Ausland
Möglicher Durchbruch im Atomstreit
Zweiter US-Flugzeugträger im Golf
Inmitten der angespannten Lage im Atomstreit mit dem Iran haben die US-Streitkräfte einen zweiten Flugzeugträger in den Persischen Golf entsandt. Es sei erst das vierte Mal in den vergangenen zehn Jahren, dass die US-Marine zwei Flugzeugträger in derselben Weltregion einsetzt, sagte Marinesprecherin Amy Derrick-Frost von der in Bahrain stationierten 5. US-Flotte.
Ebenso wie die Abraham Lincoln werde auch die USS Enterprise die Militäroperationen in Afghanistan sowie den Kampf gegen Piraten im Golf von Aden und vor der Küste Somalias unterstützen, sagte Derrick-Frost. Ausserdem würden die Kampfschiffe auf den strategisch wichtigen Schifffahrtsrouten patrouillieren, auf denen ein Grossteil des weltweit verbrauchten Öls transportiert wird. Iran drohte in der Vergangenheit mehrfach mit der Blockade dieser Schifffahrtswege. (dapd)
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Vor Beginn einer neuen Runde der internationalen Atomgespräche in dieser Woche hat der Iran einen möglichen Kompromiss angedeutet. Der Leiter des iranischen Atomprogramms, Fereidun Abbasi, erklärte, Teheran könne seine Produktion von auf 20 Prozent angereichertem Uran einstellen, das für einen Forschungsreaktor benötigt wird.
Das Land werde aber weiterhin niedriger angereichertes Uran für die Energiegewinnung herstellen. Abbasi sagte am Sonntagabend im staatlichen Fernsehen, dies könne geschehen, sobald der Iran ausreichend höher angereichertes Uran gelagert habe.
Zuvor hatte sich ein Streit um die erst kürzlich vollendete iranische Atomanlage Fordo angedeutet. Während der Westen nach einem Bericht der «New York Times» die Schliessung der Anlage verlangen will, sprach der Chef des iranischen Atomprogramms, Fereidun Abbassi Davani, von «unlogischen Forderungen».
Gespräche ab Samstag
Die Europäische Union hat unterdessen bestätigt, dass die neuen Atomgespräche mit dem Iran am Samstag in Istanbul beginnen. Die EU erhoffe sich von dem Treffen «Ergebnisse, die ein Vorankommen erlauben», sagte ein Sprecher der Aussenbeauftragten Catherine Ashton heute in Brüssel.
Die vorangegangenen Gespräche der 5 1-Gruppe mit dem Iran waren im Januar 2011 in Istanbul ergebnislos abgebrochen worden. Der 5 1- Gruppe gehören die Vetomächte USA, Russland, China, Grossbritannien und Frankreich sowie Deutschland an. (rub/dapd/sda)
Erstellt: 09.04.2012, 09:53 Uhr
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