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Ausland

Nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe

Die Hungersnot Ostafrika ist noch nicht ausgestanden. Und schon droht dem Kontinent die nächste humanitäre Katastrophe: Betroffen sind acht Länder in der Sahelzone. Mehr als eine Million Kinder könnten sterben.

«Erwachsene leiden in einer Krise, aber Kinder sterben»: Hungerleidende in Darbani, Niger.

«Erwachsene leiden in einer Krise, aber Kinder sterben»: Hungerleidende in Darbani, Niger.

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Die Dürre am Horn von Afrika

Die Dürre am Horn von Afrika
Eine lang anhaltende Dürreperiode sorgt in Somalia und umliegenden Ländern für Hungersnot und Flüchtlingsströme. (Juli 2011)

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Hilfsorganisationen schlagen Alarm: Ein halbes Jahr nach Ausrufung der Hungersnot in Teilen Ostafrikas droht im Westen des Kontinents die nächste Katastrophe. Zum dritten Mal binnen weniger Jahre sucht Dürre die Sahelzone heim und gefährdet Millionen Menschen, besonders Kinder. Schon jetzt leiden den Angaben zufolge in Niger, Mali, Mauretanien und Tschad sechs Millionen Menschen Hunger. Die Weltgemeinschaft müsse dringend handeln, fordern die Organisationen, und dürfe nicht die gleichen Fehler machen wie am Horn von Afrika.

Dort starben den Fachleuten zufolge tausende Menschen unnötigerweise und wurden Millionensummen verschleudert, weil die Staatengemeinschaft nicht rechtzeitig auf die Warnsignale reagierte. Die meisten reichen Geberländer stellten nennenswerte Hilfsgelder erst zur Verfügung, als die Krise schon voll ausgebrochen war und Menschen verhungerten, kritisierten Oxfam und Save the Children kürzlich in einem Bericht.

Selbstkritisch merkten sie an, das auch die Hilfsorganisationen ihre Tätigkeit zu langsam aufstockten. «Wir alle tragen Verantwortung für diese gefährliche Verzögerung, die in Ostafrika Menschenleben gekostet hat, und müssen aus der verspäteten Reaktion Lehren ziehen», erklärte Oxfam-Leiterin Barbara Stocking. Bis zu 100'000 Menschen starben vor allem in Somalia, aber auch in Äthiopien und Kenia. Und die Krise ist noch nicht vorüber: Noch immer sind nach UN-Schätzungen 250'000 Somalier vom Hungertod bedroht, und mehr als 13 Millionen Menschen brauchen Hilfe.

Dritte Trockenheit in kurzer Folge

Zugleich zeichnet sich nach ausbleibenden Regenfällen und Missernten in Westafrika eine Ernährungskrise ab, die Hilfsorganisationen zufolge über zehn Millionen Menschen in der Sahelzone gefährdet. Die Zone umfasst acht Länder: den Norden Senegals, Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso, den Norden Nigerias, Kamerun und den Süden des Tschads. Dürre tritt hier immer häufiger auf; zuletzt wurde 2005, 2008 und 2010 der Notstand ausgerufen. Von der letzten verheerenden Trockenheit hat sich die Region immer noch nicht erholt. Viele Familien haben ihr Vieh verloren, ihre Ersparnisse aufgebraucht und besitzen jetzt nichts mehr, um etwas zu essen zu kaufen.

Besonders gefährdet sind die Kleinsten. Das UN-Kinderhilfswerk rechnet damit, dass über einer Million Kinder in den acht betroffenen Ländern lebensgefährliche Unterernährung bevorsteht. «Erwachsene leiden in einer Krise, aber Kinder sterben», warnt Unice-Sprecher Martin Dawes. UN-Hilfswerke wie Unicef und das Welternährungsprogramm zählen zu den Organisationen, die auf die ersten Alarmsignale aus Westafrika Ende vergangenen Jahres rasch reagierten und Nahrungsmittelhilfe anleierten.

