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Syrische Revolutionäre kritisieren die internationale Gemeinschaft
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Die syrische Protestbewegung ist von der Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf die blutigen Ereignisse in ihrer Heimat enttäuscht. Dies erklärte die so genannte Union der Koordinationskomitees der syrischen Revolution in einer Botschaft.
«Das internationale Schweigen zu diesem vorsätzlichen Morden erfüllt uns mit Schmerz und Misstrauen», hiess es in der Botschaft, die in der Nacht auf heute veröffentlicht wurde.
«Version des Regimes ist unlogisch»
Bei dem Doppel-Anschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind gestern rund 70 Menschen getötet worden. 372 Menschen wurden nach Angaben des Innenministeriums verletzt. Für die Anschläge machten sich Regime und Opposition gegenseitig verantwortlich.
Die Revolutionäre erklärten dazu: «Die Version des syrischen Regimes, das behauptet, die Opposition und die Revolutionsbewegung hätten dieses Verbrechen begangen, ist unlogisch.» Selbst wenn es unter in den Reihen der Regimegegner Terroristen gäbe, würden diese doch eher die vom Regime organisierten Jubelveranstaltungen für Präsident Baschar al-Assad attackieren, anstatt wahllos Passanten zu töten.
Neue Sanktionen der EU
Angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien will die Europäische Union ihre Sanktionen gegen die Führung in Damaskus nun weiter verschärfen. Drei weitere Personen sollen mit Einreiseverboten und Vermögenssperren belegt werden, wie EU-Diplomaten heute in Brüssel sagten. Zudem werden zwei weitere Unternehmen auf die Liste mit Firmen gesetzt, deren Guthaben in der EU blockiert werden. Der Beschluss soll offiziell bei einem Treffen der EU-Aussenminister am Montag in Brüssel fallen.
Die Europäische Union verhängte in den vergangenen Monaten bereits mehrfach Sanktionen, um die Regierung zu einem Gewaltverzicht zu bringen.
Frieden statt Überwachung gefordert
In einer Erklärung des Nationalen Koordinationskomitees für den Demokratischen Wandel hiess es heute ausserdem, ein Gesandter des UNO-Vermittlers Kofi Annan habe sich mit dem Vorsitzenden der Organisation, Hassan Abdul Asim, getroffen.
Ziel dieses Gesprächs sei es gewesen, den politischen Teil des Annan-Plans für Frieden in Syrien voranzubringen, anstatt sich immer nur auf die Überwachung der brüchigen Waffenruhe zu konzentrieren.
Die UNO-Beobachtermission in Syrien hatte im April begonnen. Die Zahl der unbewaffneten Militärbeobachter ist inzwischen auf 113 angewachsen, Ende Mai sollen es 300 sein. (fko/sda/AFP)
Erstellt: 11.05.2012, 14:32 Uhr
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