Stundenlanges Feuergefecht in Mali

Islamisten griffen die malische Stadt Kona an, worauf es zu lange andauernden Kämpfen mit Regierungstruppen kam. Über Tote oder Verletzte gibt es keine Informationen.

Haben den Norden unter Kontrolle: Bewaffnete Islamisten in Mali. (Archivbild)

Haben den Norden unter Kontrolle: Bewaffnete Islamisten in Mali. (Archivbild) Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In Mali haben sich Regierungstruppen und islamistische Aufständische gestern ein stundenlanges Feuergefecht geliefert. «Wir haben den Feind angegriffen», sagte ein Soldat aus der Stadt Kona telefonisch der Nachrichtenagentur AFP.

Kona liegt nahe der Stadt Mopti am Rande des von den Regierungstruppen kontrollierten Gebietes. Am Montag hatten die islamistischen Kämpfer, die den Norden des Landes kontrollieren, einen Angriff auf Kona gestartet.

Das Feuergefecht wurde von Einwohnern Konas bestätigt. «Wir hören häufig Geschützfeuer, die Armee schiesst und die Islamisten auch», sagte ein Einwohner am Telefon.

Die malische Regierung war im März durch einen Militärputsch gestürzt worden. Tuareg-Rebellen brachten daraufhin gemeinsam mit Islamisten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle. Anschliessend vertrieben die Islamisten die Tuareg-Rebellen jedoch aus den wichtigsten Städten und erklärten die islamische Scharia zur Rechtsnorm. (chk/sda)

(Erstellt: 10.01.2013, 03:43 Uhr)

Artikel zum Thema

Staatsbeamter neuer Regierungschef in Mali

Nach dem Rücktritt von Cheikh Modibo Diarra setzte der malische Präsident Django Sissoko als Regierungschef ein. Die Armee habe nicht geputscht, sondern lediglich den Abgang «erleichtert», teilt diese mit. Mehr...

Militärputsch in Mali – Regierungschef unter Arrest

Der malische Premier Diarra hat den Rücktritt der gesamten Regierung bekannt gegeben. Zuvor hatten ihn Soldaten verhaftet. Frühere Putschisten streiten ab, dass es sich um einen neuen Putsch handelt. Mehr...

3300 Soldaten gegen die Islamisten in Mali

Die Ecowas-Staaten haben sich auf eine Mali-Truppe geeinigt. Europäische Regierungen haben offenbar zugesagt, die Interventionskräfte auszubilden. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Die Welt in Bildern

Einen Liter Nagellack bitte: Ayanna Williams zeigt in London ihre 58 Zentimeter langen Fingernägel.
(Bild: Kirsty Wigglesworth) Mehr...