Je später, desto teurer

Diesmal soll es besser laufen als am Horn von Afrika: «Im Rückblick erkennt jeder, dass da mit Verspätung reagiert wurde. Wegen dieser Verzögerung sind zehntausende Menschen gestorben», sagt der Einsatzleiter Westafrika von Oxfam, Stephen Cockburn. «Aus dieser jüngsten und bitteren Erfahrung wissen wir, wo die Risiken liegen.»

Und die Nothilfe war teurer, als Vorbeugung gewesen wäre, wie die Helfer in ihrem Bericht vorrechnen: Fünf Monate lang Wasserrationen für 80'000 Menschen in Äthiopien mit Lastwagen heranzukarren, schlug mit über drei Millionen Dollar (2,2 Millionen Euro) zu Buche. Vorsorglich für den gleichen Kreis Versorgungsquellen zu erschliessen, hätte nur 900'000 Dollar (rund 820'000 Schweizer Franken) gekostet. Wassserlieferungen per Lkw seien das letzte Mittel, sehr teuer und ineffektiv, erklärt Oxfam-Mitarbeiter Alun McDonald. «Es ist viel kostengünstiger, rechtzeitig zu investieren» und beispielsweise Dämme, Brunnen und Wasserspeicher anzulegen. «Je früher Sie reagieren, desto mehr bekommen Sie für ihr Geld.» (mrs/dapd)

Erstellt: 28.01.2012, 23:26 Uhr

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53 Kommentare

lora kamm

29.01.2012, 21:18 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Unfassbar, wie im Zentrum des Reichtums (CH) über hungernde und kommende Verhungernde gedacht wird. Unfassbar! Afrika ist die Wiege der Menschheit! Afrika wurde auf's Übelste kolonialisiert, versklavt und seither seiner Schätze beraubt. Grosse Teile Afrika's wurden mit Aid's überzogen. Afrika, der reichste Kontinent kontinuierlich vom Westen geschändet - und dann diese Kaltblütigkeit.... Antworten


Peter Koller

29.01.2012, 17:28 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Es sind verschiedene Faktoren die einer Hungersnot zugrunde liegen. Einer davon ist dass, ein afrikanischer Bauer seine Hühner nicht zu dem Preis produzieren kann wie Hähnchen von europäischen Grosskonzernen sauber verpackt angeboten werden. So etwas kann man nur als krank bezeichnen! Da würde ich mich auch hüten Hühner zu züchten und würde auch am Schatten liegend Däumchen drehen. Antworten


Oski Hauser

29.01.2012, 22:31 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Und auf die Hilfswerke warten....


Ronnie König

29.01.2012, 16:29 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Lasst mal die Entwicklungshilfe. Redet besser von der Verwicklungshilfe! Geld wird gegeben und soll dann bei uns für Bullshit ausgegeben werden. Bsp. Waffen oder Maschinen (Personal fehlt). Oder Landreformen die nur Multis dienen. Niemand hört auf Einheimische. Weder wir noch deren Regierung. Und es wird vermehrt Flüchtlinge in unsere Richtung geben. Da wir mitschuldig sind. Antworten


Robert Szabo

29.01.2012, 15:40 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Die Kommentare die ich hier lesen muss schockieren mich zutiefst. Wie kann man nachts noch guten Gewissens schlafen, wenn man kein Problem daran hat, dass zur selben Zeit in Afrika Millionen Menschen sterben. Und allen die Behaupten in Afrika habe sich in den letzten 50 Jahren nichts geändert: Wo leben sie denn, natürlich hat sich etwas getan. Es geht Afrika heute bessser als vor 50 Jahren! Antworten


Andreas Schmid

29.01.2012, 19:11 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Differenziert denken ist alles! Niemand hat gesagt, dass man leichten Herzens über sowas hinweg geht. Es geh einfach darum, dass diese Problematik leider kurzfristig und durch blosse Dauerzufuhr von Lebensmitteln logistisch und finanziell nicht mehr zu bewältigen ist. Und das bedeutet, dass dass es künftig auf diesem Planet Gebiet geben wird, wo aus diesen oder jenen Gründen massiv gestorben wird


lucius mayer

29.01.2012, 15:27 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Trotz harter klimatischer Bedingungen explodiert die Bevölkerung Afrikas netto nach wie vor. Die Berichte zu Hungernöten sind vor allem Wasser auf die Mühlen der Hilfeindustrie. Die einzige sinnvolle Hilfe bestünde in der Umsetzung einer restriktiven Familienplanung, die auf den harten Widerstand der Fundamentalisten aller Religionen stösst. Antworten


Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani

29.01.2012, 14:14 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Ich werde auf alle Fälle Geld spenden, ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, das Kinder sterben müssen. Antworten


Andreas Schmid

29.01.2012, 13:25 Uhr
Melden 8 Empfehlung

So deprimierend es auch ist, es gilt die Fakten traurig zu akzeptieren: Klima, Dürren und organisatorisches Unvermögen führen in Afrika zu humanitären Katastrophen, die wir nicht aufzuhalten vermögen. Hilfsgelder werden mehr und mehr von den bisherigen Geberländern selbst benötigt und in Afrika werden Millionen Menschen in absehbarer Zeit sterben. Was wir nicht aufhalten können. Das sind Fakten! Antworten


Ronnie König

29.01.2012, 16:23 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Und für unser Uran aus dem Niger wollen wir auch keine fairen Preise bezahlen und dafür schauen, dass Mineure zu fairen Löhnen arbeiten können. Baumwolle soll auch gratis geliefert werden und das Fleisch wollen wir nicht, subventionieren aber Exporte nach da. Informieren sie sich erst mal!


Christoph Gruber

29.01.2012, 12:49 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Die Afrikanische Union hat soeben in Addis Abeba ihren für 200 Mio Dollar erbauten Sitz eingeweiht - finanziert von den Chinesen. Die Entwicklungshilfe-Industrie wird sich nicht davon abhalten lassen, weiterhin "Projekte" zu finanzieren. Zuviele Arbeitsplätze von Entwicklungshelfern und -helfernnen hängen daran. Der effektive Nutzen interessiert nicht. Antworten


Sonja Sempacher

29.01.2012, 14:40 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Die Chinesen kaufen das Land in Afrika, die geben keine Entwicklungshilfe, Herr Gruber. dann heissts: wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Aber das werden wir hier auch zu spüren bekommen, wenn die Chinesen uns nach dem Vollcrash das Land unterm Hintern weg kaufen.


Christoph Gatti

29.01.2012, 11:06 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Seit Jahrzehnten wurden Milliarden von Entwicklungshilfegeldern nach Afrika gesandt und was haben sie daraus gemacht? Nichts und das Elend wird jedes Mal grösser. Das gleiche Geld nach Asien investiert und dort würden die meisten Staaten blühen. Afrika ist ein verlorener Kontinent. Leider. Und mit Brunnen bauen ist es nicht getan!! Antworten


Oski Hauser

29.01.2012, 11:43 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Leider haben sie vermutlich Recht Herr Gatti :-/


Oski Hauser

29.01.2012, 09:33 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Macht eigentlich die schwerreiche arabische Liga auch etwas in Sachen Entwicklungs- und Nothilfe in Afrika, oder verkaufen die ausschliesslich Oel? Antworten


Fritz-Ulrich Hein

29.01.2012, 09:16 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Aber auch die Hilfsorganisationen sind gefragt, nicht so viel Geld in ihrer eigenen Verwaltung versickern zu lassen, sondern diese 1:1 weiterzugeben. Antworten


Linus Huber

29.01.2012, 02:21 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Die gegenwärtige Geldpolitik der Zentralbanken versucht mit allen Mitteln die nötigen Abschreibungen auf Fehlinvestitionen zu verhindern. Als Nebenwirkung entstehen neue Blasen (Staatsüberschuldungen, Spekulationen in Rohstoffen/Nahrungsmitteln). Mit dieser ankerlosen Geldpolitik werden diejenigen am unteren Ende der Sozialstruktur am stärksten geschädigt. Antworten


walter bossert

29.01.2012, 04:38 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Ist das nicht eine etwas vereinfachte und tendenziöse Darstellung der Dinge?Die Geldpolitik,wenn auch nicht Schutzbedürftig, kann an den Immer wiederkehrenden Natur-Katastrophen auch nichts ändern. Nicht umsonst waren früher weite Gebiete dieses Kontinents nur von Nomaden "besiedelt" Die Vegetation dieser Länder gibt einfach nicht mehr her.


