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Die Dürre-Katastrophe weitet sich aus

Aktualisiert am 05.09.2011 10 Kommentare

Laut UNO hat sich die Hungersnot am Horn von Afrika auf weitere Teile Somalias ausgedehnt. 750'000 Menschen seien vom Tod bedroht.

1/19 Hilfe von ungewohnter Seite: Mitglieder der islamistischen al-Shabab-Miliz verlassen ein Flüchtlingslager in Mogadiscio, nachdem sie dort Lebensmittel verteilt haben. (3. September 2011)
Bild: Reuters

   

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Die Hungerkatastrophe in Somalia weitet sich immer mehr aus. Mit der Region Bay im Süden Somalias sei die sechste Region des Landes betroffen, teilt die für die Überwachung der Hungerkatastrophe zuständige UNO-Einheit FSNAU mit.

Aufgrund der Sterblichkeitsrate und der akuten Unterernährung sei die Grenze zur Hungersnot überschritten. Zehntausende Menschen seien bereits gestorben, mehr als die Hälfte davon Kinder.

Wenn es bei der derzeitigen Menge der Hilfslieferungen bleibe, müsse in den kommenden vier Monaten mit einer weiteren Ausbreitung des Hungers in Somalia gerechnet werden. In diesem Zeitraum drohten 750'000 Menschen zu sterben, wenn nicht mehr getan werde.

Hochburgen der Shebab-Miliz

Die Region Bay ist eine der Hochburgen der islamistischen Shebab-Miliz. Diese kontrolliert einen Grossteil Südsomalias, wo seit Monaten Dürre und Hunger herrschen.

Zunächst waren im Juli die Regionen Bakool und Lower Shabelle im Süden Somalias als Hungergebiete erklärt worden, dann kamen drei weitere Regionen hinzu, darunter die Hauptstadt Mogadiscio. Auch das weltweit grösste Flüchtlingslager im Afgoye-Korridor ist von der Hungersnot betroffen.

Bei einer Hungersnot haben nach UNO-Definition ein Fünftel der Haushalte mit extremer Lebensmittelknappheit zu kämpfen, mehr als 30 Prozent der Einwohner sind unterernährt und täglich sterben zwei von 10'000 Menschen an Hunger.

Unter Lebensmittelknappheit infolge einer der schwersten Dürren seit Jahrzehnten leiden am Horn von Afrika derzeit insgesamt rund 12,4 Millionen Menschen. Neben Somalia sind Teile von Äthiopien, Dschibuti, Kenia und Uganda betroffen. (ami/dapd)

Erstellt: 05.09.2011, 10:50 Uhr

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10 Kommentare

Peter Gutknecht

05.09.2011, 15:29 Uhr
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Die Hungersnot ist das Resultat der Überbevölkerung. Die Verteilungskämpfe (Kriege) ebenfalls. Während der letzten 10000 Jahre funktionierte die Altersversorgung über viele Kinder und einer entsprechenden Ausbreitung auf neues Land. Das funktioniert heute nicht mehr. Daher wäre die 1-Kind-Familie besser als 5 Kinder, die sich nicht selbst versorgen können und für die Eltern daher nichts tun können Antworten


Heinz Meyer

05.09.2011, 13:40 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

Es wäre wahrscheinlich wirksamer, das Nest der Islamisten zu zerstören, erst dann kann Hilfe wirklich ankommen. Da die Entwicklungshilfe in den letzten Jahrzehnten so ziemlich versagt hat, ist die Hungerhilfe nur ein Tropfen auf den heissen Stein, Symptombekämpfung. So hart das auch klingen mag. Antworten



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