Ausland
Libyen will Tripolis bis Ende Jahr entwaffnen
Aktualisiert am 07.12.2011 8 Kommentare
Massenweise Waffen in den Händen von Ex-Rebellen: Zu dieser Herausforderungen hat die libysche Übergangsregierung bisher geschwiegen. Nun geht sie das Problem an – zumindest in der Hauptstadt. (Video: Reuters )
Artikel zum Thema
- UNO bleibt drei Monate länger in Libyen
- Das sind Libyens grösste Probleme
- Bericht: Libysche Milizen misshandeln Frauen und Kinder
- Ghadhafi, der sadistische Sexsüchtige
- Libyen verbannt frühere Ghadhafi-Getreue aus Staatsdienst
- Bewaffnete belagern in Tripolis Ministerien
Bildstrecke
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die libyschen Behörden haben gestern eine Entwaffnung von Tripolis bis Ende Dezember angekündigt. Sämtliche Kämpfer, die seit dem Sturz des Regimes von Muammar al-Ghadhafi in der Hauptstadt seien, müssten sich entweder den neuen Sicherheitskräften anschliessen, oder aber zu einem «zivilen Leben zurückkehren», teilte der Stadtrat mit.
Mitglieder ortsfremder Brigaden, die den Kampf gegen Ghadhafi unterstützt hätten, seien aufgefordert, bis zum 20. Dezember die Stadt zu verlassen. Bisher hatte die libysche Übergangsregierung sich nicht eindeutig zu dem Problem der unkontrollierten Verbreitung von Waffen in Tripolis geäussert.
Den Haag will Saif al-Islam sehen
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IStGH) hat Libyen aufgefordert, Mitarbeitern des Gerichts Zugang zu Saif al-Islam al-Ghadafi zu gewähren. In einem gestern Dienstag veröffentlichten Schreiben erklärten die Richter des IStGH, sie wollten wissen, «wann und wo» der Sohn des getöteten früheren Machthabers Muammar al-Ghadhafi von Vertretern des Gerichts befragt werden könne. Dabei solle Saif al-Islams physischer und geistiger Zustand bewertet werden.
Ausserdem soll er gefragt werden, ob er gerichtlichen Beistand durch einen Anwalt wünsche. Der IStGH stellt in dem Schreiben auch direkt die Frage, ob Libyen beabsichtige, Ghadhafi nach Den Haag auszuliefern. (ami/dapd)
Erstellt: 07.12.2011, 15:56 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
8 Kommentare
Erstaunlich wie wenig über Libyen in den Mainstreammedien seit dem Fall Ghadaffis zu lesen ist. Dabei geht es dort gemäss libyschen Blogs heisser zu und her als je unter Ghadaffi. Lynchjustiz, Erpressung, Überfälle sind an der Tagesordnung, es herrscht keine Rechtssicherheit und es gibt praktisch täglich Gefechte unter den rivalisierenden Stämmen. Aber Hauptsache das Oel fliesst. Antworten
Ausland
- 18:38Hizbollah mischt sich immer stärker in Syrien ein
- 15:35Die «neuen» Schweden bleiben ausgeschlossen
- 15:18Oberster Schwulen-Aktivist Russlands verprügelt
- 11:49Deutschland im Champions-League-Fieber
- 08:59Polizei nimmt weitere Männer fest
- 08:10Guatemalteken protestieren gegen Urteils-Aufhebung für Ex-Diktator
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.
Online-Wettbewerb
Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.


Bitte warten


Die Welt in Bildern





