Marcel Bühler

29.01.2012, 01:34 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Weil 1 Million $ nicht rechtzeitig aufgebracht wurden, sind also gegen 100'000 Menschen letzten Sommer in Ostafrika ums Leben gekommen, Gleichzeitig hat die NATO einen teuren Krieg "zum Schutze von Zivilisten" in Libyen gegen das Ghadhafi-Regime geführt, dem der Tod von rund 5'000 Menschen in 40 Jahren (!) vorgeworfen wurde. Man sieht die Prioritäten westlicher Politik bzw. Resourceneinsatzes. Antworten


Susi Eder

29.01.2012, 01:13 Uhr
Melden 35 Empfehlung

Begreifen die Regierungen nicht oder wollen sie nicht. Afrika ist nicht zu helfen. Seit 50 Jahren höre und lese ich stets das gleiche. Die abermilliarden Euro, welche nach Afrika fliessen, werden rasch gestoppt und versickern in Taschen, für die sie nicht gedacht waren. So grausam es klingt: Keine Hilfe mehr für Afrika. Brunnen und Wasserspeicher sind viele angelegt worden und sie vergammeln. Antworten


Jonas Wanzenried

29.01.2012, 22:38 Uhr
Melden 5 Empfehlung

@Sempacher: Ich habe meinen Teil für diesen Planeten getan, indem ich auf Nachwuchs verzichtet habe. Deswegen muss ich mich auch nicht sorgen, dass meine Kinder verhungern. Und selbst kann man immer noch freiwillig aus dem Leben scheiden, falls es soweit kommen sollte. Wie ich schon sagte, der einzelne Mensch (inkl. ich selbst) ist unwichtig.


Sonja Sempacher

29.01.2012, 14:46 Uhr
Melden 5 Empfehlung

@Wanzenried: Wie würden Sie reden, wenn SIE Hunger hätten und sie IHREN Kindern beim Sterben zuschauen müssten ? Ihre ehrliche Antwort ist gefragt! Mir fällt auf, dass hier viele Kommentatoren davon ausgehen , dass hier alle in allen Belangen des Lebens so viel beser sind. Wer weiss wo wir nochmal anklopfen müssen? ein Atom-Gau in De oder FR genügt vollkommen.


Eddy Keller

29.01.2012, 13:04 Uhr
Melden 6 Empfehlung

@Sonja Sempacheru: Mitleid mit Kinder? Wenn sie erwachsen sind, machen genau so weiter wie bisher. Hlfe ist kontraproduktive und somit keine natürlichen ausgleich. Früher hat dort eine Familie 12-15 Kinder, damit 5 überleben. Mit der Hilfe u. Imfungen sterben fast keine mehr. Kommt noch dazu, dass die Afrikanische Bevölkerung bis 2050 auf drei Mia. und bis 2100 auf 15 Mia. Menschen anwachsen.


Peter Berger

29.01.2012, 12:48 Uhr
Melden 6 Empfehlung

@Schneider: Sie bringen es auf den Punkt! Hilfsgelder, gespendete Kleider aus Europa, Nahrung der UN, etc. animiert die Menschen doch nur, nichts zu tun. Sie bekommen ja alles von uns. Es würde ihnen auf Dauer mehr helfen, wenn sie wieder auf sich selbst gestützt eine ordentliche (Land-)Wirtschaft aufbauen und für sich selber produzieren..


pirmin schneider

29.01.2012, 11:08 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Ich habe 3 Jahre in Nairobi miterlebt, was "Entwicklungshilfe" der Gutmenscan Schaden anrichtet. Das Geld versickert in den Haenden der lokalen Herrschaft, Passivitaet der Bevoelkerung wird noch gefoerdert. Kenia koennte Nahrungsmittelexpoteur sein, aber warum soll jemand am Turkana-See Mais anbauen, wenn die UN tonnenweise Lebensmittel einfliegt. Und wehe, der Tisch ist mal nicht gratis gedeckt..


