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Verkohlte Leichen auf der Strasse, Raketen im Keller

In Abidjan bergen Helfer Leichen von den Strassen. Nach zwei Wochen heftiger Kämpfe traut sich die Bevölkerung zaghaft wieder aus den Häusern. Die Sicherheitslage ist mancherorts aber nach wie vor prekär. Mehr...

Von Monica Fahmy.

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21 Kommentare

Ursina Wiederkehr

21.04.2011, 10:30 Uhr
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Ob es Sinn macht, die Gbagbo-Leute gleich zu verfolgen, wie RDR-Anhänger und die Ermordungen damit zu entschuldigen ist fraglich. Zum Frieden und zu einem Neuanfang trägt das bestimmt nicht bei. Ouattara hat während seiner Macht Menschen verfolgt, ermordet und gefoltert und ins Gefängnis gesteckt, wenn sie es wagten, eine andere Mienung zu vertreten. Darum bin ich überhaupt nicht optimistisch. Antworten


Ursina Wiederkehr

28.04.2011, 13:21 Uhr
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90 -93 war Boigny gesundheitlich bereits sehr angeschlagen und Ouattara hatte zu der Zeit viel Macht. Dass viele Studenten, Oppositionspolitiker und Journalisten inhaftiert wurden hat ja wohl nichts mit wirtschaftlichen Problemen zu tun. Und Sie wissen offensichtlich alles besser?


Max Untreu

22.04.2011, 22:49 Uhr
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90 bis 93 war eine schlimme Wirtschaftkrise, der Staat war faktisch pleite, soziale Unruhen, Brotpreise, Studiengebühren u.s.w...allgemein schlechte Zeiten, auch für Gbagbo der 92 verhaftet wurde. Outtara war als PM nicht für diese Situation verantwortlich, sowenig, wie Sarkozy die Quattaras getraut haben soll. Aber vielleicht wissen Sie es einfach nicht besser.


Ursina Wiederkehr

22.04.2011, 20:13 Uhr
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Ich weiss, dass er PM war, aber genau 90 bis 93 war es in dieser Beziehung sehr schlimm, ausserdem ging es unter Bédié weiter. Darum finde ich diese einseitige Berichterstattung so stossend.


Max Untreu

21.04.2011, 12:14 Uhr
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Das war nicht Ouattara, sondern Boigny. Dieser hatte das Sagen von ca. 1950 bis 1993, ab 1960 als Präsident. ADO war nur 3 Jahre PM (1990 bis 1993) . Das ist es genau, was mich an solchen Kommentaren stört. Unpräzis bis ins Detail und polemisch. Abgesehen davon, habe ich nichts zu entschuldigen. Wenn die Elefanten tanzen, leidet das Gras, heisst es in der CI auch.


Ursina Wiederkehr

20.04.2011, 11:54 Uhr
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Das ist kein Schlussstrich war das nie, oder haben Sie das Gefühl, jetzt sei Schluss? Ich glaube Sie meinen, Ouattara sei im Jahr 2000 neu auf der Bildfläche erschienen. Einen Neuanfang gibts unter Ouattara mit Sicherheit auch nicht. Aber befriedet wird ein Land nie mit dermassen massiven Ungerechtikeiten. Warum meinen Sie, stoppt Ouattarqa die Verfolgung von Gbagboanhängern Nicht? Antworten


Max Untreu

20.04.2011, 16:41 Uhr
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Sorry, ich lebte unter allen Präsidenten in der CI (San Pedro, Man, Korogho und Abidjan). Gbagbo-Anhänger werden jetzt nicht mehr verfolgt, als früher RDR-Anhänger. Ouattara spricht im Gegensatz zu den Gbagbos nicht von Heuschrecken die es (im Auftrag Gottes) zu vernichten gilt. Darum bleibe ich optimistisch.


Ursina Wiederkehr

20.04.2011, 08:35 Uhr
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Darüber zu diskutieren, welcher der bessere Präsident wäre ist müssig. Es ist belegt, dass es vor, während und nach der Wahl zu Unregelmässigkeiten gekommen ist. Die UNO, int. Gemeinsch. u F haben sich sofort auf Ouattara eingeschworen. Dieses wegwischen der berrechtigten Argumente der Gegenseite hat den Konflikt angeheizt. Es hätte friedlicher Lösungen gegeben als Bomben. Antworten


Max Untreu

20.04.2011, 10:02 Uhr
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Es gab in der CI nie eine Wahl ohne Unregelmässigkeiten! Im Interesse aller Ivorer musste jetzt einmal ein Schlussstrich gezogen werden. Sie scheinen zu glauben, der Konflik sei um die letzten Wahlen entstanden. Dem ist aber nicht so. Ein "Neubeginn" war unter Gbagbo/Simone nicht möglich. Es ist leicht, von der CH aus, Massstäbe zu setzen, die mit der Realität in der CI nichts zu tun haben.


