Ausland

Malaysia liefert Mohammed-Zweifler an Saudiarabien aus

Aktualisiert am 13.02.2012 92 Kommentare

In Malaysia veröffentlichte der Journalist Hamsa Kaschgari via Twitter Mohammed-kritische Nachrichten. Nun soll er in sein Heimatland Saudiarabien ausgeliefert werden. Dort droht ihm die Hinrichtung.

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«An deinem Geburtstag werde ich mich nicht vor dir verbeugen»: Der Journalist hat sich inzwischen für seine Äusserungen entschuldigt. Trotzdem wird er ausgeliefert.

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Malaysia hat einen wegen seiner kritischen Bemerkung über den Propheten Mohammed gesuchten saudiarabischen Journalisten an sein Heimatland ausgeliefert. Hamsa Kaschgari habe am Sonntag in Gewahrsam saudiarabischer Beamter das Land verlassen, sagte ein malaysischer Regierungsvertreter.

Eine über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete Bemerkung Kaschgaris über den islamischen Religionsgründer hatte in Saudiarabien für Empörung gesorgt. Einige forderten sogar seine Hinrichtung.

Forderung zur Hinrichtung via Facebook

«An deinem Geburtstag werde ich mich nicht vor dir verbeugen», hatte Kaschgari geschrieben. «Ich habe Sachen an dir geliebt und ich habe Sachen an dir gehasst und es gibt viel, was ich über dich nicht verstehe.»

Angesichts Zehntausender empörter Reaktionen hatte Kaschgari sich entschuldigt. Ein hochrangiges Komitee islamischer Geistlicher erklärte ihn aber zum «Ungläubigen» und forderte, dass er vor Gericht gestellt werde. Tausende Menschen schlossen sich darauf einer Facebook-Seite ein, die seine Hinrichtung fordert.

Kein Auslieferungsabkommen

Kaschgari, der für eine Lokalzeitung in Dschiddah arbeitet, wurde bei seiner Ankunft am Donnerstag in Malaysia aufgrund eines von Interpol ausgestellten Haftbefehls von den malaysischen Behörden festgenommen.

Menschenrechtsgruppen forderten darauf die Regierung in Kuala Lumpur auf, ihn nicht auszuliefern, da ihm bei einem Verfahren in dem erzkonservativen Königreich die Todesstrafe drohe. Die beiden Staaten haben kein Auslieferungsabkommen, unterhalten aber freundschaftliche Beziehungen.

Malaysia rechtfertigt sich

Malaysia hat am Montag die Ausweisung verteidigt. Malaysia sei kein sicherer Hafen für Terroristen und Personen, nach denen in ihrer Heimat gefahndet werde, sagte Heimatminister Hishammuddin Hussein. Die Abschiebung sei auf Bitten der saudischen Regierung erfolgt.

(mrs/sda)

Erstellt: 13.02.2012, 07:58 Uhr

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92 Kommentare

Rene Rey

13.02.2012, 08:34 Uhr
Melden 114 Empfehlung

"An Deinem Geburtstag werde ich mich nicht vor Dir verbeugen." Ist das ein Grund fuer die Todesstrafe ? Die Zeiten der Hexen Verfolgungen des 16/17 Jahrhunderts sind wieder erwacht. Warum gibt es in der Schweiz so viele Leute, die solche Tyrannen und Unsinn unterstuetzen ? Religion, die Gewalt predigt sollte bei uns nicht erlaubt sein. Und bald gibt es bei uns eine Islamisten Partei? Gute Nacht... Antworten


Michael Haug

13.02.2012, 09:22 Uhr
Melden 92 Empfehlung

Das einzig Gute am baldigen Ende des Erdölzeitalters ist, dass diese wahabbitischen Extremmuslimstaaten wieder zu dem werden, was sie vor dem Beginn des Erdölzeitalters waren: öde Wüstenstaaten, ohne andere Vorzüge, sprich eine unbedeutende Marginalie auf der Weltkarte. Antworten



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