Konrad Schläpfer

29.01.2012, 10:23 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Narürlich haben sie Recht Frau Eder.In den letzten 50 Jahren wurden viele Milliarden an Entwicklungshilfe nach Afrika vergeben ohne irgendwelche Verbesserungen.Wenn es nicht gerade Dürren sind ,dann halt Bürgerkriege, der Geburtenüberschuss, der allgm. Schlendrian und Korruption machen den Völkern Afrikas das Leben schwer.


Jonas Wanzenried

29.01.2012, 10:17 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Auch ich sehe es so. Hunger ist ein natürliches Mittel, die katastrophale menschliche Übervölkerung zu regulieren. Wenn wir heute 1 Million Kinder vor dem Hungertod retten, werden die sich vermehren, und in 20 Jahren haben wir dann 10 Millionen hungernde Kinder. Wir müssen endlich das Gutmenschtum überwinden und die Natur wieder uns regulieren lassen. Der einzelne Mensch ist nicht wichtig.


Markus Weilenmann

29.01.2012, 09:58 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Na ja, Frau Eder, und dann wundert man sich, dass so viele Leute aus Afrika nach Europa flüchten (als sog. "Wirtschaftsflüchtlinge"). Bestimmt, in der Entwicklungshilfe läuft vieles falsch (wie auch in anderen Arbeitsfeldern), aber wir wollen vor solchen Herausforderungen doch nicht einfach kapitulieren! Glauben Sie, die Armen schauen uns einfach zu, wie wir unsere Bäuche voll schlagen?


Konrad Thielmann

29.01.2012, 08:48 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Auch Sie begreifen manches nicht, Susi Eder. Dürre und Klimwandel haben weder mit vergammelnden Brunnen noch mit Missbrauch von Hilfsgeldern etwas zu tun. Und wenn Sie den Beitrag aufmerksam lesen würden: Es ist nicht seit 50 Jahren dasselbe, bei einer dritten Dürre solchen Aumasses innerhalb weniger Jahre. Das wäre in Europa genau so eine Katastrophe.


Mark Schneider

29.01.2012, 08:26 Uhr
Melden 20 Empfehlung

@Sempacher: Es bringt echt nichts da stets Geld reinzumpumpen. Weniger Kinder auf die Welt setzten, Familiengrösse planen dem Einkommen angemessen, Verhütung: Das ist die beste Hilfe, für den ganzen Planeten.


Sonja Sempacher

29.01.2012, 08:15 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Ich dachte, Frauen hätten Kindern gegenüber mehr Mitgefühl, danke für die Desilluionierung. Frau Eder, es geht hier nicht um Hilfe für Afrika, sondern um Nothilfe vor dem Hungertod. Das ist ein extrem schmerzhafter Tod! Sie verwechseln humanitäre Hilfe mit Entwicklungshilfe und verurteilen Unschuldige in einer Kriegssituation zum Tode, Geniessen Sie Ihren Sonntagsbraten !


mark schneider

29.01.2012, 00:57 Uhr
Melden 36 Empfehlung

Es geht nicht darum Geld für humanitäre H. in diese Länder zu pumpen, sondern darum, dass diese Völker lernen ein Familien-Planing zu betreiben, Verhütung, Familiengrösse dem Einkommen angemessen. Wenn alle überleben würden, so brutal das tönt, droht auf lange Sicht die totale Erdüberbevölkerung aus den Drittweltländer. Lernen keine resp. weniger Kinder auf die Welt setzen ist die beste Hilfe ! Antworten


Sonja Sempacher

29.01.2012, 14:51 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@eddy Keller: Ich habe den Eindruck, dass ganz viele Männer -hier und in Afrika- das Problem sind. Und die Frauen sollen Hormone untergemischt kriegen. Das tönt nicht brutal, das einfach nur krank!


Eddy Keller

29.01.2012, 13:10 Uhr
Melden 6 Empfehlung

@Sonja Sempacher: es tönt zwar ein bisschen brutal, aber die Lösung wäre die Verhütungsmittel unter dem Wasser und Lebensmittel zu mischen!