Ursina Wiederkehr

19.04.2011, 12:12 Uhr
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Es gibt genug Beweise, dass Ouattara nicht die demokratische Lichtgestalt ist, wie er dargestellt wird. Die Vehemenz, mit welche alle Fakten, die das zeigen verleugnet werden und alle, die diese Meinung erstaunt ebenfalls. Es erstaunt auch, wie Frankr. als Retter der CI verteidigt wird. Spätestens in Tunesien hat man gesehen, dass die Menschenrechte in für F nicht an erster Stelle kommen. Antworten


Max Untreu

19.04.2011, 17:55 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Was ist eine demokratische Lichtgestalt? Ouattara versteht wenigstens etwas von der Wirtschaft und hat keine Frau die ihm einredet, Gott hätte ihm/ihnen die CI geschenkt. Kurz, mag er auch keine "Lichtgestalt" sein, ist er mit Sicherheit das kleinere Übel. So ist es auch mit den Franzosen, im Vergleich zu den Chinesen.


Urs Giezendanner

18.04.2011, 00:12 Uhr
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"vor kurzem noch ein Vorzeigeland": Das war die Cote doch unter der Regierung Gbagbo ?!? Da wurde offensichtlich vieles richtig gemacht. Bis Gbagbo sich erfrecht hat, sich nicht mehr unbedingt den kolonialen Bedingungen Frankreichs zu beugen. Das macht man nicht ungestraft. Schon gar nicht in Afrika. Frankreich hat sich damit über Jahre wieder billige Rohstoffe gesichert, auf Kosten der Ivorer. Antworten


Max Untreu

18.04.2011, 09:26 Uhr
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Falsch. Die CI galt unter Boigny, als "Vorzeigeland", aber dies auch nur in wirtschaftlicher Hinsicht und nur in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung im Süden. Wers wirklich interessiert, kann das nachlesen, ist aber wohl anstrengender als nun einfach den Franzosen die Schuld für die Situation zu geben.


Julian Kamasa

16.04.2011, 17:19 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Die jetzige Situation war schon bei den Wahlen von 2000 vorhersehbar, weil Gbagbo das Konzept der ivoirité gegen Ouattara für sich in Anspruch nahm. Den Bürgerkrieg und das gewaltsame Entfernen Gbagbos aus dessen Amt hat der Chef der FPI billigend in Kauf genommen. Ob sich das äussere Eingreifen lohnen wird, lässt sich jetzt mit einer derartigen Sicherheit nicht sagen, lieber Herr Sturm. Antworten


Max Untreu

18.04.2011, 08:00 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Genau. Hinzu kommt, dass die Wahl von 2000 keine richtige Wahl war. Viele boykottierten den Anlass. Das Eingreifen jetzt, hat mit Sicherheit Menschenleben gerettet und verkürzt die Leidenszeit jener, die einfach wieder dem Alltag (der schon trist genug ist) nachgehen wollen.


Gunnar Sturm

16.04.2011, 13:10 Uhr
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Neueste Meldung aus Abidjan: weil die Rebellen (Ouattaras) sich in Youpougon nicht durchsetzen können, sind sie dazu übergegangen wieder in anderen Vierteln zu marodieren.
Die jetzige Situation war vorhersehbar, doch das wurde von Frankreich und ONUCI billigend in Kauf genommen!
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Matthias Borer

16.04.2011, 19:29 Uhr
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Meine Freunde, welche in Abidjan leben, sagen etwas anderes. Sie finden, dass die Situation schwierig ist, aber bei weitem nicht so schlimm, wie sie sich das die letzten Jahre ausgemalt hatten. In den Jahren, in welchen die Gbagbo Regierung Neuwahlen verhinderte. Man erwartete bei einer Abwahl Gbagbos viel mehr Unruhen (von Seiten der Jeune Patriot und der Armee) als dies jetzt eingetroffen ist.


Gunnar Sturm

16.04.2011, 13:00 Uhr
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Die UNO hatte ein Medikamenten/Embargo verhängt. Das Embargo wurde nach der Festnahme Gbagbos wieder aufgehoben.
Was sollte dieses Embargo bewirken? Ist das eine humanitäre Massnahme???
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Matthias Borer

16.04.2011, 19:39 Uhr
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Herr Sturm, von wo haben Sie diese Info? Seit 2007 hat UNICEF das Gesundheitsministerium landesweit unterstützt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die UNO die UNiCEF bei ihrer Arbeit behindert.
Der einzige Grund, der meines Erachtens möglich wäre (eine Annahme) ist, dass die Regierung die Häfen kontrollierte und die Medikamente sowieso nicht bei der Bevölkerung ankommen lies.


Severin Brunner

15.04.2011, 16:29 Uhr
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Ich sag's einmal mehr. Die Einmischung der Franzosen in Afrika bringt das absolute Desaster. Leider wird dieses Faktum einmal mehr bestätigt. Sie sollen sich endlich aus diesen Konflikten raushalten ! Sonst wird bald halb Afrika brennen .... Antworten


Gunnar Sturm

16.04.2011, 12:57 Uhr
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Das die Franzosen so brutal ihre Interessen durchsetzen wundert mich nicht. Das jedoch die UNO unter R2P (Uno-Jargon: zum Schutz der Zivilbevölkerung), sich an Angriffen mit Panzerbrechenden Waffen beteiligt, bringt mein Weltbild in Schieflage.
Zudem die ONUCI war maßgeblich an der Wahlfälschung beteiligt: siehe Ivoireleaks.de



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