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Wo der General nach seiner Flucht lebt

Aktualisiert am 17.07.2012 5 Kommentare

Seit sich General Manaf Tlass aus Syrien abgesetzt hat, vermutet man Assads Jugendfreund in Paris. Er soll bei seiner reichen Schwester Nahed Ojjeh leben. Ihr Einfluss reicht weit in Frankreichs politische Ränge.

1/6 Soll mit dem französischen Geheimdienst zusammengearbeitet haben: Undatieres Foto von Manaf Tlass.
Bild: AFP

   

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Erbte von ihrem Gatten Milliarden: Nahed Ojjeh.

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Etwas mehr als eine Woche ist vergangen seit sich General Manaf Tlass aus dem kriegsgeplagten Syrien absetzte. Das einstige Mitglied des innersten Regimezirkels und Jugendfreund von Bashar Assad soll sich in Paris befinden. Doch dort wartet die Presse noch immer vergeblich darauf, den ehemaligen Brigadegeneral der berüchtigten Republikanischen Garde zu Gesicht zu bekommen.

Am Treffen der Freunde Syriens habe Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius Tlass’ Ankunft noch gross angekündigt, so die «FAZ online». Spreche man Fabius mittlerweile auf den Verbleib des Syrers an, meine dieser geheimnisvoll lächelnd, er habe keine Ahnung. Es ist also kaum verwunderlich, dass die Gerüchteküche kräftig brodelt.

Vom Geheimdienst verhört

Die englische Zeitung «The Guardian» will aus Diplomatenkreisen erfahren haben, dass der syrische Alain Delon – Tlass wird wegen seines Aussehens manchmal so bezeichnet – vom französischen Geheimdienst befragt wird. Vom Ex-General erhoffe man sich Informationen darüber, wie viele Assad-Loyale möglicherweise bereit sind, sich ebenfalls ins Ausland abzusetzen.

Syrische Oppositionsmitglieder hätten versichert, Manaf Tlass werde in den kommenden Tagen an die Öffentlichkeit treten und seine Position gegenüber dem syrischen Regime klarmachen.

Tlass residiere längst im noblen XVI. Arrondissement, wo er sich in einem herrschaftlichen Stadthaus einquartiert habe, munkelt man laut «FAZ online» in Paris. Dieses gehöre niemand Geringerem als Tlass Schwester Nahed Ojjeh. Die Milliardärin sei in der französischen Hauptstadt auch unter dem Übernamen Madame O bekannt. Sie lebe weitgehend zurückgezogen, empfange in ihrem Salon vom Politiker bis zum Schriftsteller alles was in Paris Rang und Namen hat, berichtete die Journalistin Adriane Chemin in ihrem Portrait von Ojjeh für «Le Monde». So soll sie mit Francois Mitterand ebenso verkehrt haben wie mit Nicolas Sarkozy. Mit Mitterands Aussenminister Roland Dumas hatte sie gar eine Liaison und ihr heutiger Partner ist das journalistische Schwergewicht und ehemaliger «Figaro»-Chef Franz-Olivier Giesberts.

Die milliardenschwere Schwester

Nahed war im Alter von 18 Jahren mit dem franko-saudischen Waffenhändler Akram Ojjeh verheiratet worden. Die heute 52-Jährige wurde auch schon als schönste Frau des Orients bezeichnet. Als Naheds Mann 1991 starb, hinterliess er ihr ein Milliardenvermögen. Ihr Erbe benutze sie nun, um ihrer Familie die Flucht aus Syrien zu ermöglichen, so französische Quellen gegenüber dem «Guardian». Man munkle sogar, ihr politischer Einfluss habe ermöglicht, dass sich der französische Geheimdienst an der Flucht ihrer Familienangehörigen beteiligte. Naheds und Manafs Vater Mustafa Tlass befindet sich schon seit einigen Wochen in Frankreichs Metropole. Der einstige syrische Verteidigungsminister hatte sich unter dem Vorwand einer medizinischen Behandlung abgesetzt.

Die einflussreiche Madame O und ihr Clan könnten in der französischen Diplomatie bezüglich eines Sturzes von Bashar Assad eine gewichtige Rolle spielen, vermutet man in Frankreich gemäss der englischen Zeitung. Immerhin habe Nahed Ojjeh bereits einmal ihre Verbindungen zu Nicolas Sarkozy ins Spiel gebracht. Nämlich 2008, als der damalige Präsident Bashar Assad zu den Feierlichkeiten am 14. Juli einlud. Nur ging es damals um die Versöhnung mit dem syrischen Machthaber. (kpn)

Erstellt: 17.07.2012, 13:01 Uhr

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5 Kommentare

Marcel Pfister

17.07.2012, 13:59 Uhr
Melden 21 Empfehlung 0

Ein etwas oberflächlicher Artikel und offensichtlich nur online recherchiert. Tlass wohnt nicht IM hotel particulier, sondern in EINEM hotel particulier. Ein hotel particulier ist eine Familienresidenz. Davon hat es in Paris eine ganz Menge und über ganz Frankreich verstreut noch weitere. Antworten


Nathalie Binzegger

17.07.2012, 13:24 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

Was man auch immer von diesem Syrer halten mag - er sieht mega cool aus! Antworten



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