Michael Breuer

29.01.2012, 11:39 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Können oder wollen Sie es nicht begreifen? Familienplanung muss man sich leisten können. Ohne Sozialversicherungen kann man sich den Luxus der Einkindfamilie nicht leisten. Noch vor 100 Jahren bitterarme Schweizer Bauerfamilien viele Kinder,obwohl sie sie mehr schlecht als recht ernähren konnten. Und es lag bestimmt nicht daran das sich Mami und Papi so lieb hatten. E Guete!


Rosemarie Imholz

29.01.2012, 09:08 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Ich bin mit Ihnen völlig einverstanden, die M ganz Afrika boomt seit vielen Jahrzehnten mit seinem Kindersegen und soll sich selber entwickeln. Wichtig ist dabei die Entwicklung der Frauen, ohne das funktionierts nicht. Beispiel KENIA: Kenyatta 1975! führte die Gratispille u.-Spritze für Frauen ein, Kenia hat heute weltweit die höchste Vermehrungsrate, weil die Frauen es nicht kapiert haben.


Sonja Sempacher

29.01.2012, 08:31 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Das ist im Prinzip absolut richtig, Herr Schneider. Aber vorher müssen Sie die Frauen alphabetisieren und ein funktionierendes Rentensystem schaffen, denn ohne Lesen zu können kennt man seine Rechte (auch auf Verhütung!)nicht und ohne Rente braucht es viele Kinder, die einen im Alter ernähren. Keine Frau hat freiwillig so viele Geburten ohne medizinische Hilfe,


Don Max

29.01.2012, 00:42 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Nicht zu vergessen: wer als Kind Hunger dieser Form erleidet und überlebt, wird sein Leben lang körperlich und leistungsmässig (Körper wie Geist!) niemals so leistungsfähig sein, wie Menschen die das nicht erleiden mussten. Sprüche klopfen wie "die müssen halt nur härter arbeiten" sind dann ebenso fehl am Platze, wie einen Rollstuhlfahrer abzumahnen, er solle endlich seinen faulen Hintern heben. Antworten


David Rothschild

29.01.2012, 00:20 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Wiso wird so viel Geld für die Euro Rettung ausgeben, und so wennig für die hungernden Menschen??? Antworten


Juerg Demarmels

30.01.2012, 00:13 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@David. Weil, wenn der EURO bachab geht, es denen in Afrika noch VIEL schlechter gehen wuerde


Hans Meier

29.01.2012, 22:09 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Weil die Islamisten die Hilfe eh nicht durchlassen. Der Westen zahlt fuer Afrika, seit ich denken kann. Und was hat sich geaendert? Die Namen der Diktatoren, sonst nichts.


paul rickenbacher

28.01.2012, 23:54 Uhr
Melden 27 Empfehlung

Was soll man da noch fuer einen Kommentar schreiben?Eine Hungersnot,dann die naechste ohne Ende!Das ist sehr traurig;und niemand erfreut so etwas.Aber trotzdem muss ich der Frau B. Stocking wiedersprechen,Sie sagt wir Alle tragen die Verantwortung fuer diese Situation,Ich nicht,denn Ich zeuge keine Kinder in Afrika! Antworten


Mark Schneider

29.01.2012, 08:31 Uhr
Melden 16 Empfehlung

@Sempacher: Man kann doch nicht immer sagen die westliche Welt sei verantwortlich wenn in den Drittweltländern Kinder sterben. Es gibt nur jemand, der diese Verantwortung trägt: Die Eltern. Eltern welche Kinder in die Welt setzten für die sie nicht sorgen können, das ist wirklich unverantwortlich und brutal.


Stephanie Oldani

29.01.2012, 08:24 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Tja wenn die Welt so einfach gestrickt wäre! Klimastress, der Anbau von Pflanzen zur Bioenergie-Produktion und Regierungen, die ihr Land an ausländische Investoren verpachten, damit die dort Kaffee/ Palmöl für Europa etc. anbauen (statt dass das Land zum Anbau der benötigten Grundnahrungsmittel gebraucht wird). Das sind die Ursachen für den Hunger, dafür sind wir in Europa ALLE mitverantwortlich!


