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Der ehrgeizige Zeitplan des Übergangsrats

Aktualisiert am 03.10.2011 11 Kommentare

Die neue libysche Führung hat ein Kabinett ernannt und ihren Rücktritt angekündigt, sobald das Land komplett befreit sei. Laut dem Vorsitzenden des Übergangsrats, Mustafa Jalil, brauche das aber noch Zeit.

Will zurücktreten sobald die Lage in Libyen stabil ist: Der Vorsitzende des Übergangsrats Mustafa Bdul Jalil. (Archivbild)

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Bild: Keystone

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Muammar al-Ghadhafi ist längst untergetaucht, seine engsten Vertrauten haben sich abgesetzt oder sind verhaftet worden. Doch die Kämpfe um Libyen dauern an.

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Der libysche Übergangsrat hat seinen Regierungschef Mahmud Jibril im Amt bestätigt und gleichzeitig einige Mitglieder des Kabinetts ausgewechselt. Der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Jalil, sagte heute in Benghazi, eine neue Übergangsregierung werde «in einem Monat» gebildet, «nachdem wir offiziell die Befreiung verkündet haben». Er fügte hinzu: «Dies ist eine heikle Phase so kurz vor der Befreiung des gesamten Landes, und ich bitte alle Libyer, dies zu verstehen.»

Die Truppen des Übergangsrates wollen in dieser Woche versuchen, Sirte, die Heimaststadt des ehemaligen Machthabers Muammar al-Ghadhafi, vollständig einzunehmen. Dort nahmen sie nach eigenen Angaben zuletzt 27 Kämpfer der Ghadhafi-Truppen gefangen.

In den vergangenen Wochen hatten einige Militärkommandanten der Rebellenarmee und Oppositionelle aus der Stadt Misrata Kritik an Jibril geübt. Der Ökonom hatte nach Beginn des Aufstandes gegen al-Ghadhafi international mit grossem Erfolg um Unterstützung für die Aufständischen geworben. Einige seiner Kritiker sagen nun, andere Libyer, die näher an der Front gewesen seien, hätten einen grösseren Preis bezahlt als er. Sie hätten daher mehr Anrecht auf das Amt. (wid/sda)

Erstellt: 03.10.2011, 16:29 Uhr

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11 Kommentare

Giada Berini

03.10.2011, 17:22 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Das ist schon beachtlich: Der Krieg begann mit der Begründung, die Einwohner in der belagerten Stadt Bengasi vor den Truppen des Gaddafi-Regimes zu schützen - und nun endet der Krieg damit, dass die NATO die Einwohner in der vom neuen Regime belagerten Stadt Sirte bombardiert und den Fusstruppen der neuen Herrscher den Weg freibombt.
*räusper* - so was nennt sich auch "Volksaufstand"...
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Dario Dirossi

03.10.2011, 22:53 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Der Krieg ist heute nicht zu Ende und in einem Monat auch nicht. Die Rebellen-Verbände streiten sich. Täglich werden Rebellen-Söldner aus Qatar, Ägypten, Jemen, Irak und Afghanistan liquidiert. In keiner libyschen Stadt haben die Rebellen die Kontrolle. Wahrscheinlich sind bis heute 100'000 Menschen gestorben. Die Tuareg käpfen mit dem Regime. Dieser Militärputsch kommt Europa teuer zu stehen. Antworten



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