Ausland
Videos zeigen angeblich die Brutalität des syrischen Regimes
Einige Netzwerke mit Videos aus Syrien
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Sie heissen zum Beispiel Syrian Free Press, Shaam News Network oder Ugarit News. Unermüdlich laden Netzwerke Videos aus Syrien auf Youtube und Facebook. (FB 24.3125 -2.98%) Zu sehen sind Demonstrationen, Militärgewalt sowie verletzte und getötete Demonstranten. Dank diesen Videos kann sich die Weltöffentlichkeit eine Vorstellung von der Gewalt machen, die das syrische Regime gegen seine Bürger richtet. Zwar versucht die Regierung, Informationen über die Aufstände zu unterdrücken. Journalisten dürfen derzeit nicht nach Syrien einreisen. Aber das Internet und soziale Medien kennen keine Grenzen.
Wer steckt eigentlich hinter diesen Netzwerken, deren Videos weltweit auch von Fernsehsendern übernommen werden? DerBund.ch/Newsnet konnte Syrian Free Press per E-Mail kontaktieren. Die Kontaktperson gab jedoch weder Namen noch Wohnort preis. «Unser Netzwerk umfasst die meisten syrischen Grossstädte und sogar einige Kleinstädte. Wir sind nicht die Einzigen, die versuchen, Videos zu veröffentlichen.» Im Grossen und Ganzen sei der Internet-Zugang in Syrien gewährleistet. «Nur in Gegenden, die gerade von der Armee angegriffen werden, wird das Internet manchmal unterbrochen.» Bei Unterbrüchen können nur noch die Bewohner an der türkischen und jordanischen Grenze Videos verschicken. Dazu benutzen sie das Mobiltelefonnetz.
Mit Schwarmintelligenz gegen Fälschungen
Und wie steht es mit der Echtheit der Videos? «Die meisten Videos erhalten wir von Leuten, die wir persönlich kennen und denen wir vertrauen. Kennen wir jemanden nicht, kontaktieren wir andere Netzwerke, wir sind sehr gut vernetzt. Auf Facebook veröffentlichen wir nur eine kleine Auswahl.» Trotzdem sei es jedoch möglich, dass Fälschungen veröffentlicht würden. Diese würden jedoch sofort durch die Schwarmintelligenz des Internets entlarvt. «Wir und die anderen Netzwerke haben ein riesiges Publikum. Die Leute schauen sich diese Videos nicht zum Spass an. Sie helfen uns, sie zu verifizieren. Fälschungen werden üblicherweise innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten entlarvt.» (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.06.2011, 13:17 Uhr
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