Ausland
Israel warnt vor «gravierenden Konsequenzen»
Aktualisiert am 14.09.2011 43 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- «Israel muss den Preis für seine Verbrechen bezahlen»
- Israel fürchtet Abstimmung in New York
- Netanyahu drückt ein Auge zu
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Der israelische Aussenminister Avigdor Lieberman hat vor «harschen und gravierenden Konsequenzen» gewarnt, sollten die Palästinenser wie geplant kommende Woche bei der UNO ihre Aufnahme als Staat beantragen. Wie diese Konsequenzen genau aussehen sollten, sagte Lieberman bei seiner Rede im Süden Israels nicht. Die «Zeit für Details» sei noch nicht reif. Seine Äusserung wollte Lieberman nicht als Drohung verstanden wissen. Er hoffe, dass es nicht so weit komme und «Koexistenz und Fortschritt bei den Verhandlungen» möglich sei.
Im Anschluss an die Rede will Lieberman mit EU-Aussenministerin Catherine Ashton zusammenkommen. Bei seinem letzten Treffen mit Ashton hatte Lieberman gedroht, alle Abkommen mit den Palästinensern der vergangenen 18 Jahre aufzukündigen. Ashton hatte am Morgen bereits Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak in Jerusalem getroffen.
Eigenständiger Staat gefordert
Details der Gespräche wurden zunächst nicht bekannt. Ashton hatte vor ihrem Besuch in Jerusalem in Kairo mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas und Vertretern der Arabischen Liga gesprochen.
Die Palästinenser streben einseitig die Aufnahme als eigenständiger Staat bei der UNO an. Kommende Woche wollen sie einen entsprechenden Antrag bei der UNO einbringen. Die Forderung nach einem eigenen Staat erheben sie bereits seit Jahrzehnten. Israel und die USA wollen dies verhindern. Russland und China signalisierten ihre Zustimmung, die EU ist in der Frage gespalten. Die Bundesregierung in Berlin ist gegen einen palästinensischen Alleingang. (bru/AFP)
Erstellt: 14.09.2011, 14:23 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
43 Kommentare
Ich zähle mich nicht zu den Israel bashern, aber wie lange will man den Palästinensern noch einen eigenen Staat vorenthalten? Natürlich hätte die Arabische Welt nicht den 6 Tage Krieg vom Zaun brechen dürfen und die Palästinenser hätten zu den Grenzen von vor 1967 ja sagen müssen als sie es noch konnten.
Aber soll man ihnen das jetzt noch die nächsten 200 Jahre vorwerfen?
Antworten
Wie falsch das Spiel ist zeigt sich am drohenden Veto des US Präsidenten. Forderte man eine klare 2 Staaten Lösung, die Aufgabe der Siedlungsbauten auf illegalem Land, zeigt sich plötzlich die wahre Absicht, bzw. die wahren Mächte hinter dem US Präsidenten. Die Friedensbemühungen scheinen ein wohl durchdachtes Theater zu sein, die Türkei meint es aber ernst! Antworten
Ausland
Alles für Abonnenten und Abonnentinnen
Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Bitte warten
Die Welt in Bildern

























