Ausland

Ban Ki-moon sieht al-Qaida hinter Anschlägen in Damaskus

Aktualisiert am 18.05.2012

Seit Monaten behauptet die syrische Regierung, dass vom Ausland finanzierte Terroristen hinter dem Aufstand in Syrien stecken. Nun gibt ihr UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon zumindest teilweise recht.

Macht die Terrororganisation für den Doppelanschlag in Damaskus mit 55 Toten verantwortlich: UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in Washington.

Macht die Terrororganisation für den Doppelanschlag in Damaskus mit 55 Toten verantwortlich: UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in Washington.
Bild: AFP

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Chronologie der Aufstände in Syrien

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Die Ereignisse in Syrien seit dem Beginn der Proteste im März 2011.

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Al-Qaida hat sich nach den Worten von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in die Revolte in Syrien eingemischt. Er glaube, dass die Extremistenorganisation für einen Doppelanschlag in Damaskus mit mindestens 55 Toten vor rund einer Woche verantwortlich sei, sagte Ban am Donnerstag (Ortszeit) in New York.

«Das schafft erneut ein sehr ernsthaftes Problem.» Zugleich hob Ban die UNO-Schätzung für die Toten des seit März 2011 währenden Konflikts auf mindestens 10'000 an.

Saudiarabien und Katar verdächtigt

Mit der Einschätzung Bans zu al-Qaida dürfte sich die Regierung in Damaskus bestärkt fühlen. Das international weitgehend isolierte Syrien erklärt seit Monaten, aus dem Ausland finanzierte «Terroristen» würden hinter dem Aufstand stecken.

Die Regierung verdächtigt besonders Saudiarabien und Katar der Unterstützung, die sich für eine Bewaffnung der Gegner von Präsident Bashar al-Assad starkmachen.

Die syrische Regierung hatte den Vereinten Nationen vor kurzem eine Liste mit 26 festgenommen Ausländern vorgelegt, die zum Kampf eingeschleust worden seien. 20 dieser Personen seien Mitglieder von al-Qaida und über die Türkei ins Land gelangt, erklärten die Behörden.

Seit fünf Wochen herrscht Waffenstillstand

In Syrien befinden sich knapp 260 unbewaffnete UNO-Beobachter, die die Einhaltung eines Waffenstillstands überwachen sollen. Dieser gilt seit fünf Wochen, wird jedoch von beiden Seiten gebrochen.

Mit Blick auf Syrien und den Iran warnte Russland vor einer militärischen Intervention des Auslands. An einem gewissen Punkt könnten Handlungen, die die Souveränität eines Landes untergraben würden, zu einem voll ausgewachsenen regionalen Krieg führen, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew in St. Petersburg. «Ich möchte niemanden ängstigen, aber Atomwaffen könnten dabei eine Rolle spielen», warnte Medwedew. (wid/sda)

Erstellt: 18.05.2012, 07:58 Uhr

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