Maserati.
Verkauft 2009: 7607, Marktanteil: 5,69%
Verkauft 2008: 9257, Marktanteil: 6,1%
5. England: Aston Martin, Jaguar, Land Rover und Mini.
Verkauft 2009:2744, Marktanteil: 2,05%
Verkauft 2008:3724, Marktanteil: 2,45%
6. USA: Chevrolet, Chrysler, Dodge und Jeep.
Verkauft 2009: 2269, Marktanteil: 1,7%
Verkauft 2008: 3376, Marktanteil: 2,22%
Quelle: Die Berechnungen basieren auf den Halbjahreszahlen von Auto-Schweiz (Astra/Mofis).
Wenn die deutsche Fussball-Nationalelf verliert, jubelt ein Grossteil der Schweizer Sportfans mit. Wenn die Schweizer Eishockey-Nati den nördlichen Erzrivalen besiegt, wird das bei uns wie ein WM-Titel gefeiert. Keine Frage: Im Sport stehen wir Schweizer selten auf der Seite von Deutschland. Es sei denn, der Deutsche heisst Ottmar Hitzfeld und ist Trainer unserer Fussball-Nati, oder er heisst Michael Schumacher, ist x-facher Formel-1-Champion und zahlt einen Grossteil seiner Steuern in der Schweiz.
Längst hat sich diese «Anti-Deutsch»-Haltung vom Sportplatz über die Politik ins reale Leben diversifiziert. Der verbal sehr aggressiv geführte Streit ums Bankgeheimnis mit Peer Steinbrück (Bundesminister für Finanzen), und die Flut der viel billigeren deutschen Arbeitskräfte in den vergangenen Jahren haben das angespannte Verhältnis weiter belastet.
Kein Wunder also, dass eine aktuelle Studie im Auftrag der Online-Ausgabe der deutschen Zeitung «Welt» die aktuellen Spannungen zwischen den beiden Ländern bestätigt. Wie die «Welt» schreibt, halten 47 Prozent der befragten Eidgenossen (150 Frauen und 150 Männer) das Image von Deutschland für «schlecht», und 7 Prozent sogar für «sehr schlecht». Nicht viel besser sieht allerdings das Urteil der Deutschen über die Schweizer aus. Laut einer Umfrage des «Sonntagsblick» gilt die Schweiz in Deutschland derzeit als «unsolidarisch» und «besonders egoistisch».
Diese Disharmonien zwischen den beiden Ländern mögen zwar in vielen Bereichen des täglichen Lebens spürbar sein, doch ein Bereich zeigt sich ganz besonders krisenresistent: der Schweizer Automobilmarkt. Dort haben die 8 deutschen Hersteller – Audi, BMW, Ford, Mercedes-Benz, Opel, Porsche, Smart und Volkswagen – ihren gemeinsamen Marktanteil im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr sogar weiter vergrössert.
Jedes vierte Auto aus Deutschland
Zwar musste beim Nationenvergleich im kriselnden Schweizer Markt – der Gesamtmarkt ging im ersten Halbjahr um 11,9 Prozent von 151?761 auf 133?720 verkaufte und immatrikulierte Autos zurück – auch Deutschland Federn lassen. Doch der Rückgang von 9,66 Prozent auf insgesamt 53?139 Fahrzeuge reicht trotzdem aus, um den Marktanteil auf 39,74 Prozent zu erhöhen. Das heisst: Fast 4 von 10 in der Schweiz verkauften Autos gehören zu einer der 8 deutschen Marken. Trotz diesem Umstand haben bei den deutschen Herstellern nur gerade Audi und Smart eine positive Bilanz vorzuweisen: Smart legte um 10,1 Prozent zu, Audi um 8,8 Prozent.
Mit diesem Halbjahresresultat hat Audi den Platz 2 in der Gesamtrangliste hinter VW (–2,5 Prozent) weiter gefestigt und ist auch in absoluten Zahlen der Gewinner: das Plus von 8,8 Prozent entspricht 707 mehr verkauften Autos als im ersten Halbjahr 2008. Auf der anderen Seite dieser Statistik steht mit Opel jene Marke, deren Zukunft noch immer nicht gesichert ist: Die Rüsselsheimer verkauften Januar bis Ende Juni in der Schweiz 2298 Autos weniger als im Jahr zuvor.
Japan unangefochten auf Platz 2
Platz 2 der Länderrangliste gehört auch 2009 Japan. Immerhin haben sich 3 von 9 Marken gegenüber 2008 verbessert: Honda (+11,4 Prozent), Suzuki (+9 Prozent) und Subaru (+5,2 Prozent). Daihatsu, Lexus, Mazda, Mitsubishi, Nissan und Toyota liegen hinter dem Vorjahr zurück. Doch auch der kummulierte Rückgang von 8,78 Prozent auf 30?988 Fahrzeuge reicht den Japanern im ersten Halbjahr aus, um den Marktanteil in der Schweiz von 22,38 auf 23,17 Prozent zu erhöhen. Grosser Verlierer bei den japanischen Marken ist nach 6 Monaten Nissan mit einem Rückgang um 32,3 Prozent von 3822 auf 2588 verkaufte Autos. Toyota ist zwar noch immer die beliebteste japanische Marke in der Schweiz, trotzdem gingen die Verkäufe um 16,2 Prozent auf 6837 Autos zurück.
Während Deutschland und Japan ein Minus im einstelligen Bereich verzeichneten und die Marktanteile trotzdem weiter ausbauen konnten, gingen die Absätze bei den vier anderen Nationen mit mindestens drei Automarken deutlicher zurück, und die Marktanteile schrumpften. Aber ohne Auswirkungen auf die Nationenrangliste: Frankreich bleibt trotz dem Rückgang von 13,45 Prozent auf 18?011 Fahrzeuge unangefochten auf Rang 3. Dahinter folgen Italien (–17,82 Prozent auf 7607 Autos), England (–26,31 Prozent auf 2744 Autos) und die USA mit einem Rückgang von 32,79 Prozent auf 2269 Autos.
Bei den Franzosen legte Citroën als einzige Marke mit 8,8 Prozent auf 5694 Autos zu, bei den Italienern verbuchten Alfa Romeo (+0,7 Prozent auf 1591 Autos) und Lancia (+44 Prozent auf 543 Autos) ein Plus.
Nur negative Zahlen durften die vier englischen Marken verbuchen, während Dodge mit einem Plus von 5,8 Prozent auf 566 verkaufte Autos zumindest ein wenig Resultatkosmetik für die US-Marken betreiben konnte. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 11.08.2009, 11:00 Uhr
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4 Kommentare
Wir haben mit dem Jaguar XF einen Top-Seller im Programm. Der neue XJ kommt erst im Frühling 2010. Land Rover stellt im September die Modelle mit den neuen, sparsamen, Euro 5 Motoren vor. Deshalb warten unsere Kunden mit bestellen. Ihre Statistik wird durch diesen Umstand, was die englischen Fahrzeug betrifft, leider etwas abgefälscht. Antworten
Nachdem ich jahrzehntelang Chevrolet gefahren bin -zufrieden, kaum Service ud Reparaturkosten- habe ich in letzter Zeit Autos aus Sindelfingen und Rüsselsheim benutzt. Kaum besser als die Detroit Autos. Meine Begeisterung kam dann, als ich einen getunten Münchner Diesel mit Allradantrieb fahren durfte. Fabelhaft, jetzt weiss ich was Fahrspass ist! Antworten
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