Die Göttin der Moderne

Von AR-Testteam. Aktualisiert am 25.06.2010

Trotz der Buchstabenkombination DS will Citroën mit dem DS3 nicht an seine rollende Göttin (Déesse) erinnern, sondern mit modernen Formen und hochwertiger Technik glänzen. Das erinnert trotzdem an damals.

Freche Front, Zweifarbigkeit und die trapezförmige C-Säule sind die äusseren Merkmale des DS3.

Freche Front, Zweifarbigkeit und die trapezförmige C-Säule sind die äusseren Merkmale des DS3.
Bild: zvg

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Das Design mit dem scheinbar frei schwebenden Dach, der coupéförmigen Linie und den kecken, vertikal unterhalb der Scheinwerfer stehenden Tagfahrleuchten mit sechs Einzel-LEDs wirkt gelungen. Eine genügende Auswahl an Motoren und eine noch grössere Anzahl an Individualisierungsmöglichkeiten runden das Bild perfekt ab. So lassen sich acht Innenraumdesigns, acht Sitzbezüge, neun Spiegelfarben, zwölf Felgentypen, elf Karosserie- und vier Dachfarben miteinander kombinieren. Für das Dach gibt es zusätzliche, ganzflächig geklebte Folien mit laufend erweiterten Designs.

Hochwertig auch innen

Unseren Testwagen erhielten wir in Weiss mit einem «Botticelli»-blauen Dach, schwarzem Armaturenbrett mit integriertem MyWay-Navigationsgerät mit Farbbildschirm und schwarzem Leder für die Sitze. Bereits beim Einsteigen erkennt man, dass Citroën grossen Wert auf ein gut verarbeitetes Interieur mit viel Liebe zum Detail gelegt hat. Die verwendeten Materialien sind hochwertig, die Passgenauigkeit tadellos, aber auch die Anordnung von Schaltern und Armaturen lässt ausser fehlender Cupholder kaum Wünsche offen. Einzig Halbliterflaschen lassen sich in den genügend grossen Seitenfächern oder aber im gekühlten Handschuhfach unterbringen. Die chromumrandeten hübschen Instrumente lassen sich gut ablesen, Radio, Navigation und Bluetooth-Telefonie sind nach kurzer Angewöhnung problemlos bedienbar.

Tadellos sind auch die ausgeformten, guten Seitenhalt bietenden, vielfach verstellbaren und für die Fahrzeugklasse sehr bequemen Vordersitze. Mit ausreichend Platz fühlen sich Fahrer und Beifahrer auf Anhieb wohl. Hinten geht es konzeptbedingt deutlich enger zu und her, aber vor allem für Kinder noch völlig ausreichend. Dazu kommt ein recht grosser Kofferraum, dessen Laderaum sich mit umgeklappten Rücksitzen von 285 auf bis zu 980 dm3 vergrössern lässt.

Turbo-Power

Die Topmotorisierung des DS3 ist das von uns getestete 1.6-L-Benziner-Turbotriebwerk aus der Kooperation von BMW und PSA, welches im Citroën eine Leistung von 156 PS aufweist und ein maximales Drehmoment von 240 Nm abgibt. Der Direkteinspritzer-Turbomotor verwöhnt dabei mit viel Drehmoment bereits bei tiefen Drehzahlen. Dementsprechend schaltfaul lässt sich der Wagen fahren.

Für eine wirklich sportliche Gangart ist der DS3 aber trotzdem einen Tick zu lange übersetzt, was ein Blick auf die Messwerte verrät (8,1 s von 0 auf 100 km/h; 10,6 s von 80 auf 120 km/h im sechsten Gang).

Dafür sind die auf über 2000 Testkilometern ermittelten 6,7 L/100 km im Durchschnitt angesichts der gebotenen Leistung des kleinen Franzosen ein sehr guter Wert.

Sportlicher Komfort

Das Fahrwerk vermag zu überzeugen. Satt liegt der DS3 auf der Strasse, die direkte Lenkung verwöhnt mit guter Rückmeldung, und das Kurvenfahren macht bei nur leichter Untersteuerneigung des kleinen Citroën grossen Spass. Nein, der DS3 ist keine französische Sänfte, eher ein kleiner Sportwagen vom Schlage eines Mini Cooper. Aber Citroën ist es gelungen, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sportlichkeit und Komfort zu erreichen: Um seine Zahnplomben braucht man sich auch bei ruppigen Strassenverhältnissen nie zu sorgen.

Faires Angebot

Bereits ab 21'700 Franken steht der schicke Franzose als 1,4-L-Benziner mit 95 PS Leistung in der Preisliste. Der getestete 1,6-L-Turbo in Ausführung Sport Chic ist ab 29'700 Franken erhältlich; für unseren praktisch komplett ausgerüsteten Testwagen mit Lederpaket, Komfortpaket, MyWay-Navigation und schwarzem Innendekor müsste man 32'650 Franken bezahlen. (Automobil Revue)

Erstellt: 25.06.2010, 14:29 Uhr

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