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Jetzt kommt Teherans Retourkutsche

Aktualisiert am 08.02.2012 131 Kommentare

Mit einem Einfuhrstopp für Öl wollte die EU Teheran im Atomstreit in die Knie zwingen. Nun dreht das Regime den Spiess um: Das iranische Parlament hat ein Öl-Embargo gegen die EU beschlossen.

Der Hahn wird zugedreht: Techniker auf dem Ölfeld von Azadega.

Der Hahn wird zugedreht: Techniker auf dem Ölfeld von Azadega.
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Atomstreit mit dem Iran

Atomstreit mit dem Iran
Am 8. November 2011 erscheint der neueste Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum iranischen Atomprogramm. Stationen eines endlosen Streits.

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Das iranische Parlament hat sich mehrheitlich für ein Öl-Embargo gegen die Europäische Union (EU) ausgesprochen. Mehr als zwei Drittel aller Abgeordneten stimmten einer entsprechenden Forderung zu. Die Öl-Exporte in die EU sollen demnach bereits vor Inkrafttreten der EU-Sanktionen gegen den Iran im Sommer gestoppt werden. Zur Begründung hiess es, falls die EU ihr «unlogisches Vorgehen» fortsetze, werde man sich nach anderen Ölkunden umsehen.

Die Erklärung wurde von 200 der insgesamt 290 Abgeordneten unterzeichnet. Am Samstag hatte der iranische Ölminister angekündigt, sein Land werde definitiv die Ölausfuhren in «feindliche» europäische Staaten stoppen.

«Von Zionisten unterstützten Schritte»

Die EU-Staaten hatten sich Ende Januar auf ein Öl-Embargo verständigt, um den Iran zum Einlenken im Atomstreit zu zwingen. Mit dem Beschluss, der bis zum 1. Juli schrittweise in Kraft tritt, dürfen Rohöl und Ölprodukte aus dem Iran nicht mehr in die EU eingeführt, eingekauft, transportiert, finanziert oder versichert werden. Zudem wird die iranische Zentralbank mit Sanktionen belegt. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Teheran weist dies zurück.

Nach dem Beschluss des EU-Embargos hatte der Iran seinerseits mit den Vorbereitungen eines sofortigen Stopps der Öllieferungen nach Europa begonnen. Kurz vor der Parlamentssitzung sagte der Abgeordnete Mohammed Jawad Karimi-Koddusi unter Verweis auf den iranischen Erzfeind Israel: «Als Vergeltung für die von den Zionisten unterstützten Schritte europäischer Länder zum Verbot iranischen Öls sind wir bereit, Ölexporte in einige EU-Länder zu unterbinden.»

Schmerzhafter Entscheid

Für Europa könnte ein iranisches Embargo schmerzhafte Folgen haben. Viele EU-Staaten sind stark von iranischem Öl abhängig. Wie «Spiegel online» berichtet, könnte ein Lieferstopp von Teheran den Preis um 20 bis 30 Prozent nach oben treiben. (kpn/sda)

Erstellt: 08.02.2012, 13:51 Uhr

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131 Kommentare

eugen bissegger

08.02.2012, 14:53 Uhr
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Letztlich ist das im Wirtschaftskrieg von den USA orchestriert noch so gewollt, um Europa zu schwächen, USA zu stärken. Und die dumme EU im Schlepptau schnallt überhaupt nichts. Ein Embargo fand ja damals gegen Irak auch statt. Unsäglich zu leiden hatte dann die Bevölkerung. Gut, dass Iran den Spiess umdreht und den Kriegshetzern samt der hinterherhöselnden EU den Tarif durchgibt. Antworten


Frederick Wenck

08.02.2012, 14:04 Uhr
Melden 96 Empfehlung

Das finde ich eine passende Massnahme gegen das aggressive Säbelrasseln der USA und der EU in ihrem Schlepptau. Es sollte dem Iran möglich sein, anderswo (Fernost) Abnehmer für sein Erdöl zu finden. Der Embargo-Schuss der EU ist nach hinten losgegangen, und der Iran konnte darüber hinaus noch die EU als einen unsicheren, unangenehmen Kunden loswerden. Antworten



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