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Diese Kandidaten kämpfen um Ägyptens Präsidentenamt
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Bei der Präsidentschaftswahl in Ägypten dürfen 13 Bewerber kandidieren. Dies geht aus der endgültigen Liste mit den Namen der Kandidaten hervor, die die Wahlkommissionveröffentlichte. Unter ihnen ist der ehemalige Ministerpräsident Ahmed Shafiq, der einen Tag nach seinem Ausschluss aus dem Rennen um das Amt des Staatschefs überraschend wieder als Bewerber zugelassen wurde. Ferner kandidieren unter anderen der langjährige Aussenminister und frühere Vorsitzende der Arabischen Liga, Amr Moussa, sowie Mohammed Morsi als Bewerber der Muslimbruderschaft.
In den vergangenen Wochen war es im Wahlkampf zu mehreren dramatischen Wendungen gekommen. Unter anderem hatten eine Reihe aussichtsreicher Bewerber überraschend ihre Kandidatur erklärt, nur um genauso schnell wieder aus dem Rennen auszuscheiden - vor allem durch Entscheidungen der Wahlkommission. Die Wahl ist für den 23. und 24. Mai angesetzt.
Einspruch gegen Wahlkommission
Im Gegensatz zu den zwei stärksten Kandidaten der Islamisten und dem früheren Geheimdienstchef von Ex-Präsident Hosni Mubrak hatte Shafiq mit seinem Einspruch gegen die Entscheidung der Wahlkommission aber - zumindest vorläufig - Erfolg. Er beanstandete die Verfassungsmässigkeit eines kürzlich vom ägyptischen Parlament verabschiedeten Gesetzes, das einstigen Angehörigen der Regierung Mubarak die Kandidatur für politische Ämter auf zehn Jahre untersagt.
Shafiq argumentierte, dass das Gesetz erst verabschiedet wurde, nachdem er seine Kandidatur angekündigt hatte. Die Wahlkommission überwies das Gesetz zur Überprüfung an den Verfassungsgerichtshof und liess Shafiq am Mittwoch wieder als Kandidaten zu.
Geistliche stellen sich hinter Morsi
Ein Ausschuss fundamentalistischer Geistlicher sagte indessen dem Kandidaten der Muslimbruderschaft am Mittwoch seine Unterstützung zu. Morsi tritt unter anderem gegen den gemässigten Islamisten Abdel Moneim Abul-Fotuh an.
Nach der Empfehlung des Gremiums vom Mittwoch kann Morsi bei der Wahl auch auf Stimmen der radikalen Salafisten hoffen. Doch viele von ihnen fürchten eine zu grosse Machtkonzentration in den Händen der politisch gut organisierten Muslimbruderschaft. Morsis Position im Rennen sei durch die Unterstützung der Geistlichen besser geworden, sagte Chalil al Anani, ein Islamisten-Experte. «Aber er wird nicht die Mehrheit der Stimmen der Salafisten bekommen.»
Auch für die Muslimbruderschaft war Morsi nur zweite Wahl gewesen. Ihr Chefstratege Chairat el Schater war einer jener Kandidaten gewesen, die von der Wahlkommission ausgeschlossen worden waren. Insgesamt hatte die Kommission zehn Kandidaten nicht zugelassen. Neben el Shater zählten dazu auch Ex-Vizepräsident Omar Suleiman und der radikale Islamist Hasem Abu Ismail. (kpn/dapd)
Erstellt: 26.04.2012, 20:27 Uhr
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