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Ausland

Assad hat noch viele Freunde

Von Monica Fahmy. Aktualisiert am 10.02.2012 54 Kommentare

Russland, China, Iran, Irak – das Regime von Bashar al-Assad kann nach wie vor auf grosse Unterstützung zählen. Das Blutvergiessen in Syrien dürfte nicht so schnell ein Ende finden.

1/29 Nun wird auch die Hauptstadt gestürmt: Panzer der syrischen Armee in Damaskus. (14. Februar 2012)
Bild: Keystone

   

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Chronologie der Aufstände in Syrien

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Die Ereignisse in Syrien seit dem Beginn der Proteste im März 2011.

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Die wohltätige Frau des Schlächters

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Sie steht zu ihrem Mann, dem syrischen Präsidenten Bashar Assad. Gleichzeitig jagt Asma Assad von einem wohltätigen Engagement zum anderen.

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Seit vergangenem Samstag sollen in Syrien Hunderte Menschen getötet worden sein. Unter den Toten befinden sich laut Angaben von Aktivisten immer mehr Kinder. Trotz diplomatischer Grossoffensive der USA, der EU und der Arabischen Liga reissen die Horrornachrichten aus Syrien nicht ab.

Daran dürfte sich in absehbarer Zeit wenig ändern, ist Robert Fisk sicher. Der Journalist beim britischen «Independent» berichtet seit Jahrzehnten aus dem arabischen Raum. Assad werde nicht verschwinden, schreibt Fisk. «Noch nicht. Wahrscheinlich für eine lange Zeit nicht.» Die Medien seien voller Spekulationen, ob dies Assads «Benghazi-Moment» sei – in Anlehnung an die entscheidenden Momente im Kampf um Libyen –, «aber wenige in der Region verstehen, weshalb wir Westler so falsch liegen können».

Allianzen von Afghanistan bis zum Mittelmeer

Statt die Lage in Syrien aus westlicher Sicht zu betrachten, solle man den Nahen Osten «aus den Fenstern des massiven Präsidentenpalastes mit Aussicht auf die Altstadt von Damaskus» anschauen, so Fisk. Im Osten sehe Assad «den loyalen Iran, der zu ihm steht. Und den loyalen Irak – Irans neuer bester Freund in der arabischen Welt –, der sich weigert, (Syrien) zu sanktionieren.» Im Westen könne Assad auf die Schiiten im Libanon zählen.

«Von der afghanischen Grenze bis zum Mittelmeer hat Assad eine gerade Linie von Allianzen, welche zumindest seinen ökonomischen Kollaps verhindern wird», so Fisk. Mit Assad würde der Iran nicht nur Syrien, sondern seinen Einfluss auf die Hizbollah im Libanon verlieren. Kein Wunder, beliefert der Iran das Regime in Damaskus mit Waffen und angeblich auch mit Hizbollah-Kämpfern.

Syrischer Grossmufti dankt Ahmadinejad

Der oberste muslimische Geistliche Syriens hat laut Alarabiya.net dem iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad am Mittwochabend in Teheran für seine Unterstützung gedankt. Ahmadinejad habe Grossmufti Scheich Ahmed Badreddin Hassoun geantwortet, dass das «Hauptziel der dominierenden und tyrannisierenden Mächte» (die USA und ihre Alliierten) darin bestehe, «das zionistische Regime zu erhalten». Die USA und ihre Alliierten «wollen einen neuen Krieg in der Region anfangen und den islamischen Widerstand brechen», so Ahmadinejad.

Russland und China werden das syrische Regime trotz allem Blutvergiessen ebenso wenig im Stich lassen. Moskau sieht in Assad einen wichtigen Abnehmer russischer Waffen und den Gastgeber des einzigen russischen Flottenstützpunktes im Mittelmeer. Für Russland und China geht es bei der Unterstützung von Syrien auch darum zu verhindern, dass die UNO in die Souveränität einer Regierung eingreift, wie sie mit Aufständischen umgeht.

Machtkampf zwischen der Türkei und dem Iran

Heftiger Gegenwind weht Assad allerdings nun von der Türkei entgegen. Wie der türkische Aussenminister Ahmet Davutoglu gegenüber Medien sagte, sei es «nicht damit getan, ein Beobachter zu sein. Es ist an der Zeit, dem syrischen Volk eine starke Botschaft zu übermitteln, dass wir bei ihm sind.» Was genau die Türkei tun will, liess Davutoglu offen. Bei diplomatischen Bemühungen um die Vorherrschaft in der Region lässt es Ankara offenbar nicht bewenden. Die Rebellen der Freien Syrischen Armee operieren etwa von der Türkei aus, und die Türkei soll Aufständische schon mit Waffen ausgerüstet haben. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.02.2012, 15:39 Uhr

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54 Kommentare

Peter Winkler

10.02.2012, 10:34 Uhr
Melden 62 Empfehlung

@Vögeli Vereinigte Schurkenstaaten würde ich als passende Bezeichnung für die USA erachten, Kein anderes Land zeichnet nämlich auch nur annähernd für so viele Kriege, Tote, Verkrüpelte, Vertriebene und Verarmte verantwortlich wie der selbsternannte Weltpolizist. Von der damit einhergehenden Umweltzerstörung gar nicht zu sprechen. Antworten


Beat Gerola

10.02.2012, 08:03 Uhr
Melden 41 Empfehlung

Vergessen darf dabei auch nicht ein Land, das an Syrien grenzt - Israel. Was dort noch alles gespielt wird ist sehr fraglich. Antworten



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