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Die Waffenruhe in Syrien ist Makulatur

Aktualisiert am 26.04.2012 14 Kommentare

Die Gewalt in Syrien nimmt wieder zu: 102 Menschen sind gestern gestorben. Für eine gewaltige Explosion in Hama machte das Regime eine «Bombenwerkstatt von Terroristen» verantwortlich.

Spuren der Zerstörung: Menschenansammlung in der Oppositionshochburg Hama. (25. April 2012)

Spuren der Zerstörung: Menschenansammlung in der Oppositionshochburg Hama. (25. April 2012)
Bild: AFP

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Chronologie der Aufstände in Syrien

Chronologie der Aufstände in Syrien
Die Ereignisse in Syrien seit dem Beginn der Proteste im März 2011.

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Zwei Wochen nach ihrem offiziellen Beginn ist von der Waffenruhe in Syrien nichts mehr zu spüren. Regimegegner berichteten heute, gestern seien landesweit 102 Menschen getötet worden. Allein in der Stadt Hama, wo nach Einbruch der Dunkelheit eine Rakete eingeschlagen sei, wurden demnach 71 Tote gezählt.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana veröffentlichte dagegen Fotos von getöteten und schwer verletzten Kindern, die Opfer einer «terroristischen Bande» geworden seien. Laut Sana explodierte in einem Haus in einer Bombenwerkstatt der «Terroristen» in Hama versehentlich ein Sprengsatz, wobei 16 Menschen ums Leben gekommen seien.

Regierung will keine Beobachter aus «feindlich gesinnten Nationen»

Heute Morgen hat es laut Aktivisten sieben weitere Todesopfer in den Provinzen Deir as-Saur, Aleppo und Homs gegeben. Die Mission der unbewaffneten UNO-Militärbeobachter, die zur Beobachtung der Waffenruhe nach Syrien geschickt worden sind, entwickelt sich immer mehr zu einer «Mission Impossible». Ihr Einsatz ist riskant, da in dem Konflikt auch schwere Waffen eingesetzt werden.

Ausserdem behält sich die syrische Regierung vor, Beobachter aus Nationen abzulehnen, die dem Regime von Präsident Bashar Assad angeblich feindlich gesinnt sind. Von den angekündigten 300 Beobachtern sind bisher erst die 15 des Voraustrupps im Land, welche die Mission vorbereiten sollen.

Zwei Beobachter dauerhaft in Hama

Nach den Berichten über das neue Blutbad in Hama wurden zwei Beobachter dauerhaft in die Stadt entsandt, so wie es vorher schon in Homs geschehen war. Nach Angaben eines UNO-Sprechers sollen auch in den Provinzen Daraa und Idlib UNO-Beobachter permanent stationiert werden, sobald mehr Beobachter im Land sind.

Am Dienstag war in der Ortschaft Duma bei Damaskus ein Helfer in einem Fahrzeug des syrischen Roten Halbmondes getötet worden. Die UNO-Beobachter benutzen gepanzerte Fahrzeuge, deren Transport nach Syrien mit grossem Aufwand verbunden ist. (rbi/sda)

Erstellt: 26.04.2012, 13:46 Uhr

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14 Kommentare

Hans Scheiber

26.04.2012, 14:20 Uhr
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Endlich merken auch die fanatischsten der Arbaischen Frühling Anhänger,was da gespielt wird und dass man nicht alles Assad anlasten kann.Die Agressors sind die gesteuerten,ideologisch verblendeten Revoluzzer und die ofizielle Regierung wehrt sich mit aller Kraft und legitimem Recht gegen diese Umsturzbemühungen,wie dies jedes Land machen würde.Dass es viele unschuldige Tote gibt, ist bedauerlich! Antworten


Rita Vögeli

26.04.2012, 15:50 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

Regierung will keine Beobachter aus «feindlich gesinnten Nationen»
Die Regierung will ihr morden weiterführen und da darf kein freundliches Land dabei sein... ethnische (oder religiöse) Säuberung...
Assad hat versprochen und nicht gehalten- er will nur mehr Zeit um alle Demonstranten zum Schweigen bringen zu können. Deprimierend dass alle nur zusehen.
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