Sonja Sempacher

29.01.2012, 08:21 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Aber Sie profitieren von den viel zu billigen Rohstoffen und Nahrungsmitteln von dort! Afrika EXPORTIERT Nahrungsmittel! Wir profitieren von den rücksichtslosen Verhandlungen einiger unserer Politiker mit korrupten Staatschefs in Afrika, unter anderem auch in Sachen Waffenhandel, auch dadurch gibt es immer wieder Krieg. Und die Blutdiamanten an der Bahnhofstrasse funkeln. Btw: Ich bin nicht "links


Walter Reinhart

28.01.2012, 23:48 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Auch auf die Gefahr hin, auf vielseitiges Unverständnis zu stossen, sei die Frage erlaubt: Sind denn Opfer von Dürren, Überschwemmungen oder andere Naturkatastrophen nicht eine natürliche Aussonderung der Schwachen, wie sie in der Natur immer wieder vorkommt? Die Überlebensfähigkeit ganzer Völker ist doch immer wieder durch Naturereignisse in Frage gestellt. Antworten


Walter Reinhart

29.01.2012, 17:49 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern. (Chinesisches Sprichwort)


Walter Reinhart

29.01.2012, 17:47 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Ihr Kommentar, Frau Sempacher, bestätigt, dass die Problemursachen bei den Betroffenen liegen. Für deren Gesellschaftsordnung sind diese selbst verantwortlich. Für deren wirtschaftliche Entwicklung auch. Das Thema Verhütung hängt sehr eng und ursächlich mit dem Ernährungsproblem zusammen. Nahrungsspenden sind nutzlose Pflästerlipolitik ohne Ende und leider auch ein gutes Geschäft.


Sonja Sempacher

29.01.2012, 14:37 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@Jutta Maier: wenns nicht so traurig wäre müsste ich echt lachen. da wird über den Hungertod berichtet und sie wollen Kondome verteilen. Wahrscheinlich haben sie noch nie mit einem Mann zu tun gehabt , der kein Kondom benutzen will. Einfach nicht WILL. Wir hier im Westen sind fein raus. wir Frauen hier können gehen und Adieu sagen. Tun Sie das in der Sahelzone. Einfach lachhaft.


peter wiesendanger

29.01.2012, 09:34 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Genau Frau Oldani und Frau Sempacher sie bringens ziemlich auf den Punkt.
Wir haben eine Verantwortung gegenüber solchen Länder! wir können zu fair einkaufen und unseren Fussabdruck auf dieser Erde verkleinern. wir können aufhören ein System zu unterstützen, dass nur auf Konsumieren, verbrauchen ohne nachhaltigkeit aufgebaut ist. Und trotzdem dürfen wir Freude am leben haben.


Jutta Maier

29.01.2012, 08:47 Uhr
Melden 14 Empfehlung

@Frau Sempacher. Eine Gesellschaft, die so stark vom Ackerbau abhängig ist, unterliegt nun mal der Natur und macht sie vulnerabel für Klimakatastrophen (die der gierige Westen oft genug verursacht). Eine Nahrungslieferung resultiert nur im künstlichen Überleben und unverhältnismässiger Vermehrung. Die Verteilung von Kondomen wäre sinnvoller, gerade in der Sahelzone.


Hans Abächerli

29.01.2012, 08:36 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Nur dass viele Menschen immer mehr Mühe damit haben, dies zu akzeptieren, Herr @Reinhart. So z.B. der Klimawandel. Ein natürliches Ereignis, so alt wie die Erde, nur dass jetzt die Menschen daran 'schuld' sein sollen! Einverstanden, es stecken materielle Interessen dahinter, weil viele Leute noch mehr Kohle mit den 'Kompensationszahlungen' ('Sünden-Ablasszahlungen') und 'Zertifikaten' verdienen.


Sonja Sempacher

29.01.2012, 08:27 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Sie lassen mich schaudern: Von der Warte eines übervoll gedeckten Tisches über verhungernde Kinder als Schwächlinge zu urteilen haut mir schon den Nuggi raus! Wie wäre es, wenn Sie sich mal über die Zusammenhänge dieser Tragödie schlau machen würden und uns bis dahin mit Ihren sozialdarwinistischen, pseudo-höflich formulierten "Theorien" verschonen. Nur das MIteinander hat Zukunft!



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