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Britische Elite-Einheit auf der Jagd nach dem Diktator
Aktualisiert am 25.08.2011 67 Kommentare
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«Keine Nato-Kampfstiefel auf libyschem Boden»: Das transatlantische Bündnis beteuert seit Beginn der Intervention in Libyen, dass es sich nicht über das UNO-Mandat hinwegsetzen will. Demnach soll die Nato den Schutz der Zivilbevölkerung und die Sicherung der Flugverbotszone über Libyen gewährleisten – nicht weniger, und schon gar nicht mehr.
Dass sich zumindest britische Stiefel aber schon seit längerem auf libyschem Boden befinden, hat jetzt die Zeitung «The Telegraph» enthüllt. Erstmals hätten «Quellen aus dem Verteidigungsapparat» bestätigt, dass eine britische Spezialeinheit auf Anordnung von Premierminister David Cameron seit «mehreren Wochen» in Libyen sei.
Minister schweigt
Die Zeitung geht jedoch nicht näher auf die Art der Quelle ein. Ob die Informationen aus dem Verteidigungsministerium oder aus der Armee kommen, bleibt unklar. Grossbritanniens Verteidigungsminister Liam Fox bestätigte heute, die Nato unterstütze die Rebellen mit Geheimdienstinformationen und Aufklärungs-Technik. Die Berichte über den Einsatz von Spezialkräften am Boden wollte Fox dagegen nicht kommentieren.
Bereits gestern hatte das Nachrichten-Netzwerk CNN unter Berufung auf eine – ebenfalls anonyme – Quelle aus dem US-Verteidigungsministerium berichtet, Spezialeinheiten aus Grossbritannien, Frankreich, Jordanien und Katar würden die Rebellen vor Ort unterstützen.
Als Rebellen verkleidet
Insbesondere die Briten hätten den Rebellen geholfen, «sich besser zu organisieren, um ihre Operationen durchzuführen», zitiert der auf Sicherheitsfragen spezialisierte CNN-Blog «Security Clearance» die anonyme Stimme aus dem Pentagon. Der «Telegraph» schreibt, die Angehörigen des 22. Regiments der Special Air Services (SAS) hätten massgeblich zur Koordination der Eroberung von Tripolis beigetragen. Sie seien wie Rebellen gekleidet und trügen auch dieselben Waffen. Jetzt, da die Hauptstadt zum grossen Teil in der Hand der Rebellen sei, hätten die Elite-Soldaten einen neuen Befehl, schreibt der «Telegraph»: Ghadhafi finden.
Noch immer fehlt von dem Diktator jede Spur. Die Rebellen haben gestern zwar seine Residenz Bab al-Aziziya eingenommen, ohne Ghadhafi jedoch aufspüren zu können. Dieser hatte in einer gestern verbreiteten Audiobotschaft erklärt, er sei unbehelligt auf den Strassen von Tripolis unterwegs gewesen. Er werde kämpfen «bis zum Sieg oder zum Märtyrertod». Offenbar will der in arge Bedrängnis geratene Machthaber die Goldreserven des Landes zu seiner Verteidigung einsetzen. Dies legte der ehemalige Chef der libyschen Zentralbank, Farhat Bengdara, gegenüber dem italienischen «Corriere della Sera» nahe. Ein Vertrauter Ghadhafis habe einem Freund Bengdaras 25 Tonnen Gold angeboten, so der Ex-Notenbanker, der mittlerweile zu den Rebellen übergelaufen ist.
(ami)
Erstellt: 25.08.2011, 12:15 Uhr
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67 Kommentare
MIr kommen die Tränen. Da hat es doch tatsächlich Schweizer, die fühlen sich beleidigt, dass sie nicht persönlich von der Nato, der Fremdenlegion und den Spezialtruppen aus GB und USA um Erlaubnis gefragt wurden, am Boden einzugreifen. Naivität in der reinsten Form. Hallo, aufwachen, das ist Krieg,nicht mit Bleisoldaten, da kündigt man die Operationen nicht bei SF1 an und in Twitter! Geht schlafen Antworten
Na, dann sollen sie ihn mal schön fangen, den Oberst bald a.D. Dann in einem Käfig durch Tripolis, zum Flughafen Richtung Den Haag, wo er dann Mladic umarmen darf.
Die Nato-Bodentruppen, bzw. die Fremdenlegion hätten schon von Anfang an am Boden dabei sein sollen, dann wäre die Sache längst vorbei.
Ferhadi: Seit wann glauben Sie den CNN, dachte nur Radio Teheran sei für Sie massgebend.
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