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Ausland

Die Dürre-Katastrophe weitet sich aus

Laut UNO hat sich die Hungersnot am Horn von Afrika auf weitere Teile Somalias ausgedehnt. 750'000 Menschen seien vom Tod bedroht.

1/19 Hilfe von ungewohnter Seite: Mitglieder der islamistischen al-Shabab-Miliz verlassen ein Flüchtlingslager in Mogadiscio, nachdem sie dort Lebensmittel verteilt haben. (3. September 2011)
Bild: Reuters

   

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Die Hungerkatastrophe in Somalia weitet sich immer mehr aus. Mit der Region Bay im Süden Somalias sei die sechste Region des Landes betroffen, teilt die für die Überwachung der Hungerkatastrophe zuständige UNO-Einheit FSNAU mit.

Aufgrund der Sterblichkeitsrate und der akuten Unterernährung sei die Grenze zur Hungersnot überschritten. Zehntausende Menschen seien bereits gestorben, mehr als die Hälfte davon Kinder.

Wenn es bei der derzeitigen Menge der Hilfslieferungen bleibe, müsse in den kommenden vier Monaten mit einer weiteren Ausbreitung des Hungers in Somalia gerechnet werden. In diesem Zeitraum drohten 750'000 Menschen zu sterben, wenn nicht mehr getan werde.

Hochburgen der Shebab-Miliz

Die Region Bay ist eine der Hochburgen der islamistischen Shebab-Miliz. Diese kontrolliert einen Grossteil Südsomalias, wo seit Monaten Dürre und Hunger herrschen.

Zunächst waren im Juli die Regionen Bakool und Lower Shabelle im Süden Somalias als Hungergebiete erklärt worden, dann kamen drei weitere Regionen hinzu, darunter die Hauptstadt Mogadiscio. Auch das weltweit grösste Flüchtlingslager im Afgoye-Korridor ist von der Hungersnot betroffen.

Bei einer Hungersnot haben nach UNO-Definition ein Fünftel der Haushalte mit extremer Lebensmittelknappheit zu kämpfen, mehr als 30 Prozent der Einwohner sind unterernährt und täglich sterben zwei von 10'000 Menschen an Hunger.

Unter Lebensmittelknappheit infolge einer der schwersten Dürren seit Jahrzehnten leiden am Horn von Afrika derzeit insgesamt rund 12,4 Millionen Menschen. Neben Somalia sind Teile von Äthiopien, Dschibuti, Kenia und Uganda betroffen. (ami/dapd)

Erstellt: 05.09.2011, 10:50 Uhr

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10 Kommentare

Franz Rechsteiner

14.10.2011, 12:10 Uhr
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Die Hilfe für Afrika von den Industrienationen ist bescheiden. Ueberbevölkerung bezeichne ich als gemeine Ausrede vieler Kapitalisten. Gerade die reiche Schweiz leistet einen Minimalbeitrag, hauptsache Geiz ist geil, mein Offroader ist jede Woche sauber gewaschen, mein Kapital ist gut angelegt, was kümmert mich Afrika, hauptsache die nächste Safari ist mit Luxus, sprich Gourmet-Frass usw. org. Antworten


eugen boller

05.09.2011, 22:32 Uhr
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Die Überbevölkerung mag eine gewisse Ursache sein, doch was bleibt übrig, wenn der Körper von der Arbeit welche im besten Falle die Familie knapp am Leben erhalten kann, bereits mit 40 Jahren versagt?
Die Menschen brauchen unsere Hilfe um den Frieden zu erhalten und eine funktionierende Wirtschat nach ihrem Sinn (nicht nach unserer Gier) Sie brauchen auch keine Waffen aus den Fabriken der Kapital.
Antworten


eugen boller

05.09.2011, 22:24 Uhr
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Diese Menschen brauchen kein Geld welches ihnen ohnehin mittels Schuldzinsen x-fach wieder abgenommen wird. Auch brauchen sie unsere Konzerne nicht, welche zum Nulltarif Ressourcen ausbeuten und als "Gegenleistung" ihnen unseren Sondermüll runterschicken, sondern ein Wirtschaftssystem welches abgekoppelt von unserem maroden Zinsgeldsystem funktioniert!!!!! Antworten


Peter Gutknecht

05.09.2011, 15:29 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Die Hungersnot ist das Resultat der Überbevölkerung. Die Verteilungskämpfe (Kriege) ebenfalls. Während der letzten 10000 Jahre funktionierte die Altersversorgung über viele Kinder und einer entsprechenden Ausbreitung auf neues Land. Das funktioniert heute nicht mehr. Daher wäre die 1-Kind-Familie besser als 5 Kinder, die sich nicht selbst versorgen können und für die Eltern daher nichts tun können Antworten


eugen boller

05.09.2011, 22:35 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Das ist wohl wahr, aber auch nur die halbe Wahrheit...


Heinz Meyer

05.09.2011, 13:40 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Es wäre wahrscheinlich wirksamer, das Nest der Islamisten zu zerstören, erst dann kann Hilfe wirklich ankommen. Da die Entwicklungshilfe in den letzten Jahrzehnten so ziemlich versagt hat, ist die Hungerhilfe nur ein Tropfen auf den heissen Stein, Symptombekämpfung. So hart das auch klingen mag. Antworten


Jan van Beilen

05.09.2011, 13:39 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Gleichzeitig werden 11% vom weltweiten Getreide für Ethanol, und 16% vom Pflanzenöl für Biodiesel verschwendet. Als Folge sind die Nahrungsmittelpreise auf Höchststand, und können die Hilfsorganisationen weniger Getreide und Öl kaufen ohne anderswo wieder Engpäasse auszulösen. Wer Agrotreibstoffe tankt ist also mitverantwortlich für diese Hungerkatastrophe, wer investiert in Produzenten auch. Antworten


eugen boller

05.09.2011, 22:44 Uhr
Melden

Richtig! Dazu kommt noch die Spekulationen der nimmersatten "Triebtäter" an den Börsen auf Wasser und Nahrungsmittel, welche die Preise in, für diese Länder, astronomische Höhen treibt! Nicht zu vergessen, die EU etc. organisierte Billigfleischschwemme, welche den Bauern die Existenz versaut.
Wir leben unseren Luxus wirklich auf der Armut dieser Länder! Zum Ko... das alles.


Anastasia-Margarita Iosseliani

05.09.2011, 12:53 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Es ist mir schlicht egal, ob die Bauern dort ( welche zum grösten Teil Analphabeten sind) "selber schuld" sind an ihrer Lage oder ob wir schon viel Geld dorthin gespendet haben. Ich spende wieder, weil ich nicht akzeptieren kann, dass dort Kinder an Hunger sterben während ich satt bin. Antworten


Peter Gutknecht

05.09.2011, 17:17 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Und für was spenden Sie ?: für Aufklärung und Verhütungsmittel ? Oder für Essen und Trinken ?: kaum sind die Leute in den Flüchtlingslagern wieder halbwegs aufgepäppelt, gibt es 9 Monate später noch mehr Kinder, die hungern. Und Sie, Frau Iosseliani, sind mitverantwortlich. Solche Lebensmittellieferungen in ein Dauerkatastrophenland sind gut gemeint, aber verlängern nur das Leiden.



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