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UNO beschliesst Syrien-Mission – Beobachter bereits auf dem Weg
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Der UNO-Sicherheitsrat hat die Entsendung von unbewaffneten Beobachtern zur Überwachung der Waffenruhe nach Syrien genehmigt. Mit der einstimmig verabschiedeten Resolution ist der Weg frei für ein Vorausteam von 30 Beobachtern.
Die ersten Mitglieder des Vorausteams könnten bereits morgen in Syrien eintreffen. Einige Militärbeobachter seien direkt nach dem Ratsentscheid in ein Flugzeug gestiegen, sagte ein Sprecher der UNO-Friedensmissionen, Kieran Dwyer, in New York. Annan hatte schon vor der Abstimmung im Rat erklärt, das Vorausteam stehe bereit. Die Resolution fordert zudem die Behörden in Syrien auf, für die Sicherheit des Teams zu sorgen und den Beobachtern Bewegungsfreiheit im Land zuzugestehen.
Russland lenkt ein
Die Beobachtergruppe soll dann auf mehr als 200 Mitarbeiter aufgestockt werden, die ihr Mandat durch eine weitere Resolution des Sicherheitsrats erhalten. Sie sollen die Einhaltung der Waffenruhe in Syrien durch Regierungstruppen und Aufständische überwachen. Die Waffenruhe ist Teil eines Sechs-Punkte-Plans des internationalen Syrien-Sondergesandten Kofi Annan.
Der Sicherheitsrat kündigte an, weitere Schritte zu prüfen, sollte die Gewalt in dem Land nicht enden. Zunächst hatte sich Russland gegen die von westlichen und arabischen Staaten formulierte Resolution gestellt. Später erklärte der russische Botschafter Vitali Tschurkin, er sei nun einverstanden mit dem jüngsten Resolutionsentwurf.
Mehrere Tote im ganzen Land
Trotz der seit drei Tagen geltenden Waffenruhe meldeten sowohl das Regime als auch die Opposition mehrere Zwischenfälle. Regierungstruppen hätten zwei von Rebellen gehaltene Viertel in der Stadt Homs unter Beschuss genommen, teilte das in Grossbritannien ansässige Syrische Observatorium für Menschenrechte mit.
Die amtliche Nachrichtenagentur SANA meldete derweil, Rebellen hätten in Homs das Viertel Sahra mit Granaten beschossen, eine Hochburg von Anhängern der Regierung. Dabei habe es einen Toten und zwölf Verletzte gegeben. Auch aus den Städten Aleppo, Daraa, Hama, Tin und dem Damaszener Vorort Dumair wurden mehrere Tote gemeldet. (ami/sda)
Erstellt: 14.04.2012, 20:30 Uhr
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