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Mitsubishis Angriff auf die Arrivierten

Mit seinem brandneuen Crossover ASX sieht sich Mitsubishi vom Start weg gut aufgestellt gegen die geballte und erfolgreiche Konkurrenz von VW, Skoda, Ford und Nissan.

1/8 Kampfpreis und Jetfighter-Grill: Der Mitsubishi ASX will ab sofort das Segment der kompakten Crossover aufmischen – ab 25 990 Franken.
Bild: Mitsubishi

   

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Lange hat man von Mitsubishi ( 23.2 3.57%) nichts wirklich Neues mehr gehört. Der Outlander spielt die Rolle des Dauerbrenners nach wie vor gut, die sportlichen Gene des legendären Evo haben die Japaner dem Lancer erst als Sportback, danach auch der Version Ralliart mit Erfolg eingepflanzt. Und seit auch der Kleinste im Bunde von Mitsubishis Volumenmodelle, der Colt, den Jetfighter-Grill als Ausdruck der neuen dynamischen Formensprache zur Schau trägt, ist es ruhig geworden um die japanische Marke.

Wars die Ruhe vor dem Sturm? Tatsächlich macht Mitsubishi plötzlich wieder von sich reden. Und lässt aufhorchen. Zum einen bringen die Japaner ein für Europa völlig neues Auto an den Start, den ASX. Zum andern tun sie es in einem Segment, das nicht nur interessante Verkaufszahlen verspricht – in der Schweiz beispielsweise beträgt das Volumen der kompakten Crossover 15 000 Exemplare pro Jahr –, sondern logischerweise auch höchst umstritten ist. Und obendrein sehr gut besetzt. VW hat hier den Tiguan im Rennen, den unbestrittenen Marktleader, Nissan den Quashquai, auf dieses Frühjahr hin optisch geliftet und technisch optimiert. Auch Ford hält mit und trifft mit dem Kuga den automobilen Zeitgeist offensichtlich gut. Wohl mit ein Grund dafür, dass Skoda den Yeti nach langem Zögern doch noch aufgelegt hat. Ebenfalls erfolgreich.

Das Ziel: Von 0 auf Platz 5

Und jetzt mischt Mitsubishi mit dem ASX das Segment der zivilisierten Crossover, deren bevorzugtes Terrain die Strasse und nicht das Flussbett ist, zusätzlich auf. Mit Mut — und Zuversicht. So geht Bernd Hoch, CEO von Mitsubishi Schweiz, davon aus, dass sich der Neue schon im ersten vollen Jahr 2000 mal verkaufen lässt. Das würde bedeuten: Hinter Tiguan, Quashquai, Kuga und Yeti winkt Platz 5.

Hoch gegriffen? Nicht unbedingt. Denn Mitsubishi hat mit dem ASX (A steht für Active, S für Smart, X für Crossover — so Marketingchef Philipp Neri) gute Argu- mente in der Hand. Da ist einmal das Platzangebot. Obwohl das neue Kompaktmodell mit einer Gesamtlänge von 4,3 Metern fast 30 Zentimeter kürzer ist als der grosse Bruder Outlander, weist der ASX den gleichen Radstand auf. Das bedeutet: erstaunlich viel Platz und entsprechenden Komfort auch für die Fondpassagiere, dazu ein Stauvolumen von 440 bis 1200 Liter. In Anbetracht der massiv gekürzten Überhänge durchaus respektabel.

Das kann man auch von anderen Zahlen sagen — von den Verbrauchs- und Emis- sionswerten. Da ist sogar der Ausdruck «höchst respektabel» angebracht. Nach einer ersten Probefahrt durchs Zürcher Unterland (ohne städtische Agglomeration) resultierte mit der 150 PS starken Dieselversion des ASX trotz permanentem, aller- dings variable agierendem Allradantrieb, ein Durchschnittsverbrauch von nur gerade 5,1 Litern. Mitsubishi selbst gibt 5,5 Liter an, was einem CO2 von 145 g/km entsprechen würde. Auch dieser Wert ist offensichtlich bei entsprechender Fahr- weise und bei Einhaltung aller Tempolimiten (auch auf der Autobahn) mit dem ASX zu unterbieten.

Den Grund hiefür, den äusserst effizienten 1,8-Liter-Dieselmotor, hat Mitsubishi neu entwickelt und bringt ihn im kompakten Crossover erstmals zum Einsatz. Später soll er auch im Colt verbaut werden. In Kombination mit der bei allen ASX-Modellen serienmässigen Clear-Tec-Technologie, die unter anderem Start-Stopp-Automatik, regeneratives Bremssystem und Leichtroll-Reifen beinhaltet, ist er Garant für so beeindruckende Werte. Auch leistungsmässig. Der Selbstzünder läuft flott und ruhig zugleich, er gefällt aber auch mit seiner Elastizität. Da darf man ruhig auch mal etwas «schaltfaul» sein. Aber eine Automatik stellt Mitsubishi erst für das kommende Jahr in Aussicht.

Ein Kampfpreis zum Marktstart

Alternativ zum Diesel ist der ASX auch als Benziner zu haben. Den gibts als 1,6-Liter mit 117 PS allerdings erst ab Herbst. Und in allen vier möglichen Ausstattungsvarianten nur mit Vorderradantrieb. Unabhängig von der Motorisierung nimmt Mitsubishi den Kampf gegen die arrivierte Konkurrenz wohl bewusst mit spitz kalkulierten Preisen auf. Schweiz-Chef Bernd Hoch sagte diese Woche am Firmensitz in Kloten sogar: «Im Schnitt sind wir 15 Prozent günstiger.»

Ab 25 990 Franken ist der ASX als Benziner zu haben. Beim brandneuen Diesel beginnt die Preisspanne bei 29 900 Franken (mit Vorderrad-Antrieb), die günstigste Allradversion kommt auf 32 990 Franken zu stehen. Auch die Ausstattungs-Version Instyle, in der von Tagfahrlicht über Licht- und Regensensor, Ledersitze mit elektrischer Sitzverstellung bis hin zum Panorma-Glasdach alles im Preis inbegriffen ist, hält Mitsubishi mit 38 690 Franken noch deutlich unter der 40 000er-Grenze. Einzig mit Rückfahrkamera und Navigationssystem kommt der ASX 2000 Franken teurer zu stehen.

Mitsubishi ASX

Masse: Kompakter Crossover mit 4 Türen und 5 Plätzen. Länge 4,30 Meter. Breite 1,78 Meter. Höhe 1,61 Meter.
Motoren: Zum Marktstart im Juni der neu entwickelte 1,8-Liter-Diesel mit 150 PS. Im Herbst folgt der 1,6-Liter-Benziner mit 117 PS.
Fahrleistungen:
Spurt von 0 auf 100 km/h in 9,7 bis 11,4 Sekunden, Spitze 183 bis 200 km/h.
Verbrauch: 5,5 bis 5,9 Liter (Werksangabe). CO2: 135 bis 145 g/km.
Preis: 25 990 bis 40 690 Franken (1,8-Liter- Diesel 4WD in der höchsten von vier erhältlichen Ausstattungsstufen).
Infos: www.mitsubishi-motors.ch (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.06.2010, 08:35 Uhr

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