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Algeriens regierende Partei siegt
Bei den ersten Wahlen seit Aufhebung des Ausnahmezustands siegte entgegen der Erwartungen die Nationale Befreiungsfront. Die unterlegenen Islamisten sind empört. Mehr...
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16 Kommentare
Es kann schon sein, dass der Petro-Kommunismus (oder eher Erdgas-Kommunismus) des FLN obsiegt hat, der generiert tatsächlich hohe Staatseinnahmen.
Was mich jedoch irritiert, ist die tiefe Wahlbeteiligung von 42.4%. Und das nach Militärdiktatur und vielen Jahren ohne freie Wahlen.
Vielleicht sehen wir doch nur die Hälfte und da lauert noch etwas im Busch (bzw in der Sahara).
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Gemässigte Islamisten wären zu vergleichen mit einer anderen Wertepartei z.B. CDU/CVP. Ich bin aber der Meinung, dass soviel Hass (jahrelange Unterdrückung durch christlich-jüdische Okkupanten) gesät wurde, dass solche Parteien schnell zum Extremismus neigen würden. Schade, denn aufrichtige Spiritualität (geistige Seelenarbeit) zum Wohl der Gemeinschaft müsste das Fundament jedes Politikers sein. Antworten
@Rey, Wenn in Länder mit einer x-Millionen starken Bevölkerung,welche meistens sehr hart arbeiten und in der Freizeit beten,nur die sichtbaren Exponenten als Extreme gezählt werden,so ist das Gefahrenpotenzial,bewusst klein geredet.Kommt dazu,dass wenige Christ,für ihren Glauben heute sterben würden, wobei leider bei Moslems schon mehrmals das Gegenteil bewiesen wurde. Antworten
Die Chance sehe ich darin, dass sich gerade der Maghreb u. Türkei stärker öffenen und dass sehr viele junge Menschen eine gute Ausbildung durchlaufen. Zudem kehren auch zunehmend Auslandmaghrebiner zurück und versuchen in ihrem Land zu investieren. Die streng Gläubigen sind in der jungen Generation eine verschwindende Minderheit. PS: Sterben für Gott im Irak-Afghanistan?? God bless America??
1.Die Medien,v.a. TV, sind fest in der Hand der Militär-Junta.Es gibt in Algerien keine freien Medien wo man sich äussern könnte!Sogar Ägypten unter Mubarak bot mehr. 2. Über x- Jahre war Algerien im Ausnahmezustand, ergo keine Versammlungsfreiheit.Wie soll sich die Opposition formieren,wenn keine Versammlungen möglich sind? Ganz zu schweigen vom Demonstrationsverbot! Algerien ist kompliziert... Antworten
Man stelle sich vor,in einem Osteuropäischen Staat würden eine Handvoll "Rechtsextreme"(was dies auch immer heissen würde.z.B.Schweizer die gegen die Minarette waren,werden von SP-Deutschen auch so bezeichnet),würden dort gewählt.Ein Aufschrei bis ins EU-Parlament würde folgen.Die "Völkerwanderungen"haben uns die möglichkeit genommen,wirklich rational zu denken und die wirklichen Gefahren zu sehen Antworten
Bouteflika muss zurücktreten, er ist ein Despot wie Ben Ali es auch war. Dann müsste der Demokratieseierungsprozess im ganzen Maghreb von d. EU gefordert werden. Investitionen in diese Länder sollten erst getätigt werden (auch von Banken), wenn es echte Demokratien gibt im Maghreb. Zudem muss das Westsaharaproblem (Polisario) gelöst werden. Dann hat der Maghreb ein grosses ökon.Potential. Antworten
Westl.Demokratie: Freie Fahrt für Kapital-Grenzen und perfektionierte Überwachung für Menschen. Voraussetzung für Demokratie ist ein gewisses Niveau an Wohlstand, der durch den Westen mit ALLEN Mitteln durchgesetzt wird/wurde. Diese "Demokratie" verhindert gezielt, dass in anderen Regionen Demokratie entstehen kann, denn sie braucht Negativfolien.
Nackte Diktatur des Kapitals wird offensichtlich
@Schumacher, Algerien ist schuldenfrei, die Kasse mit hunderten Milliarden gefüllt. Der IWF hat Algerien aufgefordert einen Beitrag an die hochverschuldeten Länder (z.B. in Europa) zu leisten. Folglich muss dieses Land gar nichts, wenn es nicht will - nicht einmal Demokratie à la française oder Merkel.
@Barakat: wäre das denn eine Lösung: Islamisten an die Macht, Andersdenkende werden verfolgt, aber weil CH/Europa die demokratische Wahl akzeptiert, gibt's ja auch keinen Grund Asylanträge zu stellen. Also, demokratische Wahl und alle Algerier kehren zurück?
Herr König, hätte man 1991 die FIS an die Macht gelassen, hätte sie sich entweder mässigen müssen - oder sie hätte Algerien an die Wand gefahren.
Wie auch immer: Der Islamismus wäre entzaubert worden und seine Grenzen wären für alle klar sichtbar. So aber können sich die Islamisten immer noch als Retter in der Not aufspielen.
Das war eine verpasste Chance und wird sich nun im arab. Raum rächen.
@Barakat: Da stimme ich zu. Nur warum endete es so? Weil in Afrika die Zustände katastrophal sind in mancher Beziehung. Wenn die Islamisten gewinnen zB, so fällt Algerien wahrscheinlich weit zurück. Und dann? Wem ist dann wirklich geholfen? Das ist das Problem und will nur von wenigen gesehen werden. Was wir unter Demokratie verstehen ist wohl etwas anderes wie das was andere letztlich wollen.
@König.Das westeurop. Demokratie-Verständnis ist nicht das einzig seligmachende Glücksmodell für die Welt.Demokratie ist auch im Maghreb sehr wohl möglich.Ich (Nicht-Islamist) habe grösste Mühe,wenn zur Wahl zugelassene Parteien der Sieg nicht zugestanden wird.Kommt Algerien unter einer Militär-Diktatur weiter? 200 Milliarden Währungsreserven und das Volk ist in einer elenden Lage.50 Jahre Misere
Die EU hat doch kein wahres Interesse an einer "echten" Demokratie" in Algerien!Algerien hat vor allen anderen arabischen Länder eine echte demokratische Wahl durchgeführt im Jahr 1991.Die EU machte sich dann aber zum Komplizen der algerischen Militärs,die auf die freien Wahlen einen Putsch durchführten.Für die EU zählen stabile Gas-und Öl-Lieferungen sowie ein Zurückdrängen der afrik. Immigration
Solange DZ Gas und Oil hat wird sicherlich nichts geändert.
Die Einnahmen sind dadurch gesichert. Da die Armee befiehlt hat sie also genügend Mittel um die Leute/Soldaten zu bezahlen , die ihren Status schützen und so dreht sich das Karusell. Ob die Bevölkerung zu kurz kommt oder nicht ist zweitrangig, Priorität hat: Keine Austände und dafür sorgt ja die Armee.
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