Ausland

Die Afrikanische Union fordert zum Truppenrückzug auf

Aktualisiert am 18.04.2012 2 Kommentare

Die Afrikanische Union drängt den Sudan und den Südsudan zur sofortigen Beendigung des Grenzkonflikts. Ihr Chefunterhändler ruft die UNO zum Handeln auf. Die USA haben derweil Vermittler entsandt.

Der Konflikt spitzt sich zu: Soldaten der südsudanesischen Armee auf der Strasse von Bentiu nach Heglig, wo die umstrittenen Ölfelder liegen. (17. April 2012)

Der Konflikt spitzt sich zu: Soldaten der südsudanesischen Armee auf der Strasse von Bentiu nach Heglig, wo die umstrittenen Ölfelder liegen. (17. April 2012)
Bild: AFP

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Im bewaffneten Konflikt zwischen dem Sudan und dem Südsudan hat die Afrikanische Union (AU) beide Seiten erneut zum Rückzug ihrer jeweiligen Truppen aus der umstrittenen Grenzregion Abyei aufgefordert.

Die rund 300 sudanesischen und etwa 700 südsudanesischen Soldaten müssten von dort abziehen, erklärte die AU gestern in einer Mitteilung. Angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen beiden Ländern gab sich die Staatengemeinschaft «ernstlich besorgt».

Gegenseitige Vorwürfe

Die Kämpfe im ölreichen Grenzgebiet zwischen beiden Ländern waren zuletzt eskaliert, nachdem südsudanesische Truppen das umstrittene Ölfeld Heglig besetzt hatten. Es waren die heftigsten Gefechte seit der Unabhängigkeitserklärung des Südsudans im vergangenen Juli.

Die Staatschefs des Sudans und des Südsudans, Omar al-Baschir und Salva Kiir, warfen sich gegenseitig Kriegstreiberei vor. Die Region Abyei wird vom Sudan kontrolliert. Dort sind zugleich rund 4000 äthiopische UNO-Blauhelmsoldaten im Einsatz.

Mbeki fordert UNO-Hilfe

Der ehemalige südafrikanische Präsident und jetzige AU-Chefunterhändler im Sudan, Thabo Mbeki, forderte den UNO-Sicherheitsrat zum Handeln auf. Die beiden Staaten seien in einer Logik des Krieges gefangen, und Hardliner gewännen zunehmend an Macht, zitierte US-Botschafterin Susan Rice gestern Mbeki.

Dieser hatte die Ratsmitglieder in einer Videokonferenz über die Lage in den beiden Ländern informiert. Mbeki habe den Rat aufgefordert, sich mit beiden Regierungen direkt auseinanderzusetzen. Rice sagte, der Rat werde über die weitere Vorgehensweise beraten, auch Sanktionen seien nicht ausgeschlossen.

US-Vermittler entsandt

Die USA entsandten unterdessen ihren Vermittler für den Konflikt zu den Staatschefs beider Seiten. Wie Regierungssprecher Mark Toner sagte, kam Princeton Lyman bereits in der südsudanesischen Hauptstadt Juba mit Kiir zusammen.

Er solle auch in der sudanesischen Hauptstadt Khartum mit al-Baschir sprechen. Lymans zentrale Botschaft sei, dass die Gewalt «unverzüglich und bedingungslos» beendet werden müsse, sagte Toner. (rbi/sda)

Erstellt: 18.04.2012, 06:54 Uhr

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2 Kommentare

Rosemarie Imholz

18.04.2012, 10:39 Uhr
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Im Südsudan wird seit Jahrzehnten gekämpft, um Wasser, um Nahrung, um Oel, wegen der sog. Religion ..... mir tut die Bevölkerung leid.
Die Waffenlieferer werden immer reicher dabei, BRAVO !
Antworten


Markus Burri

18.04.2012, 22:38 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Es ist der islamische Norden, der seit Jahrzehnten die "Ungläubigen" bekämpft, der Macht und Öl behalten will. Bevölkerungsmässig gehört Abyei zum Südsudan. Antworten



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