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Iranischer Pannenreaktor wird abgeschaltet
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Der Iran hat am Samstag die vorübergehende Abschaltung seines Atomkraftwerks in Buschehr angekündigt. Auf Rat der mit der Fertigstellung des Reaktors beauftragten russischen Ingenieure würden die Brennstäbe aus dem Innern des Reaktors entfernt, sagte Irans Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Ali Asghar Soltanieh, nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Dies solle Zeit für zusätzliche Tests und «technische Operationen» geben. Für das umstrittene iranische Atomprogramm ist die Abschaltung des Leichtwasserreaktors ein schwerer Rückschlag.
Der mit Hilfe Russlands gebaute Atomreaktor an der Küste des Persischen Golfs war nach jahrzehntelanger Bauzeit und wiederholten Rückschlägen im August 2010 eingeweiht worden. Der damalige Chef des iranischen Atomprogramms, Ali Akbar Salehi, präsentierte die Fertigstellung des Reaktors als Sieg über die westlichen Staaten. Diese verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel des zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten und verhängten scharfe Sanktionen. Der Iran weist die Vorwürfe zurück.
Inbetriebnahme verzögerte sich
Auch nach der Einweihung des Atomkraftwerks verzögerte sich seine Inbetriebnahme. Ursprünglich sollte es bereits im Dezember ans Stromnetz angeschlossen werden, doch wurde dies wiederholt hinausgeschoben und war zuletzt für den 9. April vorgesehen. Die Behörden machten für die Verzögerungen meteorologische Bedingungen, technische Probleme oder Sicherheitsbedenken verantwortlich, stritten aber ab, dass es in Verbindung mit dem Computervirus Stuxnet steht, der im Iran tausende Industriecomputer befallen hatte.
Auch am Samstag betonte der Chef der iranischen Organisation für atomare Sicherheit, Nasser Rastchah, gegenüber der Nachrichtenagentur IRNA, Stuxnet habe keinen Einfluss auf den Reaktor in Buschehr. Zahlreiche Experten gehen davon aus, dass der Computerwurm von den USA und Israel entwickelt wurde, um das iranische Atomprogramm lahmzulegen.
(mrs/AFP)
Erstellt: 27.02.2011, 11:34 Uhr
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