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Die USA fordern Informationen zu syrischem Geheimprojekt

Aktualisiert am 08.06.2011

Vor vier Jahren zerstörten israelische Kampfjets eine mutmassliche syrische Atomanlage. Bis heute hat Präsident Assad keine Informationen über den Vorfall preisgegeben. Die USA wollen es jetzt genau wissen.

1/4 Nordkoreanisches Knowhow in Syrien: Eine Aufnahme der angeblichen syrischen Reaktoranlage nach der Zerstörung durch Israel. Der US-Geheimdienst hat dieses Bild 2008 publiziert.
Bild: Keystone

   

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Der Aufstand in Syrien

Der Aufstand in Syrien
Präsident Assad hat Panzer und Soldaten in verschiedene Ortschaften Syriens geschickt.

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Die USA und ihre Verbündeten wollen gegen Syrien wegen mangelnder Kooperation mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) eine Resolution des Weltsicherheitsrats erwirken. Ein entsprechender Entwurf wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur AP in Wien 35 Ministern vorgelegt, die im IAEA-Direktorium vertreten sind.

Die Initiative steht in keinem direkten Zusammenhang mit dem gewaltsamen Vorgehen des syrischen Präsidenten Bashar Assad gegen die Protestbewegung in seinem Land. Dabei sollen seit März mehr als 1300 Menschen getötet worden sein. Sie knüpft vielmehr an einen Bericht von IAEA-Chef Yukiya Amano vom 24. Mai an. Dem Entwurf zufolge soll der Sicherheitsrat «grosse Sorge» über «die mangelnde syrische Kooperation» bei Überprüfungen der IAEA ausdrücken, insbesondere zum Zustand der Atomanlage Dair Asur.

Die Atomanlage Dair Asur wurde 2007 zerstört, nachdem sie von israelischen Kampfflugzeugen bombardiert worden war. Sie soll einen mit nordkoreanischer Hilfe nahezu fertiggestellten Reaktor gehabt haben, der vermutlich Plutonium für die Herstellung von Atomwaffen hätte produzieren können. Darüber fordert die IAEA seit 2008 vergeblich Informationen von der syrischen Regierung.

Syrische Streitkräfte vor «heikler Operation»

Die syrischen Streitkräfte gehen derweil weiter mit aller Härte gegen die Protestbewegung vor. Nach Angaben der regierungsnahen Zeitung Al Watan bereiten sie sich auf eine «sehr heikle» Operation im Norden des Landes vor. Menschenrechtler berichteten unter Berufung auf Augenzeugen von Panzerkonvois und mehreren tausend Elitesoldaten, die in Richtung der Stadt Jisr al-Shughur vorgerückt seien. Es sei zu befürchten, dass ein umfassender Angriff bevorstehe, sagte der Aktivist Mustafa Osso der Nachrichtenagentur AP.

Bewaffnete Banden hielten in Jisr al-Shughur Menschen gefangen und hätten Sprengfallen in Dörfern der Umgebung aufgestellt, hiess es in dem Bericht der syrischen Zeitung weiter. Mit der bevorstehenden Operation sollten weitere Opfer verhindert werden.

In den vergangenen Tagen waren in der Stadt an der türkischen Grenze bei heftigen Kämpfen mindestens 120 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden. Aktivisten zufolge war es zu einer Meuterei von Soldaten gekommen, die sich geweigert hätten, weiter gewaltsam gegen Demonstranten vorzugehen. (jak/dapd)

Erstellt: 08.06.2011, 20:24 Uhr

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