Ausland
Hackerangriff auf iranische Ölindustrie
Dossiers
Artikel zum Thema
- Der Öl-Discounter
- Neuer Ärger für die Schweiz – wegen lascher Iran-Sanktionen
- Erste Annäherung im Atomstreit
- Wo die Supermacht kapituliert
- «Hacker-Fähigkeiten» statt Kalaschnikow
Teilen und kommentieren
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Hacker haben offenbar das Ölministerium des Landes mit einem Virus angegriffen. Die Internetverbindungen des wichtigen Ölterminals auf der Insel Charg und anderen Anlagen seien als Präventivmassnahme unterbrochen worden, berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Mehr am Montag unter Berufung auf den stellvertretenden Ölminister Hamdollah Mohammadnedshad.
Von dem Hackerangriff vom Sonntag seien einige Daten betroffen, das Ministerium habe sie jedoch gesichert. Ansonsten sei der Betrieb der Ölanlagen unbeeinträchtigt, hiess es weiter. Rund 80 Prozent der iranischen Erdölproduktion von täglich 2,2 Millionen Barrel wird über die Anlage von Charg abgewickelt.
Der Vorwurf des Westens
Wegen seines umstrittenen Atomprogramms ist der Iran international weitgehend isoliert. Der Westen wirft Teheran vor, nach dem Bau von Atomwaffen zu streben. Der Iran weist die Anschuldigungen zurück und betont den friedlichen Charakter seines Atomprogramms.
Update von 13.40 Uhr: Die Behörden in Teheran haben das Virus nach eigenen Angaben gestoppt. Der Hacker-Angriff habe sich gegen Server der staatlichen iranischen Ölgesellschaft NIOC gerichtet, sagte Vize-Ölminister Hamdollah Mohammadnedschad am Dienstag der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Die betroffenen Server seien vorübergehend vom Netz genommen worden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. In den kommenden zwei bis drei Tagen wollen die iranischen Behörden seinen Angaben zufolge alle Probleme behoben haben. Probleme bei der Ölproduktion und beim Export gab es nach Angaben des Ministers nicht. Auch die Internetseiten des Ölministeriums und der staatlichen Ölgesellschaft waren am Dienstag wieder zu erreichen. Medienberichten zufolge sollte das Virus auf den Computern Dateien löschen und Festplatten beschädigen.
Regelmässige Attacken
Der Iran war bereits 2010 Opfer eines massiven Cyber-Angriffs geworden. Damals war der Computerwurm Stuxnet in Rechner des Atomprogramms einschleust worden. Er legte einen Teil der Zentrifugen zur Urananreicherung in der Atomanlage Natans still. Der Iran hatte damals den USA und Israel vorgeworfen, hinter der Attacke zu stecken. Die beiden Länder sind die grössten Kritiker des iranischen Atomprogramms, hinter dem sie das Streben nach einer Bombe vermuten. (rub/rek/dapd)
Erstellt: 23.04.2012, 22:11 Uhr
Ausland
- 14:55Carsten S. fühlt sich mitverantwortlich für NSU-Morde
- 12:5216 Tote bei Terrorangriff auf UN-Komplex in Somalia
- 11:48Der meistgehasste Brasilianer
- 10:16«Das könnte den USA in die Hände spielen»
- 08:55Die Obamas dinieren bei Merkel und Sauer
- 07:04US-Spähprogramm soll 50 Terrorpläne durchkreuzt haben
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.
Alles für Abonnenten und Abonnentinnen
Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".
FÜR MEHR «YESSS!» IM ALLTAG!
Erfahren Sie, wie unsere Services das Leben erleichtern. Jetzt Videos schauen: search.ch/diego








Die Welt in Bildern

















