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Vier Israelis im Westjordanland erschossen

Aktualisiert am 31.08.2010 10 Kommentare

Zwei Tage vor Beginn der neuen Nahost-Friedensgespräche hat ein Palästinenser im Westjordanland vier Israelis erschossen. Die israelische Polizei spricht von einem «Terrorangriff».


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Nach über zwei Jahren nehmen Palästinenser und Israeli wieder direkte Friedensgespräche auf.

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Kurz vor Beginn direkter Nahost-Friedensverhandlungen sind bei einem Anschlag im Westjordanland vier Israelis getötet worden. Das Attentat ereignete sich in der Nähe der palästinensischen Stadt Hebron, wo Israelis unter dem Schutz ihrer Armee in einer Siedlung leben.

Unbekannte feuerten auf einer vielbefahrenen Autobahn auf den Wagen der Opfer, teilte die israelische Armee mit. Zwei Männer und zwei Frauen, darunter eine Schwangere, starben.

Zu dem Anschlag bekannte sich die islamische Hamas, die die Palästinenser-Führung im Westjordanland nicht anerkennt und sich gegen Verhandlungen mit Israel sperrt.

Ehud Barak verurteilt Anschlag

Am Donnerstag treffen Israelis und Palästinenser nach zweijähriger Unterbrechung in Washington erstmals wieder zu direkten Friedensgesprächen zusammen. Auch in der Vergangenheit hatten radikale Palästinenser vor entscheidenden Verhandlungen versucht, den Friedensprozess durch Gewalt zu sabotieren.

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte, die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen. «Das ist offensichtlich der Versuch von Terroristen, diplomatische Fortschritte zu sabotieren und die Chancen auf den Start von Gesprächen in Washington zu mindern», sagte Barak.

Es sei zu früh, um einschätzen zu können, wie sich der Überfall auf die geplanten Friedensgespräche auswirke, sagte ein Sprecher des US-Aussenministeriums. «Wir kennen noch nicht die Hintergründe, unter denen das passiert ist.»

Kassam-Brigaden bekennen sich

Die Nachrichtenseite ynet berichtete unter Berufung auf Berater des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, dass die Verhandlungen wie geplant beginnen sollten.

Zu dem Anschlag bekannte sich der bewaffnete Arm der Hamas, der jeden Dialog mit Israel ablehnt. «Die Kassam-Brigaden sind voll für die heldenhaften Einsatz in Hebron verantwortlich», erklärte der Hamas-Flügel. Die Hamas kontrolliert den Gaza-Streifen. (bru/sda/dapd)

Erstellt: 31.08.2010, 19:18 Uhr

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10 Kommentare

Silvia Tribolet

01.09.2010, 09:30 Uhr
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Bevor nun wieder alles auf die Palästinenser einprügelt, möchte ich jedem empfehlen, das Buch "Gaza" von Bettina Marx oder "die ethnische Säuberung Paläsinas" von Ilan Pappe zu lesen! Antworten


Hans Sommer

01.09.2010, 10:10 Uhr
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Kein Staat auf der Welt ist in der Lage alle Verbrechen von Extremisten zu verhindern. Dies gilt erst recht für die Palästinensern: Kein eigener Staat mit entsprechenden geordneten Verhältnissen und das seit Jahrzehnten durch den Staat Israel begangene unfassbare Unrecht (uA. ethnische Säuberung und Siedlungsbau). Fast alle Fehler der Palästinenser haben haben diese Ursache! Antworten



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