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Heftige Explosion in syrischer Geheimdienstzentrale
Aktualisiert am 19.05.2012 5 Kommentare
Die Explosion ereignete sich nach ersten Erkenntnissen in einem Zentrum verschiedener Sicherheitsdienste: Video eines Aktivisten.
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Bei einem Bombenanschlag auf ein Büro des syrischen Geheimdienstes sind bis zu neun Menschen getötet worden, wie staatliche Medien und Aufständische übereinstimmend berichteten. Die Autobombe detonierte in der östlichen Stadt Deir-al-Zor.
Die amtliche Nachrichtenagentur Sana gab die Zahl der Verletzten mit fast 100 an. Ein Aktivist erklärte, ein Mann sei ums Leben gekommen, als die Wucht der Explosion das Dach seines Hauses einstürzen liess. «Es wirkte wie ein gut durchgeplanter Angriff», sagte ein Mitglied der Opposition in Deir-al-Zor. Die Explosion habe das hintere Tor des Militär-Geheimdienst-Komplexes getroffen.
Bombe mit 600 Kilo Sprengstoff
Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, in den Gebäuden am Explosionsort seien Zentralen der Geheimdienste, der Luftwaffe und des Heeres sowie ein Lazarett untergebracht.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Sana war das Bombenfahrzeug mit 600 Kilogramm Sprengstoff beladen. Der Anschlagsort wurde laut dem Staatsfernsehen erst kürzlich von den im Land stationierten UNO-Beobachtern besichtigt.
Auf Fernsehbildern waren erhebliche Gebäudeschäden und zahlreiche zerstörte Autos zu sehen. Die Explosion habe einen fünf Meter tiefen und zweieinhalb Meter breiten Krater in den Erdboden gesprengt.
Täter unbekannt
Wer hinter dem Anschlag steckt, war unklar. Aktivisten der Untergrund-Opposition erklärten, das Gelände um das Hauptquartier des Geheimdienstes sei seit vier Monaten von Militärposten abgeriegelt und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der zur Freien Syrischen Armee übergelaufene frühere syrische Offizier Abu Mustafa al-Shami bestreitet die Existenz von al-Qaida- Kämpfer in den Rängen des Widerstands. «Ich kann Ihnen versichern, dass diese Anschläge vom Sicherheitsapparat des Regimes geplant und ausgeführt werden», sagte er der Nachrichtenagentur dpa.
UNO spricht von «Dritten»
Gebäude der Geheimdienste waren schon mehrfach Ziel blutiger Anschläge in Syrien. Die Regierung macht dafür regelmässig die Opposition und al-Qaida verantwortlich; die Opposition unterstellt dem Regime, die Attentate selbst zu inszenieren.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat erklärt, hinter den Anschlägen könnten radikale Islamisten der al-Qaida stecken. Der Sprecher des internationalen Syriengesandten Kofi Annan, Ahmed Fauzi, sagte gestern in Genf, es gebe in Syrien Aktivitäten Dritter, ausser der Opposition und der Regierung. Wer diese Dritten seien, die Bombenanschläge verübten, sei zurzeit unbekannt.
Kämpfe zwischen Armee und Opposition
Auch heute Samstag kam es wieder zu Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Oppositionellen. In Sarmada in der Region Idlib wurden nach Angaben der Opposition mehrere Militärfahrzeuge zerstört. In Homs sei die Stadt Rastan den fünften Tag in Folge von den Streitkräften beschossen worden.
Der Militärberater von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon traf zu einem dreitägigen Besuch in Damaskus ein. Generalleutnant Babacar Gaye werde Gespräche mit der UNO-Beobachtermission führen, erklärte ein UNO-Sprecher. Auch der Annan, der die von Anfang an brüchige Waffenruhe vermittelt hatte, wird demnächst in Syrien erwartet. (ami/sda)
Erstellt: 19.05.2012, 18:08 Uhr
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Das Resultat der unsäglichen Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines suveränen Staates, wie in Afganistan, Irak, Lybien - die Situation wird immer komplizierter, blutiger. Zurück wird ein Konfliktherd bleiben, der nur den Waffenlieferanten dient. Antworten
Das Land wird so lange vom Westen destabilisiert bis die Uno das Mandat erteilen wird für eine Flugverbotszone. Was dann passieren wird kennen wir von Libyen. Danach ist der Weg frei für den Iran. Was dann lost ist, können wir uns noch gar nicht vorstellen. WACHT AUF! Antworten
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